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Sind alle Menschen Personen? Über den Personenbegriff bei John Locke, Peter Singer und Robert Spaemann

Titel: Sind alle Menschen Personen? Über den Personenbegriff bei John Locke, Peter Singer und Robert Spaemann

Hausarbeit , 2007 , 14 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Katrin Nowka (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll es vornehmlich um Robert Spaemanns Personenbegriff gehen. Hierzu wird zunächst auf John Lockes und Peter Singers Personenbegriff eingegangen, da Singer in der Lockschen Tradition steht, welcher in Spaemanns Argumentation den Mittelpunkt bildet. Folgend wird der Personenbegriff Spaemanns erläutert. Da Spaemanns explizit verfolgtes Ziel ist, mit dem Buch „Personen, Versuche über etwas und jemand“ mit Peter Singer in die Debatte zu gehen, soll danach betrachtet werden, inwieweit Spaemann in der Lage ist, Singer zu widerlegen. Die Frage, die beantwortet werden soll ist die, ob alle Menschen Personen seien.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Über Robert Spaemann

3 Personenbegriff bei John Locke und Peter Singer

3.1 John Locke

3.2 Peter Singer

4 Robert Spaemanns Personenbegriff

4.1 Erste Hinweise

4.2 Eigenschaften von Personen

5 Sind alle Menschen Personen?

6 Schlussbemerkungen

7 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Personenbegriff des Philosophen Robert Spaemann. Ziel ist es, Spaemanns Gegenentwurf zur Position von Peter Singer, der in der Tradition von John Locke steht, zu analysieren und zu prüfen, inwieweit Spaemanns Argumentation in der Kernfrage, ob alle Menschen Personen sind, überzeugt.

  • Vergleich der Personenbegriffe von John Locke und Peter Singer
  • Analyse der philosophischen Grundlagen bei Robert Spaemann
  • Diskussion des Status von Menschen ohne Selbstbewusstsein oder Rationalität
  • Kritische Betrachtung des Vorwurfs des Speziesismus
  • Untersuchung der Verbindung von biologischer Zugehörigkeit und Personalität

Auszug aus dem Buch

4 Robert Spaemanns Personenbegriff

„Wir nennen Menschen Personen, weil sie auf andere Weise als jene Lebewesen, die es sonst gibt, das sind, was sie sind. Was sie sind, setzt sich zusammen aus Eigenschaften, die sie größtenteils mit anderen teilen. Die individuelle Kombination dieser Eigenschaften wird wahrscheinlich immer einzigartig sein. Aber was Personen zu Personen macht, ist nicht ihre Einzigartigkeit, sondern ihre Einzigkeit.“ (Spaemann, 175)

Schon im Vorwort mach Spaemann deutlich, worin für ihn die Besonderheit der Personen liegt: „Daß Menschen mit allem, was es gibt, auf eine tiefere Weise verbunden sind als alles andere, was es gibt, untereinander verbunden ist, das heißt, daß sie Personen sind.“(Spaemann, 12) Sein Buch zielt darauf ab, genau dies zu zeigen.

Spaemann geht zunächst auf unterschiedliche Verwendungen und die Herkunft des Begriffes der „Person“ ein. Hierbei erhebt er nicht den Anspruch der Vollständigkeit, sondern sieht dies als reine Aufzählung. Er will aufzeigen, dass wir, wenn wir vom Begriff der Person sprechen, es mit einem höchst komplexen Gebilde zu tun haben, das in sich den Grund dafür trägt, warum der Mensch auch immer Person sein muss. So wird der Begriff der Person numerisch gebraucht, zum Beispiel im Wort „Personenzüge“ oder dass eine gewisse Anzahl an Personen zum Essen erwartet würde. Weiterhin erwähnenswert ist der grammatikalische Gebrauch des Wortes, wenn wir von 1., 2. oder 3. Person sprechen. Hierin liegt nach Spaemann auch eine Wurzel unseres heutigen Gebrauchs des Begriffes. Die prädikative Nutzung stellt er besonders in den Mittelpunkt, dies sei also wann immer über ein Wesen gesagt wird, es sei Person.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik des Personenbegriffs bei Robert Spaemann im Vergleich zu Peter Singer und Darstellung der zentralen Forschungsfrage.

2 Über Robert Spaemann: Biografische Skizze des Philosophen Robert Spaemann unter besonderer Berücksichtigung seines christlich geprägten Weltbildes.

3 Personenbegriff bei John Locke und Peter Singer: Erläuterung der empiristischen Definition bei Locke und der utilitaristischen Erweiterung durch Singer, die Personalität an bestimmte Eigenschaften knüpfen.

4 Robert Spaemanns Personenbegriff: Darstellung von Spaemanns Verständnis der Person als ein Wesen, das nicht über Einzigartigkeit, sondern Einzigkeit definiert ist und durch Intentionalität sowie Transzendenz charakterisiert wird.

5 Sind alle Menschen Personen?: Kritische Auseinandersetzung mit der These, dass der Mensch aufgrund seiner biologischen Natur in seiner Gesamtheit als Person zu betrachten ist, unabhängig von aktuellen kognitiven Fähigkeiten.

6 Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Einschätzung der Positionen, wobei Spaemanns Ansatz als humaner und stimmiger bewertet wird.

7 Literatur: Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Robert Spaemann, Peter Singer, John Locke, Personenbegriff, Personalität, Menschenrechte, Speziesismus, Intentionalität, Identität, Selbstbewusstsein, Rationalität, Bioethik, Natur des Menschen, christliche Philosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit?

Die Arbeit untersucht den Begriff der „Person“ in der Philosophie, insbesondere im Kontext der Debatte zwischen Robert Spaemann und Peter Singer.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen Fragen der Identität, der Anerkennung als Person, der Abgrenzung von „Mensch“ und „Person“ sowie die ethische Bedeutung von biologischer Zugehörigkeit.

Was ist die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage der Arbeit lautet: „Sind alle Menschen Personen?“ und geht dabei kritisch auf die Positionen ein, die Personalität an kognitive Fähigkeiten knüpfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse und komparative Untersuchung der Argumentationen von Spaemann, Singer und Locke.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die unterschiedlichen Personenverständnisse, diskutiert den Vorwurf des Speziesismus und erörtert Spaemanns Argumente gegen eine rein an kognitiven Fähigkeiten orientierte Definition von Personalität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Personenbegriff, Personalität, Identität, Anerkennung, biologische Zugehörigkeit, Intentionalität und Menschenrechte.

Wie unterscheidet sich Spaemanns Ansatz von dem Singers?

Während Singer die Personalität an das Vorhandensein spezifischer Eigenschaften wie Selbstbewusstsein bindet, sieht Spaemann die Personalität als fest mit der menschlichen Gattung verbunden an, wobei die „Animalität“ als Medium der Person fungiert.

Welche Rolle spielt die Religion in dieser Arbeit?

Die Arbeit beleuchtet, dass Spaemanns Philosophie stark christlich geprägt ist, was beispielsweise in seiner Auffassung von Nächstenliebe und der moralischen Verantwortung des Menschen vor Gott zum Ausdruck kommt.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sind alle Menschen Personen? Über den Personenbegriff bei John Locke, Peter Singer und Robert Spaemann
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
1,7
Autor
Katrin Nowka (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
14
Katalognummer
V77965
ISBN (eBook)
9783638834827
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sind Menschen Personen Personenbegriff John Locke Peter Singer Robert Spaemann
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katrin Nowka (Autor:in), 2007, Sind alle Menschen Personen? Über den Personenbegriff bei John Locke, Peter Singer und Robert Spaemann, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77965
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Leseprobe aus  14  Seiten
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