In der folgenden Hausarbeit wird die wasserwirtschaftliche Bedeutung der Mittelgebirgsschwelle anhand der drei Teilräume Eifel, Oberharz und Sauerland beleuchtet.
Zuerst wird auf die Eifel eingegangen. Dabei wird zuerst die Niederschlagsmenge untersucht. Anschließend wird auf die Geschichte der Wasserwirtschaft in der Eifel eingegangen, bevor dann die Wasserproblematik und deren Lösung durch Talsperren erläutert werden.
Im drauf folgenden Absatz ist der Oberharz Gegenstand der Betrachtung. Nach einer kurzen Erläuterung der klimatischen Bedeutung des Harzes wird das Oberharzer Wasserregal, als die bedeutendste wasserwirtschaftliche Einrichtung näher betrachtet. Anschließend wird auf die hohe Schadstoffbelastung des Wassers im Harz eingegangen.
Der nächste Absatz beschäftigt sich mit dem Sauerland. Hier werden vor allem die wasserwirtschaftliche Bedeutung der Ruhr und das komplexe Aufgabenfeld der Wasserwirtschaft in diesem Gebiet erläutert.
Im Schluss werden die drei Teilräume kurz miteinander verglichen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Eifel
3. Oberharz
4. Sauerland
5. Schluss
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die wasserwirtschaftliche Bedeutung der Mittelgebirgsschwelle durch einen vergleichenden Blick auf die Regionen Eifel, Oberharz und Sauerland, wobei die Anpassungsstrategien an regionale Niederschlagsschwankungen und spezifische industrielle Anforderungen im Fokus stehen.
- Regionale Unterschiede in der Wasserwirtschaft
- Bedeutung von Talsperren zur Wasserregulierung
- Historische industrielle Wassernutzung
- Herausforderungen durch Schadstoffbelastungen
- Wasserbedarf von Großräumen und Industrie
Auszug aus dem Buch
2. Die Eifel
Die Eifel ist ein Gebiet, das sehr reich an Wasser ist. Dies kann mit bloßem Auge anhand der großen Stauseen und den vielen Flüssen und Bächen gesehen werden. Der Reichtum an Wasser entsteht durch die hohen Niederschlagsmengen, vor allem in der Nordeifel. Hier befindet sich ein Staugebiet, in dem aus Südwesten und Nordwesten einströmende Luftmassen, die besonders niederschlagsbringend sind, gestaut werden.
Das Staugebiet befindet sich auf der Westseite der Rur-Wasserscheide, was dazu führt, dass in diesem Gebiet ca. 1300 mm Niederschläge fallen (Durchschnitt für Deutschland: 770 mm), während es im Gebiet des Unterlaufs der Rur nur 600 mm sind (Ebeling 1972).
Diesen Wasserreichtum wussten schon die alten Römer für sich zu nutzen, die das Wasser aus dem Quellgebiet der Urft zur Versorgung ihrer Stadt Colonia Claudia Ara Agrippinensis, dem heutigen Köln, benutzten (Ebeling 1972). Sie waren dazu gezwungen, da das Wasser aus den Quellen des Vorlandes zur Versorgung der Stadt nicht ausreichten. Der Transport des Wassers gelang ihnen mit Hilfe eines Kanals. Er war 95,4 Kilometer lang, hatte ein Gefälle von insgesamt 400 Metern (Kreisel 1997) und beförderte 30 000 Kubikmeter Wasser am Tag. Der Kanal war als Gefälleleitung konzipiert und zum Schutz gegen Frost wurde er mit Erde abgedeckt oder unterirdisch verlegt (Ebeling 1972).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die wasserwirtschaftliche Relevanz der Mittelgebirgsregionen Eifel, Oberharz und Sauerland ein und skizziert die methodische Vorgehensweise des Vergleichs.
2. Die Eifel: Das Kapitel analysiert den hohen Wasserreichtum der Region, die historische Nutzung durch die Römer sowie die industrielle Bedeutung und die moderne Regulierung durch Talsperren.
3. Oberharz: Hier wird das Oberharzer Wasserregal als historisches System zur Unterstützung des Bergbaus sowie die Problematik der Schadstoffbelastung des Wassers thematisiert.
4. Sauerland: Der Fokus liegt auf der wasserwirtschaftlichen Nutzung der Ruhr, dem hohen Wasserbedarf der Industrie im Ruhrgebiet und der Funktion der Talsperren für den Hochwasserschutz und die Reinigung.
5. Schluss: Dieses Kapitel fasst die gemeinsamen Merkmale der drei Regionen als Niederschlagsstaugebiete zusammen und vergleicht die unterschiedlichen Ansätze der Wassernutzung.
Schlüsselwörter
Wasserwirtschaft, Mittelgebirgsschwelle, Eifel, Oberharz, Sauerland, Talsperren, Wasserregal, Trinkwasserversorgung, industrielle Wassernutzung, Niederschlagsstau, Ruhrverband, Wasserqualität, Hochwasserschutz, Energiegewinnung, Bergbau
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der wasserwirtschaftlichen Bedeutung dreier deutscher Mittelgebirgsregionen und analysiert, wie diese Gebiete mit natürlichen Schwankungen des Wasserangebots umgehen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die Niederschlagsverhältnisse, die historische und moderne industrielle Wassernutzung, der Bau von Talsperren sowie ökologische Herausforderungen durch Schadstoffe.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die spezifische wasserwirtschaftliche Rolle der Teilräume Eifel, Oberharz und Sauerland darzustellen und Gemeinsamkeiten in deren Bewirtschaftungsstrategien aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Es handelt sich um eine vergleichende geographische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur und wasserwirtschaftlichen Daten basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in drei regionale Fallstudien, die detailliert auf die hydrologischen Besonderheiten und die technischen Lösungen zur Wasserregulierung in den jeweiligen Gebieten eingehen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Talsperrenbau, Oberharzer Wasserregal, industrielle Nutzung, Trinkwasserversorgung und Niederschlagsgradienten charakterisiert.
Welche besondere Bedeutung hat das Oberharzer Wasserregal?
Es handelt sich um ein historisches, ausgeklügeltes System aus Gräben und Teichen, das ursprünglich zur Wasserkraftgewinnung für den Bergbau errichtet wurde und heute als technisches Denkmal gilt.
Warum ist die Wasserqualität im Sauerland trotz hoher industrieller Nutzung vergleichsweise gut?
Dies ist primär auf das frühe Engagement des Ruhrverbandes zurückzuführen, der bereits seit 1899 die Wassergüterwirtschaft koordiniert und gezielt Kläranlagen plant.
Welche Rolle spielen Talsperren heute in der Eifel?
Neben der ursprünglichen Wasserregulierung und Energieerzeugung dienen die Stauseen heute zunehmend als Naherholungsgebiete und Touristenattraktionen.
- Quote paper
- Benjamin Kober (Author), 2006, Die wasserwirtschaftliche Bedeutung der Mittelgebirgsschwelle im Vergleich der Teilräume Eifel, des westlichen Sauerlandes und des Oberharzes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78812