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Die Beobachtung als grundlegende Methode der pädagogischen Diagnostik

Titel: Die Beobachtung als grundlegende Methode der pädagogischen Diagnostik

Seminararbeit , 2006 , 16 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Iris Strobel (Autor:in)

Psychologie - Diagnostik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In unserem alltäglichen Leben spielt Beobachtung eine wichtige Rolle:
Wir beobachten ständig, nehmen so unsere Umwelt war, sammeln Erfahrungen und lernen aus dem Wahrgenommenen. Doch nicht nur im Alltag stellt Beobachtung eine zentrale Methode des Erkundens und Wahrnehmens dar. Auch in der Wissenschaft gilt die Beobachtung neben der Befragung als effektivster Weg zur diagnostischen Informationsgewinnung.
Gerade in der pädagogischen Diagnostik hat sich die Verhaltensbeobachtung als grundlegendes Messinstrument etabliert. Im Gegensatz zur reinen Betrachtung im Alltag unterliegt die wissenschaftliche Verhaltensbeobachtung jedoch bestimmten Vorgaben. Eine pädagogisch geführte Beobachtung geschieht nicht zufällig. Sie dient immer einem bestimmten Forschungszweck: Sie wird sorgfältig geplant, es werden Hypothesen aufgestellt, sie wird meist entweder mit Hilfe von Tonband oder Video aufgezeichnet und sie muss hinsichtlich Validität und Reliabilität ständig überprüft werden.
In den folgenden Kapiteln wird nun die wissenschaftliche Verhaltensbeobachtung näher erklärt und der Unterschied zur nicht-wissenschaftlichen Beobachtung klargemacht. Hierbei werden anfangs die verschiedenen Arten der Beobachtung beschrieben. Danach wird auf die verschiedenen Beobachtungssysteme eingegangen, wobei hier zuerst die unterschiedlichen Typen dargestellt werden und anschließend deren wichtigste Beispiele aufgeführt werden. Schlussendlich werden anhand einer kritischen Abwägung mögliche Fehler, die während einer Beobachtung auftreten können, auf gezeigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Betrachtung vs. Beobachtung

2 Wissenschaftliche Beobachtung

2.1 Arten der Beobachtung

2.2 Beobachtungssysteme

2.2.1 Zeichensysteme

2.2.2 Kategoriensysteme

2.2.3 Schätzskalen

3 Kritische Abwägung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die wissenschaftliche Verhaltensbeobachtung als zentrales Instrument der pädagogischen Diagnostik und arbeitet deren Abgrenzung zur alltäglichen Betrachtung sowie die methodischen Voraussetzungen für eine valide Datenerhebung heraus.

  • Abgrenzung zwischen alltäglicher Betrachtung und wissenschaftlicher Beobachtung
  • Differenzierung verschiedener Beobachtungsarten (z.B. systematisch vs. unsystematisch)
  • Einführung in wissenschaftliche Beobachtungssysteme (Zeichen-, Kategoriensysteme, Schätzskalen)
  • Reflexion der Fehlerquellen und ethischer Aspekte bei der Datenerhebung

Auszug aus dem Buch

2 Wissenschaftliche Beobachtung

Wie schon oben erwähnt, unterscheidet sich die wissenschaftliche Beobachtung von der alltäglichen Betrachtung darin, dass sie einer bestimmten Theorie zugrunde liegt und bestimmten Regeln folgt. (Ingenkamp 1985, S.56) So wird eine objektivere und wissenschaftlich repräsentative Untersuchung gewährleistet.

Wissenschaftliche Beobachtung wird definiert als „…die planmäßige Erfassung sinnlich wahrnehmbarer Tatbestände, wobei der Forscher dem Untersuchungsobjekt gegenüber eine rezeptive Haltung einnimmt…“(Kleber 1992, S.199, zitiert nach König 1967, S.210).

Grundsätzlich kann man wissenschaftliche und alltägliche Beobachtung durch bestimmte Kriterien voneinander abgrenzen:

1. Kriterium der Gezieltheit: Der Beobachter beobachtet gezielt auf einen bestimmten Forschungszweck hin. Er will mit Hilfe seiner Beobachtung die zuvor aufgestellten Hypothesen prüfen.

2. Kriterium der Konstanz: Damit Beobachtungsergebnisse als repräsentativ angesehen werden können, ist es sinnvoll, die Beobachtung nach gleichen Kriterien in verschiedenen Situationen zu führen oder verschiedene Beobachter die gleiche Situation beobachten zu lassen.

3. Kriterium der Kontrolle: Es ist nicht nur sinnvoll, verschiedene Situationen und Beobachter heranzuziehen, auch unterschiedliche zu beobachtende Personen, beziehungsweise Gruppen in einer Beobachtung stellen ein repräsentativeres Ergebnis dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Betrachtung vs. Beobachtung: Dieses Kapitel führt in die Bedeutung der Beobachtung als diagnostische Methode ein und unterscheidet den wissenschaftlichen Anspruch von der subjektiven Alltagsbetrachtung.

2 Wissenschaftliche Beobachtung: Es werden die Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens, die verschiedenen Arten der Beobachtung sowie die methodischen Beobachtungssysteme im Detail erläutert.

3 Kritische Abwägung: Dieses Kapitel reflektiert die menschlichen Fehlerquellen des Beobachters und betont die Notwendigkeit einer bewussten, reflektierenden Haltung in der pädagogischen Diagnostik.

Schlüsselwörter

Pädagogische Diagnostik, Verhaltensbeobachtung, wissenschaftliche Beobachtung, Beobachtungssysteme, Zeichensysteme, Kategoriensysteme, Schätzskalen, Validität, Reliabilität, Interaktions-Prozess-Analyse, Feldbeobachtung, Selbstbeobachtung, Fremdbeobachtung, Fehlerquellen, Datenaufzeichnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Beobachtung als fundamentale Methode der pädagogischen Diagnostik und beleuchtet den Übergang von der subjektiven Betrachtung zur wissenschaftlich kontrollierten Verhaltensbeobachtung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition wissenschaftlicher Beobachtung, die Klassifizierung von Beobachtungsarten, die Darstellung technischer Beobachtungssysteme und die kritische Auseinandersetzung mit Fehlerquellen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, dem Leser die Anforderungen an eine valide wissenschaftliche Verhaltensbeobachtung zu vermitteln und Wege aufzuzeigen, wie diagnostische Daten systematisch erhoben werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf theoretische Grundlagen und Literaturanalysen, um verschiedene standardisierte Beobachtungsinstrumente wie das OscAR-Schema oder die Interaktions-Prozess-Analyse nach Bales zu erläutern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst verschiedene Arten der Beobachtung gegenübergestellt, anschließend detaillierte Beobachtungssysteme wie Zeichen- und Kategoriensysteme analysiert und abschließend kritische Aspekte der Beobachtungspraxis diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind pädagogische Diagnostik, Verhaltensbeobachtung, Kategoriensysteme, Validität, Reliabilität und die kritische Reflexion des Beobachters.

Was ist der Unterschied zwischen systematischen und unsystematischen Beobachtungsformen?

Die unsystematische Beobachtung ist eine freie, oft subjektive Gelegenheitsbeobachtung, während die systematische Beobachtung strengen Regeln folgt, ein genaues Ziel verfolgt und durchstrukturierte Systeme nutzt.

Warum ist die „Kritische Abwägung“ für den Beobachtungsprozess so essenziell?

Da der Mensch als Messinstrument fungiert, ist er anfällig für Fehler durch eigene Einstellungen oder unbewusste Selektion. Die kritische Abwägung dient dazu, diese Fehlerquellen zu minimieren und eine professionelle Reflexion zu fördern.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Beobachtung als grundlegende Methode der pädagogischen Diagnostik
Hochschule
Universität Augsburg
Note
1,7
Autor
Iris Strobel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
16
Katalognummer
V79545
ISBN (eBook)
9783638868518
ISBN (Buch)
9783638869072
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Beobachtung Methode Diagnostik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Iris Strobel (Autor:in), 2006, Die Beobachtung als grundlegende Methode der pädagogischen Diagnostik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79545
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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