Die Hymne Prometheus ist einer von Goethes bekanntesten Texten. Sie erregte vom ersten Moment an, als die Öffentlichkeit sie kennen lernte, Aufmerksamkeit. Seitdem haben sich Leser, Kritiker und Literaturwissenschaftler mit ihrer Sprache, ihrer Aussage und dem, was sie wohl über Goethes Gottesbild zu sagen hat, beschäftigt. Vor allem der erste dieser drei Punkte steht in dieser Arbeit im Fokus : die Sprache, in die Goethe seinen Prometheus kleidet. Es steht allerdings nicht der literaturwissenschaftliche Fokus im Mittelpunkt dieser Arbeit. Vielmehr ist diese Arbeit eine Annäherung an die Hymne mithilfe sprachwissenschaftlicher Fragestellungen. Auch der Frage nach einem möglichen Zusammenhang von sprachlicher Form und Sinn des Textes wird nachgegangen.
Inhaltsverzeichnis
- I. Einführung
- II. Situationsanalyse
- III. Sprachliche Oberfläche
- 1. Beobachtungen zur Semantik
- 1.1 Semantische Felder
- 1.2 Semantische Abweichungen
- 2. Beobachtungen zu Rhetorik und Stilistik
- 2.1 Rhetorik
- 2.1.1 Aspekte auf Satzebene
- 2.1.2 Aspekte auf Lautebene
- 2.1.3 Die Freien Rhythmen
- 2.2 Stilistik
- 2.2.1 Verneinung
- 2.2.2 Bildlichkeit
- 2.1 Rhetorik
- 3. Beobachtungen zur Syntax
- 3.1 Satzarten
- 3.2 Syntaktische Abweichungen
- 1. Beobachtungen zur Semantik
- IV. Textstruktur
- 1. Kohärenz
- 2. Form
- V. Zusammenfassende Interpretation
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht Goethes Prometheus-Hymne aus sprachwissenschaftlicher Perspektive. Im Fokus steht dabei die Sprache, die der Dichter seinem Prometheus verleiht und die Frage nach einem möglichen Zusammenhang von sprachlicher Form und Sinn des Textes. Die Analyse betrachtet dabei insbesondere die Semantik, Rhetorik, Stilistik und Syntax des Textes.
- Die sprachliche Gestaltung des Prometheus durch Goethe
- Die Beziehung zwischen Form und Inhalt in der Hymne
- Semantische Besonderheiten des Textes
- Rhetorische und stilistische Mittel in der Prometheus-Hymne
- Syntax und Satzbau des Gedichtes
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung, die die Bedeutung der Prometheus-Hymne für Goethes Werk und die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Text beleuchtet. Im Anschluss erfolgt eine Situationsanalyse, die den historischen und literarischen Kontext der Hymne beleuchtet.
Das dritte Kapitel widmet sich der sprachlichen Oberfläche der Hymne und untersucht die Semantik, Rhetorik und Stilistik des Textes. Dabei werden sowohl semantische Felder und Abweichungen als auch rhetorische und stilistische Mittel, wie Verneinung und Bildlichkeit, analysiert.
Im vierten Kapitel erfolgt eine Analyse der Textstruktur und betrachtet die Kohärenz und Form der Prometheus-Hymne.
Schlüsselwörter
Goethe, Prometheus, Hymne, Sprachwissenschaft, Semantik, Rhetorik, Stilistik, Syntax, Textstruktur, Kohärenz, Form, Sprachliche Gestaltung, Form und Inhalt
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Besondere an Goethes Hymne „Prometheus“?
Die Hymne ist ein zentrales Werk des Sturm und Drang. Sie drückt die Auflehnung des schöpferischen Individuums gegen göttliche Autorität aus und nutzt dafür eine kraftvolle, unkonventionelle Sprache.
Was bedeuten „Freie Rhythmen“ in diesem Gedicht?
Goethe verzichtet auf feste Metren und Reime. Die Rhythmik folgt dem emotionalen Gehalt des Textes, was den rebellischen und ungezügelten Charakter des Prometheus unterstreicht.
Welche sprachlichen Mittel nutzt Goethe zur Charakterisierung?
Die Analyse zeigt die Verwendung von semantischen Feldern der Schöpfung und des Leidens, rhetorische Fragen sowie eine markante Syntax, die Prometheus' Selbstbewusstsein spiegelt.
Wie hängen Form und Sinn im „Prometheus“ zusammen?
Die sprachwissenschaftliche Untersuchung zeigt, dass die formale Freiheit des Textes (Syntax, Rhythmus) direkt die inhaltliche Forderung nach individueller Freiheit und Autonomie abbildet.
Welches Gottesbild wird im Text vermittelt?
Gott (Zeus) wird als neidisch und untätig dargestellt, während Prometheus als der wahre Schöpfer erscheint, der dem Menschen durch Arbeit und Leid Würde verleiht.
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- Desirée Kuthe (Author), 2006, Hier sitz ich, forme Worte - Goethes "Prometheus" unter sprachwissenschaftlichen Aspekten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77748