In der folgenden Arbeit werde ich mich mit dem Wandel der Rolle der Frau in der Gesellschaft beschäftigen. Wo stand sie damals, in vorindustrieller Zeit? Wo steht sie heute?
Welche Erwartungen stellen Politik und Gesellschaft an sie?
Im Vordergrund steht hierbei der Disput der Frauen zwischen Familie und Karriere.
Was eigentlich in der Natur des Menschen liegt, ist heute zu einer konfliktreichen und meist auch lebensverändernden Entscheidung geworden.
Immer wieder bewegt sich die moderne Frau auf einem schmalen Grat zwischen beruflicher Integration und familiärer Abstinenz, immer wieder endet das Kind als Karrierebremse und trotzdem gibt es sie, die erfolgreichen Gratwanderinnen.
Warum habe ich mich gerade für dieses Thema entschieden? Da ich selbst gerade in einer akademischen Ausbildung stecke, wird sich für mich auch in naher Zukunft die Frage stellen: Familie oder Karriere? Bringe ich beides unter einen Hut? Erst die berufliche Position sichern, dann der Kinderwunsch?
Ich denke diese Thematik ist stets aktuell und hat mich selbst zum nachdenken gebracht: hat sich die Rolle der Frau so drastisch verschoben? „Vom Heimchen zur Emanze?“
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Die Familien in vorindustrieller Zeit
Werbung der 50er Jahre: "Was soll ich anziehen?" und "Was koch ich heute?"
Ein Leben ohne Kinder heute -
Gewollt oder ungewollt
Die Familienpolitik -
Was Gesellschaft und Politik von der heutigen Frau erwarten
Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen und gesellschaftlichen Wandel der Frauenrolle von der vorindustriellen Zeit bis in die Gegenwart, wobei der Fokus auf dem Spannungsfeld zwischen beruflicher Karriere und dem Wunsch nach Familie liegt.
- Historische Entwicklung der Frauenrolle und Individualisierungsprozesse
- Einfluss von Industrialisierung und gesellschaftlichen Erwartungen
- Gründe und Beweggründe für gewollte sowie ungewollte Kinderlosigkeit
- Die Rolle der modernen Familienpolitik in Bezug auf die Lebensentwürfe von Frauen
- Disput zwischen beruflicher Selbstverwirklichung und traditionellen Familienrollen
Auszug aus dem Buch
Die Rolle der Frau in vorindustrieller Zeit... und heute
Im folgenden gehe ich auf die Individualisierung der Frau in den letzten 4 Jahrhunderten ein und werde dabei die Entwicklung der Gesellschaft als Leitfaden nutzen, um den Einfluss von Wirtschaft, Recht und Bildung auf die familiäre und gesellschaftliche Position der Frau Gestern und Heute darzustellen.
„Vom Heimchen zur Emanze?!“ Zu vorindustrieller Zeit bestand eine Arbeits- und Lebensform wie sie uns heute längst fremd geworden ist, nicht das Familiäre auf emotionaler Ebene sondern der Familienhaushalt als Wirtschaftsgemeinschaft stand im Vordergrund; Wirtschaftlichkeit statt Gefühle. In dieser Epoche bestand die Masse der Bevölkerung aus Bauern und Handwerkern, jeder Haushalt, mit all seinen Bewohnern, trug hier zur Existentsicherung der Wirtschaftsgemeinschaft bei, „[...](dass) war das oberste Gebot, die tägliche Existenzsicherung und der Erhalt der Generationenabfolge. Unter diesen Bedingungen blieb wenig Raum für persönliche Neigungen, Gefühle, Motive“(E. Beck- Gernsheim, 1997: S.25). Womit die hohe Anzahl von Kindern im Vergleich zu heute wohl eindeutig ökonomische Gründe hatte; der Nachwuchs als Alterssicherung, Erbe und Namensträger, sowie als Arbeitskraft.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation der Autorin, sich mit dem Wandel der Frauenrolle und dem modernen Disput zwischen Beruf und Familie auseinanderzusetzen.
Die Familien in vorindustrieller Zeit: Dieses Kapitel analysiert die Struktur des Familienhaushalts als Wirtschaftsgemeinschaft, in der individuelle Gefühle gegenüber der Existenzsicherung in den Hintergrund traten.
Ein Leben ohne Kinder heute - gewollt oder ungewollt: Hier werden soziologische Faktoren und Beweggründe diskutiert, die Frauen dazu führen, sich gegen Kinder zu entscheiden oder ungewollt kinderlos zu bleiben.
Die Familienpolitik - Was Gesellschaft und Politik von der heutigen Frau erwarten: Das Kapitel hinterfragt die Wirksamkeit politischer Maßnahmen zur Familienförderung und beleuchtet die Erwartungshaltung der Gesellschaft gegenüber der modernen Frau.
Fazit: Das Fazit fasst den Wandel der Frauenrolle zusammen und betont die heute gewonnene individuelle Freiheit, den persönlichen Lebensentwurf zwischen Familie und Beruf selbstbestimmt zu wählen.
Schlüsselwörter
Emanzipation, Frauenrolle, vorindustrielle Zeit, Individualisierung, Kinderlosigkeit, Familienpolitik, Karriere, Berufschancen, Erwerbstätigkeit, moderne Gesellschaft, Geschlechterrollen, Selbstverwirklichung, Lebensentwurf
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Wandel der Rolle der Frau in der Gesellschaft über die letzten Jahrhunderte und analysiert, wie sich das Verhältnis zwischen Familie, Beruf und Selbstbestimmung entwickelt hat.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die ökonomische und soziale Position der Frau in der vorindustriellen Ära, die Faktoren für Kinderlosigkeit in der Moderne und die Rolle der staatlichen Familienpolitik.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den Transformationsprozess von der Frau als Teil einer wirtschaftlichen Zweckgemeinschaft hin zur modernen, selbstbestimmten Frau im Spannungsfeld zwischen Karriere und Familie nachzuzeichnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und stützt sich auf soziologische Studien und gesellschaftliche Entwicklungen als Leitfaden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Analyse der vorindustriellen Familie, die Untersuchung der Kinderlosigkeit und die kritische Betrachtung der aktuellen familienpolitischen Rahmenbedingungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Emanzipation, Individualisierung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die verschiedenen Formen der Kinderlosigkeit.
Welche Gründe führen laut der Untersuchung meist zur gewollten Kinderlosigkeit?
Laut der Arbeit sind Freiheit, die Wahrung der Unabhängigkeit, der Wunsch nach beruflicher Selbstverwirklichung und die Angst vor finanzieller Belastung oder einer negativen Beeinflussung der Partnerschaft zentrale Faktoren.
Wie bewertet die Autorin die Rolle der Familienpolitik?
Sie kritisiert, dass familienpolitische Maßnahmen oft nur auf ökonomische Anreize setzen, während die Gründe für Kinderlosigkeit in der modernen Gesellschaft deutlich komplexerer Natur sind.
- Quote paper
- Marlen Klemaschewski (Author), 2007, Emanzipation der Frau - "Vom Heimchen zur Emanze!?", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78578