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Georg Simmel und die Soziologie des Fremden

Title: Georg Simmel und die Soziologie des Fremden

Seminar Paper , 2003 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Edda Laux (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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Nach der Einordnung des Exkurs über den Fremden in das Gesamtwerk Simmels, sowie der Erläuterung der Bedingungen für die Existenz des Fremden, also der Erweiterung der Gruppe, wird, um die Besonderheiten der Simmelschen Sichtweise auf den Fremden zu verdeutlichen, zunächst diese ergänzend und kontrastiv anhand der Definition des ‚marginal man’ von Robert Ezra Park hervorgearbeitet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 EINORDNUNG:

2.1 GEORG SIMMEL: SOZIOLOGIE DES FREMDEN

2.2 ROBERT E. PARK UND DER ‚MARGINAL MAN’

3 VERSCHIEDENE ASPEKTE DES FREMDEN

3.1 DIE GENESE DER GRUPPE

3.2 DER FREMDE ALS HÄNDLER

3.3 DER FREMDE ALS ELEMENT DER GRUPPE

3.4 DIE OBJEKTIVITÄT DES FREMDEN

3.5 NÄHE UND DISTANZ

4 DIE MODERNE GROßSTADT

5 FAZIT

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht Georg Simmels soziologische Theorie über den „Fremden“ und vergleicht diese ergänzend mit dem Konzept des „marginal man“ von Robert Ezra Park. Ziel ist es, die besonderen Charakteristika der Simmelschen Sichtweise auf den Fremden, seine Rolle als Element der Gruppe sowie seine spezifische Objektivität herauszuarbeiten und in den Kontext der modernen Großstadt zu setzen.

  • Soziologische Analyse der Figur des Fremden nach Georg Simmel
  • Kontrastierung mit dem „marginal man“-Konzept der Chicagoer Schule
  • Untersuchung von Nähe, Distanz und Objektivität in sozialen Beziehungen
  • Bedeutung der modernen Großstadt als Lebensraum für den Fremden
  • Wechselwirkungen von Individualisierung und sozialer Differenzierung

Auszug aus dem Buch

3.4 DIE OBJEKTIVITÄT DES FREMDEN

Die Ambivalenz des Verhältnisses der verschiedenen Kreise zueinander, in welchen sich der Fremde partiell bewegt, spiegelt sich also wieder in seiner Persönlichkeit. Genau diese Ambivalenz ist es, welche die besondere Objektivität des Fremden ausmacht. Denn im Gegensatz zu jenen, die ganz und gar in die Gemeinschaft involviert sind, erlaubt seine Nichtganzzugehörigkeit dem Fremden die Position des sensibleren und sorgfältigeren Beobachters einzunehmen.

Darin, dass er auch emotional einer Gruppe nie ganz verpflichtet ist, liegt die größere Objektivität, die man ihm zuerkennt, weswegen er in der Geschichte oft als Schlichter oder Richter in Erscheinung trat. Die Objektivität beruht also nicht auf Nichtteilnahme, vielmehr ist sie Synthese aus Nähe und Ferne, die dem Fremden einen ‚Fernblick’ auf das Nahe erlaubt. „Man kann Objektivität auch als Freiheit bezeichnen“ sofern sie Vorurteilsfreiheit und Losgelöstheit von (beispielsweise verwandtschaftlichen) Verpflichtungen bedeutet.

Der Fremde „ist der freiere, praktisch und theoretisch, er übersieht die Verhältnisse vorurteilsloser, misst sie an allgemeineren, objektiveren Idealen und ist in seiner Aktion nicht durch Gewöhnung, Pietät, Antezedentien gebunden.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Arbeit ordnet den Exkurs über den Fremden in Simmels Gesamtwerk ein und führt zur komparativen Analyse mit Robert Ezra Parks „marginal man“-Konzept über.

2 EINORDNUNG: Dieses Kapitel erläutert Simmels soziologischen Ansatz und stellt die historische Rezeption sowie das Konzept von Park als Weiterentwicklung des Theoriegebildes dar.

3 VERSCHIEDENE ASPEKTE DES FREMDEN: Dieser Hauptteil analysiert die Entstehung der Gruppe, die Rolle des Händlers, die Objektivität sowie das Spannungsfeld von Nähe und Distanz bei Simmels Fremden-Konzept.

4 DIE MODERNE GROßSTADT: Hier wird der Zusammenhang zwischen dem Leben in der Metropole, der Reizüberflutung und der daraus resultierenden Typisierung des Fremden als Kosmopolit beleuchtet.

5 FAZIT: Die Arbeit resümiert die Bedeutung Simmels Exkurses und konstatiert, dass der Fremde als „Avantgarde“ der Gesellschaft zu verstehen ist.

Schlüsselwörter

Georg Simmel, Fremder, Soziologie, Marginal Man, Robert Ezra Park, Chicagoer Schule, Großstadt, Objektivität, Nähe und Distanz, Individualisierung, soziale Differenzierung, Kosmopolit, Identität, Wechselwirkung, Vergesellschaftung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Hausarbeit befasst sich mit Georg Simmels soziologischer Untersuchung des „Fremden“ und setzt diese in Bezug zu aktuellen soziologischen Fragestellungen sowie dem Konzept des „marginal man“ nach Robert E. Park.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die soziale Rolle des Fremden, die Bedeutung von räumlicher und sozialer Distanz, die Besonderheiten städtischer Lebensweisen und die Auswirkungen der gesellschaftlichen Differenzierung auf das Individuum.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist eine präzise Darstellung der Simmelschen Theorie des Fremden, um dessen spezifische „positive“ soziologische Eigenschaften und seine Funktion innerhalb einer Gesellschaft zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einer theoretisch-analytischen Methode, bei der klassische soziologische Texte (insbesondere von Simmel) interpretiert und vergleichend mit anderen theoretischen Ansätzen kontrastiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Genese der Gruppe, die historischen und soziologischen Funktionen des Fremden (als Händler, Beobachter und Element der Gruppe) sowie die Analyse der modernen Großstadt als Raum der Individualisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind die Soziologie des Fremden, der „marginal man“, die Großstadt, Objektivität, Distanz, Individualisierung und soziale Wechselwirkung.

Warum wird der „marginal man“ von Park zum Vergleich herangezogen?

Park hat als Schüler Simmels dessen Überlegungen in die amerikanische Soziologie getragen; ein Vergleich zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der theoretischen Fundierung der Randständigkeit auf.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Rolle des Fremden?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass der Fremde bei Simmel nicht als bloßes Randphänomen, sondern als eine Art Avantgarde der Gesellschaft verstanden werden muss, die durch ihre Objektivität und Freiheit gekennzeichnet ist.

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Details

Title
Georg Simmel und die Soziologie des Fremden
College
Dresden Technical University  (Institut für Soziologie)
Course
Georg Simmel
Grade
1,3
Author
Edda Laux (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V81545
ISBN (eBook)
9783638866064
Language
German
Tags
Georg Simmel Soziologie Fremden Georg Simmel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Edda Laux (Author), 2003, Georg Simmel und die Soziologie des Fremden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81545
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