Die Frau war in vergangener Zeit ein reines Objekt für den Mann, doch in der Literatur konnte man schon früh Darstellungsweisen finden, die in Bezug zur Realität eindeutig fiktiver Art sind. Um dies zu untersuchen, habe ich die beiden phantastischen Werke „Der Sandmann“ und „Der goldne Topf“ ausgewählt, die aus der Epoche der Romantik stammen.
In der folgenden Ausarbeitung werde ich mich also mit der Frage beschäftigen, ob Silvia Bovenschens Thesen bezüglich der Situation der Frau an den beiden Werken von E.T.A. Hoffmann festzumachen sind.
Dabei werde ich zuerst die Frauen einzeln herausstellen und dann ihr Verhältnis zum jeweiligen Mann beleuchten, damit ich dies danach mit Bovenschens Ansätzen in Verbindung bringen kann. Anschließend wird ein Vergleich der Frauen untereinander folgen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Konträre Weiblichkeitsbilder in "Der Sandmann"
- Clara
- Verhältnis zwischen Clara und Nathanael
- Olimpia
- Verhältnis zwischen Olimpia und Nathanael
- Konträre Weiblichkeitsbilder in "Der goldne Topf"
- Veronika
- Verhältnis zwischen Veronika und Anselmus
- Serpentina
- Verhältnis zwischen Serpentina und Anselmus
- Grundgedanken von Silvia Bovenschens "Die imaginierte Weiblichkeit" am Beispiel der Hoffmann'schen Frauen
- Vergleich der beiden Frauenpaare
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit der Darstellung von Weiblichkeitsbildern in E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“ und „Der goldne Topf“ und analysiert, ob Silvia Bovenschens Thesen zur Situation der Frau in diesen Werken nachvollziehbar sind. Dabei wird untersucht, wie die weiblichen Figuren in den beiden Erzählungen charakterisiert werden und welche Beziehungen sie zu den männlichen Protagonisten pflegen.
- Konträre Weiblichkeitsbilder in den Erzählungen von E.T.A. Hoffmann
- Die Rolle der Frau in der Epoche der Romantik
- Silvia Bovenschens Thesen zur imaginierten Weiblichkeit
- Die Beziehung zwischen Mann und Frau in der phantastischen Literatur
- Die Rolle der Phantasie und des Realismus in der Gestaltung von Weiblichkeitsbildern
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Forschungsfrage vor und erläutert den Kontext der Analyse. Die Kapitel 2 und 3 widmen sich den beiden Erzählungen „Der Sandmann“ und „Der goldne Topf“ und analysieren die Charakterisierung der weiblichen Figuren Clara und Olimpia in „Der Sandmann“ sowie Veronika und Serpentina in „Der goldne Topf“. Des Weiteren werden die Beziehungen zwischen den Frauen und den jeweiligen männlichen Protagonisten beleuchtet. Kapitel 4 bezieht sich auf die Thesen von Silvia Bovenschens „Die imaginierte Weiblichkeit“ und stellt ihre Relevanz für die Analyse der Hoffmann'schen Frauenfiguren heraus. Kapitel 5 vergleicht die beiden Frauenpaare und zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrer Darstellung auf.
Schlüsselwörter
Weiblichkeitsbilder, E.T.A. Hoffmann, „Der Sandmann“, „Der goldne Topf“, Phantastische Literatur, Romantik, Silvia Bovenschens „Die imaginierte Weiblichkeit“, Frauendarstellung, Beziehung, Phantasie, Realismus.
Häufig gestellte Fragen
Welche Weiblichkeitsbilder finden sich in Hoffmanns „Der Sandmann“?
Hoffmann kontrastiert die rationale, reale Clara mit der künstlichen, automatengleichen Olimpia. Beide Figuren spiegeln unterschiedliche Projektionen des männlichen Protagonisten Nathanael wider.
Was besagt Silvia Bovenschens These zur „imaginierten Weiblichkeit“?
Bovenschen argumentiert, dass Frauen in der Literatur oft als reine Projektionsflächen männlicher Phantasien dienen, anstatt als autonome Subjekte dargestellt zu werden.
Wie unterscheiden sich Veronika und Serpentina in „Der goldne Topf“?
Veronika repräsentiert die bürgerliche, reale Welt und das Streben nach sozialem Status, während Serpentina als phantastisches Wesen die Welt der Poesie und Inspiration verkörpert.
Welche Rolle spielt die Romantik bei der Darstellung der Frau?
In der Romantik wird die Frau oft zwischen den Polen Alltag (Realismus) und Wunderwelt (Phantasie) angesiedelt, wobei sie häufig als Muse oder als bedrohliches „Anderes“ fungiert.
Warum scheitern die Beziehungen der männlichen Helden bei Hoffmann?
Das Scheitern liegt oft an der Unfähigkeit der Männer, zwischen ihrer inneren Phantasiewelt und der äußeren Realität der Frauen zu unterscheiden, was zu Wahnsinn oder Isolation führt.
- Quote paper
- Nadine Klein (Author), 2006, Weiblichkeitsbilder in E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann" und "Der goldne Topf", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80739