Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Eleonore von Aquitanien. Königin von Fankreich und England, Mäzene, femme fatale

Titel: Eleonore von Aquitanien. Königin von Fankreich und England, Mäzene, femme fatale

Seminararbeit , 2006 , 31 Seiten , Note: 1

Autor:in: Lana Novikova (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ganz gerecht gehört Eleonore von Aquitanien zu den größten Persönlichkeiten des Mittelalters, die bis zu Gegenwart das Interesse der Historiker erregen und eine gewisse Popularität bei Literaten und Filmregisseuren genießen. Zweifache Königin und Königsmutter, Ehebrecherin und Hexe, Inspiration der mittelalterlichen Dichter und ihre Förderin, dies sind nur einige der wichtigen Identitäten, die Eleonore im Laufe der Jahrhunderte zugeschrieben wurden.
In den zahlreichen Überlieferungen vermischen sich tatsächliche Ereignisse mit den fantastischen Schlussfolgerungen der zeitgenössischen Geschichtsschreiber. Betrachtet man die greifbaren Fakten, wie Urkunden und Briefen von Eleonore und unmissverständlichen Überlieferungen der Chronisten, bleibt nur wenig von der Figur, die in der Literatur verewigt wurde. Daher sind auch in den gegenwärtigen Werken von Historikern ziemlich widersprüchliche Darstellungen der Aquitanischen Herzogin zu sehen.
Im Weiteren werden verschiedene Darstellungen der Herzogin, ihren Bezug zum Mäzenatentum und ihre politische Stellung und Rolle im 12. Jahrhundert untersucht. Zunächst werden Eleonores Abkunft und die Personen, die einen Einfluss auf junge Herzogin ausgeübt und eine Rolle in ihrem Leben gespielt hatten, durchleuchtet. Anhand der Beispiele von wichtigen Ereignissen während des Aufenthaltes von Eleonore in Frankreich und England wird im zweiten Kapitel ihre politische Stellung in beiden Königtümer analysiert. Das nächste Kapitel ist den Sagen um Eleonore, die in der mittelalterlichen Literatur und Geschichtsschreibung ein Echo gefunden haben, gewidmet. Scließlich wird die Rolle Eleonores in der Förderung der zeitgenössischen Literatur untersucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Herkunft von Eleonore

2. Politische Rolle von Eleonor

2.1 Königin von Frankreich

2.2 Königin von England

2.3 Königinmutter

3. Darstellung von Eleonore in der Literatur und Geschichtsschreibung des Mittelalters

4. Gönnerin der Dichter

Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Persönlichkeit Eleonores von Aquitanien, ihre politische Rolle als zweifache Königin sowie ihr Wirken als Mäzenin. Ziel ist es, den Kontrast zwischen ihrem tatsächlichen politischen Handeln und den widersprüchlichen literarischen sowie historiographischen Darstellungen ihrer Person im Mittelalter kritisch aufzuarbeiten.

  • Herkunft und familiäre Prägung Eleonores
  • Politische Stellung und Handlungsmacht im 12. Jahrhundert
  • Konflikt zwischen weltlicher Macht und kirchlich-dogmatischer Sicht
  • Konstruktion von Mythen und Geschichtsbildern im Mittelalter
  • Rolle als Förderin der höfischen Dichtung

Auszug aus dem Buch

Die Rolle von Eleonore in diesen Ereignissen lässt sich aus den Aussagen von Bernhard von Clairvaux vermuten, der wusste, dass Königin die Interessen ihrer Familie vertrat und ihren Gemahl entsprechend beeinflusste.

Bernhard behauptet, dass die Königin erst dann ihren Widerstand gegen den Friedenschluss aufgegeben hatte, als er ihr versprach bei Gott die Hilfe für die Geburt eines Kindes in der königlichen Familie zu ersuchen. Bernhard macht deutlich, dass ein Friedenschluss nur nach dem Einlenken der Königin möglich war.

Nach einer Fehlgeburt brachte Eleonore 1145 ihr erstes Kind, die Tochter Marie, zur Welt. In dem politischen Leben scheint sie in den ersten Jahren der Ehe mit dem König nicht besonders aktiv gewesen zu sein. 1138 war sie bei der Investitur des Bischofs von Langres in der Kathedrale von Le Puy anwesend, am 11. Juni 1144 war sie an der Weihe der von Abt Suger erbauten Abteikirche von Saint-Denis beteiligt, aber die Teilnahme an den öffentlichen Ereignissen gehörte zur Pflicht jeder Königin.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Umriss der historischen Bedeutung Eleonores von Aquitanien und der Spannungsfelder zwischen ihrer realen politischen Rolle und ihrer mythischen Überlieferung.

1. Herkunft von Eleonore: Untersuchung der aquitanischen Wurzeln, der familiären Einflüsse und der Umstände, die zu ihrer Erhebung zur Herzogin und schließlich zur Königin von Frankreich führten.

2. Politische Rolle von Eleonor: Analyse ihrer politischen Einflussnahme während ihrer Ehen mit Ludwig VII. und Heinrich II. sowie ihre aktive Rolle als Königinmutter bei der Sicherung der Nachfolge ihrer Söhne.

3. Darstellung von Eleonore in der Literatur und Geschichtsschreibung des Mittelalters: Aufdeckung der Mechanismen, durch die zeitgenössische Chronisten und Dichter Eleonore durch Legenden und Zuschreibungen (wie Inzest oder teuflische Abkunft) ein verfälschtes Image verliehen.

4. Gönnerin der Dichter: Untersuchung von Eleonores Wirken als Mäzenin und der Frage, inwiefern sie tatsächlich als Förderin der höfischen Literatur und der Troubadourdichtung gelten kann.

Resümee: Synthese der Forschungsergebnisse, die Eleonore als eine politisch agierende, eigenständige Herrscherin charakterisiert, deren Persönlichkeit durch spätere Geschichtsschreibung zum Mythos überformt wurde.

Schlüsselwörter

Eleonore von Aquitanien, Mittelalter, Politik, Frankreich, England, Plantagenêt, Mäzenatentum, Troubadour, Geschichtsschreibung, Mythos, Königin, höfische Literatur, Macht, Ehe, 12. Jahrhundert.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Leben und Wirken der Eleonore von Aquitanien und untersucht kritisch, wie sich das Bild dieser historischen Figur zwischen Fakten und zeitgenössischen Legenden entwickelt hat.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die politische Machtausübung einer hochmittelalterlichen Königin, ihre familiären und dynastischen Strategien sowie ihre Rolle als Gönnerin der zeitgenössischen Literatur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie verschiedene Darstellungen von Eleonore entstanden sind und in welchem Verhältnis diese zu ihrem tatsächlichen politischen Handeln und ihrer Rolle im 12. Jahrhundert stehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, indem sie zeitgenössische Quellen, Urkunden und literarische Zeugnisse vergleicht, um ein möglichst objektives Bild der Herzogin zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Rolle der Königin in Frankreich und England, die Untersuchung ihrer Rezeption in der Geschichtsschreibung und ihre tatsächliche Rolle bei der Förderung von Dichtern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Eleonore von Aquitanien, Mäzenatentum, politisches Handeln, Mythenbildung und höfische Kultur geprägt.

Wie beeinflusste das Salische Gesetz Eleonores Herrschaftsanspruch?

Da das Salische Gesetz in Südfrankreich nicht galt, konnte Eleonore als Alleinerbin des Herzogtums Aquitanien die Herrschaft antreten, was sie zu einer der einflussreichsten Erbinnen ihrer Zeit machte.

Warum wurde Eleonore in der mittelalterlichen Literatur so negativ dargestellt?

Ihre Unabhängigkeit und ihr politischer Wille wurden von der klerikalen Gesellschaft oft als Tabubruch empfunden, was dazu führte, dass ihre Handlungen als moralisch fragwürdig oder gar teuflisch umgedeutet wurden.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eleonore von Aquitanien. Königin von Fankreich und England, Mäzene, femme fatale
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Veranstaltung
Frauenbilder und Geschlechterbeziehungen im Mittelalter
Note
1
Autor
Lana Novikova (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
31
Katalognummer
V77538
ISBN (eBook)
9783638830690
ISBN (Buch)
9783638831598
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Eleonore Aquitanien Königin Fankreich England Mäzene Frauenbilder Geschlechterbeziehungen Mittelalter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lana Novikova (Autor:in), 2006, Eleonore von Aquitanien. Königin von Fankreich und England, Mäzene, femme fatale, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77538
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  31  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum