Seit Schmalenbach, dem „Erfinder der BWL in Deutschland“, bis zum heutigen Zeitpunkt haben Verrechnungspreise ihre Bedeutung in der betriebswirtschaftlichen Forschung und Praxis nicht verloren. Sprach Schmalenbach noch von der optimalen Geltungszahl , so sind heute Ausdrücke wie Lenkpreise, Abgabepreise und transfer prices in aller Munde. Wieso beschäftigt man sich seit über 100 Jahren mit Verrechnungspreisen? Etwa um einen allgemein gültigen, optimalen in Form einer Sollregelaufstellung zu finden? Gibt es ihn und für wen soll dann diese angesprochene Optimalität erzielt werden? Diese und weitere Fragen sind im Verlauf zu klären.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einführung
- 2. Organisatorische Rahmenbedingungen
- 3. Funktionen von Verrechnungspreisen
- 3.1 Die Koordinations- oder Lenkungsfunktion
- 3.2 Die Erfolgsermittlungsfunktion
- 3.3 Die Kalkulations- und Bewertungsfunktion
- 3.4 Die Vereinfachungsfunktion
- 3.5 Konkurrenz zwischen den Funktionen
- 4. Verrechnungspreise und ihre Bestimmung
- 4.1 Marktorientierung
- 4.2 Kostenorientierung
- 4.2.1 Grenzkostenorientierung
- 4.2.2 Vollkostenorientierung
- 4.3 Der Verrechnungspreis als Verhandlungsergebnis
- 5. Erweiterungen
- 5.1 Optimale Verrechnungspreise bei Risikoaversion
- 5.2 Duale Verrechnungspreise
- 5.3 Strategische Verrechnungspreise bei dyopolistischem Absatzmarkt
- 6. Anwendung in der Praxis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Ziel dieser Arbeit ist es, die verschiedenen Arten von Verrechnungspreisen und ihre Anwendung in der Betriebswirtschaftslehre zu untersuchen. Dabei soll der Fokus auf die Funktionen, die Ermittlung und die praktische Relevanz von Verrechnungspreisen gelegt werden.
- Die verschiedenen Funktionen von Verrechnungspreisen
- Die verschiedenen Methoden zur Bestimmung von Verrechnungspreisen
- Die Bedeutung von Verrechnungspreisen für die interne Koordination und Steuerung von Unternehmen
- Die Anwendung von Verrechnungspreisen in der Praxis
- Die Herausforderungen bei der Anwendung von Verrechnungspreisen
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 führt in die Thematik der Verrechnungspreise ein und erläutert die Bedeutung dieses Konzepts in der Betriebswirtschaftslehre. In Kapitel 2 werden die organisatorischen Rahmenbedingungen beschrieben, die die Anwendung von Verrechnungspreisen ermöglichen. Kapitel 3 analysiert die verschiedenen Funktionen von Verrechnungspreisen, darunter die Koordinations-, Erfolgsermittlungs-, Kalkulations- und Vereinfachungsfunktion.
Kapitel 4 beleuchtet verschiedene Methoden zur Bestimmung von Verrechnungspreisen, wie die Marktorientierung, die Kostenorientierung und die Verhandlungslösung. Schließlich werden in Kapitel 5 Erweiterungen der Verrechnungspreis-Forschung, wie die Berücksichtigung von Risikoaversion, duale Verrechnungspreise und strategische Verrechnungspreise bei dyopolistischem Absatzmarkt, vorgestellt.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter im Zusammenhang mit Verrechnungspreisen sind: interne Leistungsaustausch, Koordinationsfunktion, Erfolgsermittlungsfunktion, Kalkulationsfunktion, Marktorientierung, Kostenorientierung, Grenzkosten, Vollkosten, Verhandlungsergebnis, Risikoaversion, duale Verrechnungspreise, strategische Verrechnungspreise, dyopolistischer Absatzmarkt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Hauptfunktion von Verrechnungspreisen?
Die wichtigste Funktion ist die Koordination (Lenkungsfunktion), um sicherzustellen, dass dezentrale Abteilungen Entscheidungen treffen, die dem Gesamtunternehmen nützen.
Was unterscheidet marktorientierte von kostenorientierten Verrechnungspreisen?
Marktorientierte Preise basieren auf externen Marktpreisen, während kostenorientierte Preise auf den internen Herstellkosten (Vollkosten oder Grenzkosten) beruhen.
Was versteht man unter der Erfolgsermittlungsfunktion?
Verrechnungspreise dienen dazu, den Erfolg (Gewinn oder Verlust) einzelner Profit-Center oder Geschäftsbereiche innerhalb eines Konzerns messbar zu machen.
Wann werden Verrechnungspreise verhandelt?
Verhandlungslösungen werden gewählt, wenn kein klarer Marktpreis existiert und die beteiligten Abteilungsleiter autonom über die Preise für interne Leistungen entscheiden sollen.
Was sind duale Verrechnungspreise?
Dabei werden für die liefernde und die beziehende Abteilung unterschiedliche Preise angesetzt, um gleichzeitig Lenkungs- und Erfolgsermittlungsziele zu erreichen.
- Quote paper
- Philipp Appelt (Author), 2007, Verrechnungspreise in der BWL - Arten und ihre Anwendung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77312