Die vorliegende Seminararbeit soll einen Versuch darstellen, die Möglichkeiten und Grenzen psychologischer Forschung in Bezug auf das Phänomen des Terrorismus auszuloten sowie bislang vorherrschende Ansätze und Beiträge zusammen zu tragen. Hierbei soll keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit erhoben werden, zumal die Realisierung einer solchen grundsätzlich fragwürdig erscheint und den für eine Seminararbeit angemessenen Umfang bei Weitem übersteigen müsste. Auch sollen hier psychologische Beiträge (von denen es sehr viele gibt) zur Behandlung von Opfern von Terrorismus nicht abgehandelt werde; diese umfangreiche Thematik bedarf wohl einer weiteren Auseinandersetzung.
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Einleitung: Zur Definition von Terrorismus
- Überblick zur psychologischen Terrorismusforschung: Persönlichkeitsbezogene vs. Gruppenbezogene Erklärungsversuche
- Überblick zur psychologischen Terrorismusforschung: „Alter“ und „Neuer“ Terrorismus
- Überblick zur psychologischen Terrorismusforschung: Die Konsequenzen von Terrorismus
- Überblick zur psychologischen Terrorismusforschung: Ausblick
- Terrorismus zwischen „Syndrom“ und „Werkzeug“
- Terrorismus als „Syndrom“
- Terrorismus als „Werkzeug“
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Seminararbeit zielt darauf ab, die Möglichkeiten und Grenzen der psychologischen Forschung in Bezug auf das Phänomen des Terrorismus zu untersuchen und die dominierenden Ansätze und Beiträge zu präsentieren. Sie soll keine Vollständigkeit beanspruchen, da eine solche grundsätzlich fragwürdig ist und den Umfang einer Seminararbeit bei Weitem übersteigen würde.
- Definition und Abgrenzung von Terrorismus
- Psychologische Erklärungsansätze für Terrorismus
- Kritik an der „Psychopathologie des Terrorismus“
- Die Rolle von Angst und strategischer Gewaltanwendung
- Terrorismus als Syndrom oder Werkzeug?
Zusammenfassung der Kapitel
- Vorwort: Die Arbeit setzt sich mit der Einordnung und dem Umfang psychologische Forschung im Kontext des Phänomens Terrorismus auseinander. Sie grenzt den Fokus der Arbeit ein und verdeutlicht die Komplexität der Thematik.
- Einleitung: Zur Definition von Terrorismus: Das Kapitel beleuchtet die Schwierigkeiten bei der Definition des Begriffs Terrorismus und diskutiert verschiedene Ansätze zur Abgrenzung. Es wird auf die unterschiedlichen Motive und Interessen bei der Definition von Terrorismus eingegangen, die zu einer breiten Palette an Definitionen geführt haben. Zudem werden die Kernelemente des Terrorismus, insbesondere die strategische Verwendung von Angst, hervorgehoben.
- Überblick zur psychologischen Terrorismusforschung: Persönlichkeitsbezogene vs. Gruppenbezogene Erklärungsversuche: Das Kapitel untersucht verschiedene psychologische Ansätze zur Erklärung von Terrorismus, insbesondere Persönlichkeits- und Gruppentheorien. Es wird auf die historische Debatte um die Rolle der Psychologie bei der Analyse von Terrorismus eingegangen und die Herausforderungen bei der Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse an politische Entscheidungsträger diskutiert.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert auf zentrale Begriffe und Konzepte im Zusammenhang mit Terrorismus und der psychologischen Forschung: Terrorismusdefinition, Terrorismusforschung, Persönlichkeitsmerkmale, Gruppendynamik, Angst, strategische Gewalt, Syndrom, Werkzeug, "Alter" und "Neuer" Terrorismus, Opfer von Terrorismus.
Häufig gestellte Fragen
Kann die Psychologie die Ursachen von Terrorismus erklären?
Die psychologische Forschung bietet Ansätze über Persönlichkeitsmerkmale und Gruppendynamiken, stößt aber an Grenzen, da Terrorismus ein komplexes politisches und soziales Phänomen ist.
Was ist der Unterschied zwischen Terrorismus als „Syndrom“ und als „Werkzeug“?
Terrorismus als „Syndrom“ betrachtet ihn als Ausdruck einer psychischen Störung oder Fehlentwicklung. Als „Werkzeug“ wird er hingegen als strategisches Mittel zur Erreichung politischer Ziele durch die Erzeugung von Angst verstanden.
Wie unterscheiden sich persönlichkeitsspezifische von gruppenspezifischen Ansätzen?
Persönlichkeitsbezogene Ansätze suchen nach individuellen Merkmalen von Terroristen, während gruppenbezogene Ansätze die Dynamik innerhalb radikaler Gruppen und den sozialen Druck in den Vordergrund stellen.
Was versteht man unter „neuem“ Terrorismus in der Forschung?
Der Begriff bezieht sich oft auf religiös motivierten, transnational agierenden Terrorismus, der sich in Struktur und Zielen vom klassischen, national-befreiungsorientierten Terrorismus unterscheidet.
Welche Rolle spielt die Angst in der Terrorismuspsychologie?
Die strategische Erzeugung von Angst ist das Kernmerkmal des Terrorismus. Die Psychologie untersucht, wie diese Angst auf die Gesellschaft wirkt und welche politischen Reaktionen sie provoziert.
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- Jakob Lorenc (Author), 2007, Über den Beitrag der wissenschaftlichen Psychologie zur Erforschung des Phänomens 'Terrorismus', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77826