Von Prüfständen erzeugte Messdaten werden ausgewertet und visualisiert. Dabei kann es vorkommen, dass sich Fehler einschleichen und die Messdaten nicht mehr auswertbar sind. Dies kann mehrere Gründe haben:
- defekte Messtechnik (z.B. Wackelkontakt)
- Fehler bei der Messdatenaufzeichnung (z.B. Softwarefehler)
- Fehler bei der Definition der Messdatenerfassung (z.B. Benutzereingabefehler)
Durch diese Fehler werden Berechnungen erschwert, im schlimmsten Fall ist diese sogar unmöglich. Da es aus Kosten- bzw. Zeitgründen nicht immer möglich ist, eine Prüfung auf dem Prüfstand zu wiederholen, muss eine Lösung gefunden werden, mit der man diese Fehler auch später ausmerzen kann.
Aufgabenstellung der Diplomarbeit:
Die Messdaten sollen nach der Prüfung zunächst unterschiedlichen Analysefunktionen unterworfen und anschließend falls möglich automatisch bzw. manuell korrigiert. Die korrigierten Messdaten sind dann abzuspeichern, um eine Auswertung mit der vorhandenen Auswertesoftware ohne Hindernisse zu ermöglichen
Ziel der Anwendung:
Das Messdatenanalysetool soll das spätere aufwendige Lokalisieren von Fehlern aufgrund fehlerhafter Messdaten verhindern und somit zeitliche Ersparnisse für den User mitbringen. Mit der Messdatenkorrektur können aufwendige und kostenintensive Messwiederholungen verhindert werden, was zu einer Steigerung der Produktivität beim Testen führt.
Technischer Ansatz:
Nach den Möglichkeiten von DIAdem von National Instruments wird MEDALYST an die Berechnungen und Analyseverfahren des bestehenden Formats angelehnt und um weitere Funktionen ergänzt. Die weiteren Funktionen werden mit VB in DIAdem geschrieben.
Diese Applikation soll eine einfache Benutzerführung bei zugleich konsistenten Daten gewährleisten.
Funktionalität von MEDALYST:
Bevor die Messdaten berechnet und ausgewertet werden, sollen sie zuerst analysiert werden. Das Ziel dabei ist, fehlerhafte Daten sofort zu korrigieren und somit nachfolgende und langwierige Suchprozesse zu erübrigen. Diese Plausibilitätsprüfung soll der Anwender an einer Benutzeroberfläche durchführen können.
Analyse ohne Sekundärliteratur.
Inhaltsverzeichnis
0. Executive Summary
1. Einleitung
1. 1 Allgemeine Beschreibung der Funktionalität
2. DIADEM
2.1 Übersicht über DIAdem 10.0
2.2 Arbeiten mit Dialogen
2.3 DIAdem-Modul „View“
2.3.1 Anzeige der Analyse-Ergebnisse
2.3.2 Kontextfunktionen
2.4 Installation und Konfiguration des Messdatenanalysetools
2.5 Bewertung von DIAdem
3. Beschreibung des Messdaten-Analysetools MEDALYST
3.1 Anfangsbedingung
3.2 Ausreißer
3.3 Bereichsprüfung
3.4 Endbedingung
3.5 Fehlende Messdaten(NOVALUE) – Bereich
3.6 Fehlende Messdaten(NOVALUE) – Gesamt
3.7 Kanalabhängigkeit(Übersprechen)
3.8 Kanallänge
3.9 Monotonie
3.10 Steigung
4. MEDALYST-Bedienungsanleitung
4.1 Überblick
4.2 Erste Schritte
4.3 Die MEDALYST-Bedienung
4.3.1 Überblick über die GUI
4.3.2 Ablaufdiagramm
4.4 MEDALYST-Funktionsreferenz
4.4.1 Registerkarten
4.4.2 Buttons
4.4.3 Weitere Bedienungshilfen
4.4.4 Probleme
5 Fazit
5.1 Vorteile
5.2 Know-How-Gewinn
5.3 Vorschläge für die Weiterentwicklung des Produkts
Anhang A: Quellcode zu Kanalabhängigkeit(Übersprechen)
Anhang B: Quellcode zu „On Error Resume Next“
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Messdatenanalysetools namens MEDALYST, das unter Verwendung von DIAdem erstellt wurde. Das primäre Ziel besteht darin, fehlerhafte Messdaten von Prüfständen automatisiert oder manuell zu korrigieren, um zeitaufwendige Messwiederholungen zu vermeiden und eine fehlerfreie Auswertung zu ermöglichen.
- Entwicklung eines Messdatenanalysetools auf Basis von DIAdem
- Implementierung verschiedener Analysefunktionen zur Plausibilitätsprüfung
- Automatisierte und manuelle Korrekturmechanismen für Messdaten
- Erstellung einer benutzerfreundlichen GUI zur Steuerung der Analyse
- Protokollierung der Analyseergebnisse mittels Log-Dateien
Auszug aus dem Buch
3.1 Anfangsbedingung
Analyse: Eine vom Benutzer vorgegebene Anzahl von Messwerten ab dem Anfang des Kanals gerechnet muss eine bestimmte Bedingung erfüllen. Sie dürfen einen bestimmten Schwellenwert nicht über- bzw. unterschreiten, ansonsten wird angenommen, dass der Anfang der Messdaten vom vorhergehenden Versuch sind und die Rote Ampel erscheint. Durch die Toleranzeingabe kann man eine Gelbe Ampel erzwingen.
Benutzereingaben für Analyse: - Werteanzahl: Anzahl der zu überprüfenden Werte ab dem Anfang - Bedingung: Vergleichsbedingung bezogen auf Wert(<, >, =) - Wert: y-Wert, der von keinem Punkt der Kurve unterschritten bzw. überschritten werden darf(je nach Bed.) - Tol.-Wert: Ab welcher Steigungsdifferenz handelt es sich um einen Ausreißer - Tol.-Typ: Toleranztyp(absolut oder %, Gelbe Ampel)
Korrektur: In einer Schleife wird vom ersten Wert bis zu dem vom User im Reiter „Korrektur“ festgelegten Wert „Werteanzahl“ durchgegangen und überprüft, ob ein Messpunkt nicht die Anfangsbedingung erfüllt. Wenn dies der Fall ist, wird er auf den „zu setzenden Wert“ gesetzt. Dadurch kann man im schlimmsten Fall eine Konstante zur X-Achse erhalten. Man hätte auch diese Punkte mit Zufallszahlen füllen können, wurde aber deswegen nicht gemacht, weil es sich hier nicht um gemessene Werte handelt. Diese Unterscheidung zwischen gemessenen und korrigierten Werten sollte schon gegeben sein! Nach der erfolgreichen Korrektur erhält man als Ergebnis eine Grüne Ampel!
Zusammenfassung der Kapitel
0. Executive Summary: Kurze Vorstellung des entwickelten Tools MEDALYST zur Erkennung und Korrektur von Messdatenfehlern.
1. Einleitung: Erläuterung der Problemstellung durch defekte Messtechnik und Aufgabendefinition zur Automatisierung der Messdatenkorrektur.
2. DIADEM: Vorstellung der Software-Plattform DIAdem sowie deren Arbeitsbereiche und Funktionalitäten, die als Basis für MEDALYST dienen.
3. Beschreibung des Messdaten-Analysetools MEDALYST: Detaillierte Erläuterung der verschiedenen Analyse- und Korrekturalgorithmen, die für die Plausibilitätsprüfung der Messdaten eingesetzt werden.
4. MEDALYST-Bedienungsanleitung: Praxisnahe Anleitung zur Bedienung der grafischen Benutzeroberfläche und Erläuterung der einzelnen Programmfunktionen.
5 Fazit: Resümee über die erreichten Zeit- und Kostenersparnisse sowie Ausblick auf mögliche Weiterentwicklungen.
Schlüsselwörter
Messdatenanalyse, MEDALYST, DIAdem, Plausibilitätsprüfung, Datenkorrektur, Messdatenaufzeichnung, Visual Basic, Automatisierung, Signalverarbeitung, Fehlerlokalisierung, Softwareentwicklung, Prüfstanddaten, Messwertkorrektur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Es geht um die Entwicklung eines Messdatenanalysetools, das Fehler in von Prüfständen erzeugten Messdaten identifiziert und korrigiert.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die automatisierte Datenanalyse, Plausibilitätsprüfungen, Korrekturmethoden sowie die GUI-Entwicklung mit DIAdem.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Steigerung der Produktivität bei der Testauswertung durch das automatische Auffinden und Korrigieren fehlerhafter Messdaten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Softwareentwicklungsmethodik angewandt, die auf Algorithmen zur Datenprüfung, statistischen Verfahren und grafischen Benutzeroberflächen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil beschreibt detailliert die verschiedenen Analysefunktionen (wie Monotonie, Bereichsprüfung, Ausreißer) und die Bedienung des entwickelten Tools MEDALYST.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Messdatenanalyse, MEDALYST, DIAdem, Korrekturalgorithmen und Plausibilitätsprüfung.
Wie unterscheidet MEDALYST zwischen Messdaten-Fehlern?
Das System nutzt Ampelfarben (Grün, Gelb, Rot) als Indikatoren für den Status der Analyse und die Schwere der Abweichungen.
Warum wird VBS als Skriptsprache in DIAdem verwendet?
VBS ist die in DIAdem integrierte Sprache, die genutzt wurde, um die Benutzeroberfläche und die Berechnungslogik innerhalb der DIAdem-Umgebung zu implementieren.
- Quote paper
- Thomas Bloch (Author), 2007, Software zur Messdatenanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77855