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Die wirtschaftliche Entwicklung der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage zur Zeit der Weimarer Republik

Title: Die wirtschaftliche Entwicklung der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage zur Zeit der Weimarer Republik

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Claudia Ebert (Author)

Communications - Media History
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Einleitung

Das Thema meiner Hausarbeit hieß ursprünglich: „Die wirtschaftliche Entwicklung von Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen in Deutschland bis zum Ersten Weltkrieg“. Ich hatte mich jedoch während des Seminars dazu entschlossen, mich in meiner Betrachtung explizit dem
Zeitraum der Weimarer Republik zuzuwenden. Warum?

Die Presselandschaft während der Weimarer Republik war genauso vielfältig wie die politischen Interessen zu dieser Zeit. Die Medien boten diesen Interessen den Schauplatz, sich zu präsentieren. Auch ist die spätere politische und geschichtliche Entwicklung ohne den
Einfluss der Presse undenkbar. Was zum Beispiel wäre Hitlers Propaganda ohne die Zeitungen gewesen? Meiner Meinung nach kommt der Presse in der Weimarer Republik daher eine große Bedeutung zu, so dass es mir gerechtfertigt erschien, diesen Zeitraum gesondert zu betrachten.
Weiterhin stellten sich für mich die Verknüpfungen zwischen Presse und Politik sowie zwischen Presse und wirtschaftlicher Macht, wie sie ganz extrem während der Weimarer Zeit bestanden, als so interessant heraus, dass dies ein weiterer Grund für mich war, diesen
Zeitraum genauer zu untersuchen.
Ich werde mich in meiner Arbeit auf den Aspekt der wirtschaftlichen Entwicklung der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage beschränken, da dieser aber eng mit wichtigen geschichtlichen Ereignissen während der Weimarer Republik verknüpft ist, z.B. der Inflation und der Weltwirtschaftskrise, wird meine Arbeit auch einen allgemeinen Einblick in die Zeit von 1918 bis 1933 geben können.
Ich betone daher, dass ich trotz der Beschränkung auf mein Thema auch allgemeingültige Aussagen über das Leben und die Kultur zur Zeit der Weimarer Republik treffen werde.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Situation der Zeitungen und Zeitschriften zum Ende des 1. Weltkriegs und in der Anfangszeit der Weimarer Republik sowie die Auswirkungen der Inflation und der Weltwirtschaftskrise

2. Die Finanzierung der Presse durch Anzeigen und der Pressetypus des Generalanzeigers

3. Der Simpliccissimus: Das Schicksal einer satirischen Zeitung

4. Der Hugenberg Konzern: Presse trifft Politik

5. Fazit

6. summary: The press at the time of the Weimarer Republic

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die wirtschaftliche Entwicklung von Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen in der Weimarer Republik und analysiert dabei die komplexen Wechselwirkungen zwischen Presse, Wirtschaft und Politik. Im Fokus steht die Frage, wie politische Krisen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, wie Inflation und Weltwirtschaftskrise, das Pressewesen beeinflussten.

  • Wirtschaftliche Herausforderungen für Verlage während der Weimarer Republik
  • Die Rolle der Anzeigenfinanzierung und der Generalanzeiger
  • Die ökonomische und inhaltliche Krise der satirischen Zeitschrift Simpliccissimus
  • Einfluss des Hugenberg-Konzerns als Medienkonglomerat auf Politik und Gesellschaft
  • Verhältnis zwischen Pressefreiheit, politischer Abhängigkeit und wirtschaftlicher Macht

Auszug aus dem Buch

Die Auswirkungen der Inflation und der Weltwirtschaftskrise:

Auch wenn in beiden Diagrammen ein Aufwärtstrend seit dem Ende des Ersten Weltkriegs zu erkennen ist, darf man die großen wirtschaftlichen Probleme, mit denen das Pressewesen in Deutschland während der Weimarer Republik konfrontiert war, nicht vergessen. Sie haben diese und auch andere Branchen in Existenzkrisen geführt, durch Geldentwertung, Armut, Rohstoffmangel usw.

Das Zeitungssterben, das im ersten Weltkrieg begann, setzte sich in der Inflation fort, daher „dürften zwischen 1914 und 1924 insgesamt mehr als 1.000 Zeitungen eingestellt worden sein.“ „Die Weltwirtschaftskrise (1929) hatte keine größere Zahl von Zeitungseinstellungen zur Folge.“

Durch den Ersten Weltkrieg und die Inflation verschlechterten sich die Produktionsbedingungen für die Zeitungs- und Zeitschriftenmacher erheblich. Der Markt expandierte kaum, der Wettbewerb verschärfte sich und die Einzelnummern wurden drastisch dünner, denn die benötigten Rohstoffe wurden knapp und teuer, Arbeitskräfte fehlten, da die Männer zum Kriegsdienst eingezogen waren. Eine weitere Folge war der Einbruch des Anzeigengeschäfts, verantwortlich dafür waren die schlechte wirtschaftliche Situation in ganz Deutschland. Die unmittelbaren Folgen der Rohstoffverknappung und der allgemeinen Teuerung war ein Anstieg der Preise beim Papier, bei verschiedenen Druck- und Fixierchemikalien und beim Transport.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung des Themas und Erläuterung der Motivation, den Zeitraum der Weimarer Republik aufgrund seiner medialen und politischen Bedeutung genauer zu untersuchen.

1. Die Situation der Zeitungen und Zeitschriften zum Ende des 1. Weltkriegs und in der Anfangszeit der Weimarer Republik sowie die Auswirkungen der Inflation und der Weltwirtschaftskrise: Analyse der quantitativen Entwicklung von Zeitungen und Zeitschriften unter dem Einfluss wirtschaftlicher Instabilität.

2. Die Finanzierung der Presse durch Anzeigen und der Pressetypus des Generalanzeigers: Erörterung der neuen ökonomischen Modelle der Massenpresse durch Anzeigenfinanzierung und deren Krisenanfälligkeit.

3. Der Simpliccissimus: Das Schicksal einer satirischen Zeitung: Untersuchung der wirtschaftlichen und politischen Zwänge einer traditionsreichen Satirezeitschrift im Kontext von Konkurrenz und politischer Polarisierung.

4. Der Hugenberg Konzern: Presse trifft Politik: Darstellung der Entstehung eines "Multi-Media-Konzerns" und dessen direkter Einflussnahme auf die politische Entwicklung der Republik.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der engen, oft fatalen Verknüpfung von ökonomischen Interessen und politischer Macht in der Weimarer Presse.

6. summary: The press at the time of the Weimarer Republic: Englische Zusammenfassung der zentralen Thesen und Schlussfolgerungen der Arbeit.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, Pressegeschichte, Zeitungsverlag, Zeitschriftenverlag, Inflation, Weltwirtschaftskrise, Anzeigenfinanzierung, Generalanzeiger, Simpliccissimus, Hugenberg-Konzern, Medienkonglomerat, Politische Einflussnahme, Bildjournalismus, Publizistik, Medienökonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wirtschaftlichen Entwicklung und den strukturellen Veränderungen von Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen in Deutschland während der Weimarer Republik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen gehören die ökonomischen Folgen von Kriegen und Krisen auf das Pressewesen, die Bedeutung von Anzeigen für die Finanzierung sowie die Verflechtungen zwischen Medienhäusern und politischen Akteuren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie wirtschaftliche Faktoren und politische Einflussnahme die Presselandschaft der Weimarer Republik geprägt haben und warum die Verknüpfung von Presse und Politik dabei eine besonders große Tragweite hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, bei der historische Daten, Statistiken und Sekundärliteratur zur deutschen Pressegeschichte ausgewertet wurden.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Marktentwicklung (Auflagenzahlen), die Rolle spezifischer Pressetypen wie Generalanzeiger, das Fallbeispiel der Satirezeitschrift Simpliccissimus sowie die Untersuchung des Hugenberg-Konzerns.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte sind Weimarer Republik, Pressegeschichte, Medienökonomie, Anzeigenfinanzierung und politische Einflussnahme.

Welche Rolle spielte der Simpliccissimus in der Krise?

Der Simpliccissimus sah sich aufgrund sinkender Qualität, starker Konkurrenz durch Illustrierte und zunehmender politischer Polarisierung mit schwindenden Einnahmen und inhaltlicher Anpassung konfrontiert.

Warum wird der Hugenberg-Konzern als „Multi-Media-Konzern“ bezeichnet?

Der Konzern vereinte unter einem Dach diverse mediale Formen wie Nachrichtenagenturen, Zeitungen, Filmgesellschaften und Werbeagenturen, um durch deren Bündelung gezielt wirtschaftlichen Druck auszuüben und politische Meinungsbildung zu beeinflussen.

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Details

Title
Die wirtschaftliche Entwicklung der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage zur Zeit der Weimarer Republik
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)  (Institut für Kulturwissenschaften)
Course
Hauptseminar Wissen, Kommunikation, Gesellschaft
Grade
1,7
Author
Claudia Ebert (Author)
Publication Year
2001
Pages
20
Catalog Number
V816
ISBN (eBook)
9783638105224
Language
German
Tags
Presse- und Mediengeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Ebert (Author), 2001, Die wirtschaftliche Entwicklung der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage zur Zeit der Weimarer Republik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/816
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