„Service Learning“ ist ein Konzept, das praktische Aktivitäten von Studierenden mit theoretischen Fundamenten verbinden soll. Dabei entstehen zwei Komponenten: Einerseits die „Learning“-Komponente, die durch ein Seminar an der Universität geboten wird. Dort lernen die Studierenden theoretische Grundlagen zu einem bestimmten Thema. In der „Service“-Komponente sollen die Studierenden dieses theoretisch angeeignete Wissen in die Praxis umsetzen. Da es sich bei dieser praktischen Arbeit um soziales Engagement handelt, wird dadurch ein „Service“ geboten. So entsteht die Verknüpfung von Theorie und Praxis, wobei die praktischen Aktivitäten durch die universitäre Lehre vor- und nachbereitet werden.
Ziel der „Service“-Komponente ist es, einen bestimmten Bedarf an Schulen in ihrer pädagogischen Arbeit zu decken.
Hinsichtlich der Studierenden soll das Ziel die persönliche Weiterentwicklung sein, besonders in Bereichen des Selbstvertrauens, der beruflichen Orientierung und des politischen Bewusstseins. Über diese Entwicklungen wird im Verlauf des Seminars in dafür vorgesehenen Reflexionssitzungen gesprochen.
Aus Sicht der Wissenschaft sollen die Studierenden lernen, sich mit Literatur auseinander zu setzen, die sie auf die Praxis anwenden müssen.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Vorstellung des Projektes
- 1.1 Was ist Service Learning? (Christine Wahl)
- 1.2 Was ist „Endspurt“? (Christine Wahl)
- 1.3 Zielgruppe und Aufgaben (Christine Wahl)
- 2 Theoretischer Hintergrund
- 2.1 Einordnung der Zielgruppe (Bartosch Mielcarek)
- 2.2 Selbstregulations-Prozessmodell des Lernens (Christine Wahl)
- 2.3 Ausgewählte Studie: „Unterrichtsbeispiel zum lehrplanabgestimmten Einsatz individueller Bezugsnormen“ (Rheinberg & Günther, 1999) (Bartosch Mielcarek)
- 2.4 Lernzielhierarchie (Christine Wahl)
- 2.5 Forschungsinteresse und Forschungsfragen (Bartosch Mielcarek)
- 3 Stundenplanung anhand zweier ausgewählter Beispiele (Bartosch Mielcarek)
- 4 Ergebnisse
- 4.1 Lernzielhierarchie und ihre praktische Umsetzung (Christine Wahl)
- 4.2 Leistungsdiagnose der Schüler im Zeitverlauf (Bartosch Mielcarek)
- 5 Reflexion zum Projekt „Endspurt“ (Christine Wahl, Bartosch Mielcarek)
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieses Forschungsprojekt, „Endspurt“ genannt, setzt sich zum Ziel, den Einsatz von Service Learning im Kontext der Vorbereitung von Hauptschülern auf den Schulabschluss zu untersuchen. Dabei werden die Erfahrungen und Erkenntnisse der Studenten als Mentoren und deren theoretische Fundierung durch das Seminar „Service Learning“ analysiert.
- Konzept und Praxis von Service Learning im Bildungskontext
- Lernzielhierarchie und Selbstregulationsprozesse im Rahmen der Schülerbetreuung
- Leistungsdiagnose der Schüler im Zeitverlauf
- Reflexion der Mentorenrolle und der praktischen Umsetzung des Projektes
- Zusammenarbeit zwischen Universität und Schule im Rahmen von Service Learning
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1: Vorstellung des Projektes stellt das Konzept von Service Learning vor, erläutert die Zielsetzung des „Endspurt“-Projektes und beschreibt die Zielgruppe sowie die Aufgaben der Studenten als Mentoren.
Kapitel 2: Theoretischer Hintergrund bietet eine Einordnung der Zielgruppe, analysiert das Selbstregulations-Prozessmodell des Lernens und stellt eine relevante Studie zum Einsatz individueller Bezugsnormen vor. Es werden außerdem die Lernzielhierarchie und die Forschungsfragen des Projektes dargelegt.
Kapitel 3: Stundenplanung anhand zweier ausgewählter Beispiele zeigt die praktische Umsetzung der Stundenplanung durch die Mentoren und veranschaulicht die Anwendung der theoretischen Konzepte in der Praxis.
Kapitel 4: Ergebnisse beinhaltet eine Analyse der Lernzielhierarchie und deren praktische Umsetzung sowie eine Darstellung der Leistungsdiagnose der Schüler im Zeitverlauf.
Kapitel 5: Reflexion zum Projekt „Endspurt“ bietet eine zusammenfassende Reflexion des gesamten Projektes, einschließlich der Erfahrungen und Erkenntnisse der Studenten und deren Schlussfolgerungen.
Schlüsselwörter
Service Learning, Hauptschulabschluss, Mentoren, Schülerbetreuung, Lernzielhierarchie, Selbstregulation, Leistungsdiagnose, Reflexion, Praxisbezug, Bildungspartnerschaft.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Konzept „Service Learning“?
Service Learning verbindet universitäre Lehre (Theorie) mit sozialem Engagement in der Praxis, um Lerninhalte erfahrbar zu machen.
Was ist das Projekt „Endspurt“?
„Endspurt“ ist ein Projekt, bei dem Studierende als Mentoren Hauptschüler dabei unterstützen, sich erfolgreich auf ihren Schulabschluss vorzubereiten.
Wie profitieren Studierende von Service Learning?
Studierende entwickeln Selbstvertrauen, berufliche Orientierung und politisches Bewusstsein durch die Reflexion ihrer praktischen sozialen Arbeit.
Was ist die Lernzielhierarchie in diesem Projekt?
Sie ordnet Lernziele nach ihrer Komplexität und hilft den Mentoren dabei, die individuelle Förderung der Schüler systematisch zu planen.
Welche Rolle spielt die Leistungsdiagnose?
Die Leistungsdiagnose dokumentiert die Fortschritte der Schüler im Zeitverlauf und ermöglicht eine Anpassung der Mentoring-Strategien.
- Quote paper
- Bartosch Mielcarek (Author), Christine Wahl (Author), 2007, Forschungsbericht zum Projekt "Endspurt", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79299