Die folgende Arbeit wird sich mit dem Phänomen der globalen Kommunikation und dessen Bedeutung für den Geschichtsunterricht beschäftigen.
Im Rahmen des Hauptseminars „Neue Weltgeschichte im Geschichtsunterricht“, wurden die verschiedenen Ansätze, Möglichkeiten und auch Schwierigkeiten, welche sich aus dem Thema „Globalisierung im Geschichtsunterricht“ ergeben, besprochen und ausgewertet. Wir konnten in diesem Seminar feststellen, dass Globalisierung in den Lehrplänen noch eine sehr geringe Rolle spielt. Im Zentrum der schulischen Geschichtsausbildung, stehen immer noch die Themen der europäischen Geschichte. Dass die Vernetzung der Welt immer mehr voranschreitet, ist jedoch nicht mehr von der Hand zu weisen. Damit, muss es auch für die Institution Schule zu einem Ziel werden, die Schüler auf dieses neue Weltbewusstsein vorzubereiten. Insbesondere die Kommunikation ist eine Grundvoraussetzung für den interkulturellen Austausch. Ihre Geschichte, ist die Geschichte der menschlichen Entwicklung überhaupt, der kulturellen Emanzipation des Menschen bis hin zur Zivilisation.
Inhaltsverzeichnis
I. Vorbemerkung
II. Einführung in die Termini
III. Kommunikationsgeschichte als Spiegel der kulturellen Emanzipation des Menschen
IV. Kommunikation als Voraussetzung der Globalisierung
V. Barrieren der interkulturellen Kommunikation
VI. Gefahren der globalen Kommunikationsmöglichkeiten
VII. Zum Verhältnis globaler Kommunikation und deren Ausnahmen
VIII. Aufgaben für den Geschichtsunterricht
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der globalen Kommunikation im Kontext der schulischen Geschichtsbildung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie der Geschichtsunterricht Schüler auf die Herausforderungen einer vernetzten Welt vorbereiten kann, indem er das Verständnis für kulturelle Prägungen und die kritische Medienkompetenz fördert.
- Die Rolle der Kommunikation als Motor der Globalisierung
- Die enge Verknüpfung von kultureller Identität und Kommunikationsformen
- Barrieren und Schwierigkeiten in der interkulturellen Verständigung
- Kritische Analyse der globalen Medienlandschaft und ihrer lückenhaften Informationsvermittlung
- Didaktische Konzepte zur Vermittlung interkultureller Kompetenz im Geschichtsunterricht
Auszug aus dem Buch
V. Barrieren der interkulturellen Kommunikation
Die Feststellung, dass es in der interkulturellen Kommunikation verschiedener Kulturen, größere Problem gibt, als bei Menschen gleicher Kulturteilhabe, ist nicht neu. Und trotzdem müssen wir dieses Phänomen noch genauer betrachten, wenn wir im Unterricht die Verständigung und das Aufeinandertreffen, von Menschen verschiedener Kulturteilhabe, behandeln.
Auch hier soll uns folgende Definition, des Begriffs „Kultur“, ein Standbein für die weiteren Ausführungen sein. Forscher die sich theoretisch mit diesem Phänomen beschäftigen, sind sich einig, „dass Kultur einen sehr weiten Bereich umfasst, der von vom Menschen hergestellten Gegenständen, Werkzeugen und so weiter, über Werte, Ideen, Weltbilder, Sprache und Philosophien bis hin zur Art und Weise des Umgangs mit belebten und unbelebten Dingen, Subjekten wie Objekten, reicht.“ Das bedeutet also, dass Menschen der gleichen Kulturteilhabe den selben „Code“ besitzen. Sie verfügen also über ein riesiges Zeichenrepertoire dessen Bedeutung sie genau kennen. Menschen aus anderen Kulturen sind mit diesen „Zeichen“ nicht vertraut oder geben ihnen eine andere Bedeutung, so dass es hier zu Missverständnissen kommen kann.
Woran erkennen wir nun aber eine andere Kultur? Sind es die verschiedenen Orte, Sprachen, Traditionen oder Erscheinungsbilder? Wir können keine genauen Grenzen ziehen, wo eine Kultur anfängt und wo sie aufhört. Am Ende entscheidet unser Alltagsverstand. Alles was einem „fremd“ erscheint und nicht in unsere „Wir – Gruppe“ passt, wird als eine andere Lebensweise interpretiert. Diese Grenzen müssen in der interkulturellen Kommunikation überwunden werden. Unter Kommunikationsbarrieren kann man auch den Verlust eines Briefes oder die Störung in einer Telefonleitung meinen. Auf solche Störungen möchte ich im folgenden aber nicht eingehen, da sie für unser Thema nicht relevant sind.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Vorbemerkung: Einführung in die Relevanz der globalen Kommunikation für das Weltbewusstsein der Schüler und die Kritik an der bisher selektiven Behandlung von Weltgeschichte in Lehrplänen.
II. Einführung in die Termini: Definition und Abgrenzung der zentralen Begriffe „Globalisierung“ und „Kommunikation“ im wissenschaftlichen Kontext.
III. Kommunikationsgeschichte als Spiegel der kulturellen Emanzipation des Menschen: Darstellung der historischen Entwicklung von Kommunikationsmedien von der Schrift bis zum Buchdruck und deren Bedeutung für die Zivilisation.
IV. Kommunikation als Voraussetzung der Globalisierung: Analyse der technischen Vernetzung und der notwendigen Auseinandersetzung mit dem Eigenen und dem Fremden im Unterricht.
V. Barrieren der interkulturellen Kommunikation: Untersuchung der Schwierigkeiten beim Aufeinandertreffen unterschiedlicher kultureller Codes und Annahmen.
VI. Gefahren der globalen Kommunikationsmöglichkeiten: Kritische Reflexion über Medienkonzentration, Oberflächlichkeit der Berichterstattung und soziale Risiken durch technologische Überwachung.
VII. Zum Verhältnis globaler Kommunikation und deren Ausnahmen: Diskussion der ungleichen Verteilung von Informationszugängen zwischen Industrieländern und der Dritten Welt.
VIII. Aufgaben für den Geschichtsunterricht: Vorstellung didaktischer Ansätze und Kompetenzziele zur Förderung interkultureller Kompetenz und historisch-didaktischer Erschließung globaler Themen.
Schlüsselwörter
Globalisierung, Kommunikation, Geschichtsunterricht, Kulturteilhabe, Interkulturelle Kompetenz, Weltgesellschaft, Medienrevolution, Kulturstandards, Weltbewusstsein, interkulturelle Verständigung, Medienkritik, Identität, Globalgeschichte, Wissensvermittlung, Zivilisation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt die Rolle globaler Kommunikationsprozesse und deren Bedeutung für den Geschichtsunterricht in einer zunehmend vernetzten Welt.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Kommunikationsgeschichte, der interkulturellen Verständigung, den Gefahren einer globalen Medienlandschaft und der Verteilung von Informationsmöglichkeiten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer durch die Thematisierung globaler Kommunikation ein interkulturelles Verständnis und Toleranz bei Schülern fördern können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit geschichtsdidaktischer Fachliteratur und aktuellen Diskursen zur Globalisierung und Interkulturalität.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden Begriffe definiert, die historische Entwicklung der Kommunikation beleuchtet, Barrieren im Dialog zwischen Kulturen identifiziert und Chancen sowie Gefahren der globalen Vernetzung abgewogen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Globalisierung, Kommunikation, Geschichtsunterricht, Interkulturelle Kompetenz und Kulturstandards.
Warum spielt der Kulturbegriff eine so wichtige Rolle in der Arbeit?
Die Arbeit betont, dass Kommunikation immer an Kultur gebunden ist; ein Verständnis für fremde Kulturstandards ist daher essenziell für die Vermeidung von Missverständnissen.
Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Massenmedien?
Die Arbeit sieht in Massenmedien einerseits ein Instrument der Integration in die Weltgesellschaft, kritisiert aber scharf die Oberflächlichkeit und das Nord-Süd-Gefälle beim Informationszugang.
- Arbeit zitieren
- Manuela Piel (Autor:in), 2007, Kommunikation als Voraussetzung der Globalisierung - Möglichkeiten und Schwierigkeiten für den Geschichtsunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78546