Die Arbeit setzt sich aus vier Forschungsfragen auseinander: "Bis zu welchem Punkt wird mit Rönne das Portrait eines Arztes entworfen?" - "Warum läuft in den Novellen immer der gleiche Prozess ab?" - "Vergleich des Beginns der Rönne Novellen mit dem Schluss" und "Warum der Titel „Gehirne“?"
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Bis zu welchem Punkt wird mit Rönne das Portrait eines Arztes entworfen?
- Warum läuft in den Novellen immer der gleiche Prozess ab?
- Vergleich des Beginns der Rönne Novellen mit dem Schluss
- Warum der Titel „Gehirne“?
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text untersucht die Figur des Werff Rönne in Gottfried Benns Novellenzyklus „Gehirne“. Ziel ist es, die Darstellung Rönnes als Arzt und Individuum zu analysieren und seine Rolle als Modellfigur für die charakteristischen Züge der Epoche zu beleuchten.
- Darstellung des Arztes Werff Rönne
- Entwicklung des Ich-Verlustes bei Rönne
- Rönne als Modellfigur für die Epoche
- Symbolische Bedeutung des Arztberufes
- Depersonalisierung und die Krise der Wirklichkeit
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Der Text beginnt mit einer kurzen Einführung in das Thema und stellt den Novellenzyklus „Gehirne“ von Gottfried Benn vor. Es wird auf die zentrale Figur des Werff Rönne und die Problematik der Krise der Wirklichkeit und des Ich eingegangen.
- Kapitel 1: Der erste Abschnitt untersucht, inwieweit die Figur des Werff Rönne als Arzt dargestellt wird. Es wird argumentiert, dass Rönnes Portrait als Arzt nicht vollständig entworfen wird und er eher als ein labil-sensibler Mensch dargestellt wird, der an Depersonalisierung leidet.
- Kapitel 2: In diesem Abschnitt wird die Frage untersucht, warum der gleiche Prozess in den Novellen immer wiederkehrt. Es wird argumentiert, dass Rönnes Depersonalisierung und sein Verlust des Ich als Folge seiner sezierenden Tätigkeit dargestellt wird.
Schlüsselwörter
Gottfried Benn, Novellenzyklus, Gehirne, Werff Rönne, Arzt, Depersonalisierung, Krise der Wirklichkeit, Ich-Verlust, Symbolfigur, Epoche, Moderne, Sezieren, Klinischer Bericht, Krankenhaus, Patienten, Wissenschaft, Sprache, Perspektive, Gedankenwelt.
Häufig gestellte Fragen
Wer ist die Figur Werff Rönne?
Werff Rönne ist die zentrale Figur in Gottfried Benns Novellenzyklus „Gehirne“. Er wird als Arzt dargestellt, der jedoch unter einer tiefen Krise der Wirklichkeit und des Ichs leidet.
Warum trägt der Zyklus den Titel „Gehirne“?
Der Titel verweist auf die reduktionistische, naturwissenschaftliche Sichtweise der Moderne, in der das Individuum oft nur noch als anatomisches Objekt wahrgenommen wird.
Was versteht man unter Rönnes „Ich-Verlust“?
Durch seine sezierende Tätigkeit und die klinische Distanz verliert Rönne den Bezug zu seiner eigenen Identität und zur äußeren Realität, was als Depersonalisierung beschrieben wird.
Gilt Rönne als realistisches Portrait eines Arztes?
Nur bedingt. Die Arbeit argumentiert, dass Rönne eher eine Modellfigur für die Krise der Moderne ist als eine psychologisch realistische Darstellung eines Mediziners.
Welcher Prozess wiederholt sich in den Novellen?
In den Novellen läuft meist der gleiche Prozess der Entfremdung ab, bei dem die wissenschaftliche Perspektive die Wahrnehmung der Welt zersetzt.
- Arbeit zitieren
- Sandra Mäusling (Autor:in), 2007, Rönne als Grenzgänger, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79010