Heinrich von Morungen gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des klassischen Minnesangs. 115 Strophen in 35 Tönen sind von ihm überliefert, die meisten finden sich in der großen Heidelberger Liederhandschrift. Morungen wird in der Forschungsliteratur aufgrund seiner Bildlichkeit der Sprache und der absoluten Überhöhung der Dame eine besondere Stellung im Rahmen des Hohen Minnesangs zugeschrieben. Eine gewisse Idealisierung der Dame ist im Minnesang zwar durchaus üblich, jedoch spitzt Morungen diese eindeutig zu. Diesem Thema widmet sich die vorliegende Arbeit anhand ausgewählter Beispiele.
Inhaltsverzeichnis
- A. Einleitung
- B. Hauptteil
- B.1. Überblick über die zu untersuchenden Lieder
- B.1.1. Lied I (122,1-123,9)
- B.1.2. Lied V (126,8-126,39)
- B.1.3. Lied XVII (136,1-136,24)
- B.1.4. Lied XXV (140,32-141,14)
- B.1.5. Lied XXX (143,22-144,16)
- B.1.6. Lied XXXIV (147,4-147,16)
- B.2. Fragenkatalog
- B.2.1. Die Frage nach der Begrifflichkeit
- B.2.2. Mit welchen Attributen belegt Morungen die Dame?
- B.2.3. Gibt es im Text Hinweise auf einen möglichen Ehestand der Dame?
- B.2.4. Gibt es Hinweise auf eine mögliche Standesdifferenz zwischen Minnesänger und Minneherrin?
- B.2.5. Wie verhält sich die Minneherrin dem Sänger gegenüber?
- B.1. Überblick über die zu untersuchenden Lieder
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Darstellung der Dame in den Liedern Heinrichs von Morungen. Das Ziel ist es, die Bedeutung der Dame für das Werk Morungens anhand ausgewählter Lieder zu beleuchten und die spezifischen Merkmale seiner Darstellung zu analysieren.
- Die Bedeutung der Dame in der Lyrik Heinrichs von Morungen
- Die Darstellung der Dame in ausgewählten Liedern
- Die spezifischen Merkmale der Darstellung der Dame bei Morungen
- Der Einfluss der Hohen Minne auf die Darstellung der Dame
- Die Beziehung zwischen dem lyrischen Ich und der Dame
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung liefert einen Überblick über Heinrich von Morungen und sein Werk. Der Hauptteil fokussiert auf die Analyse von sechs ausgewählten Liedern. Zuerst werden die Lieder kurz vorgestellt und anschließend anhand eines Fragenkatalogs untersucht, um die Darstellung der Dame zu beleuchten. Die Einleitung geht zudem auf die Bedeutung der Dame in der Hohen Minne ein.
Schlüsselwörter
Heinrich von Morungen, Minnesang, Hohe Minne, Dame, Liedanalyse, Frauenpreis, Elben, Minnedienst, Treue, Zurückweisung, Standesdifferenz, Ehestand.
Häufig gestellte Fragen
Wer war Heinrich von Morungen?
Heinrich von Morungen war einer der bedeutendsten Vertreter des klassischen Minnesangs. Von ihm sind 115 Strophen in 35 Tönen überliefert, die vor allem in der Heidelberger Liederhandschrift zu finden sind.
Was ist das Besondere an Morungens Darstellung der Dame?
Morungen zeichnet sich durch eine extreme Überhöhung und Idealisierung der Dame aus. Er nutzt eine sehr bildhafte Sprache und geht in der Verehrung weit über das im Hohen Minnesang übliche Maß hinaus.
Welche Attribute schreibt Morungen der Dame zu?
Die Arbeit untersucht spezifische Merkmale wie Schönheit, Standesdifferenz und die fast übernatürliche Wirkung der Dame, die oft mit Begriffen wie "Elben" oder religiöser Symbolik verknüpft wird.
Wie verhält sich die Dame gegenüber dem Sänger?
In den Liedern wird oft das Spannungsfeld zwischen dem treuen Minnedienst des Sängers und der Zurückweisung oder Unerreichbarkeit der Dame thematisiert.
Was bedeutet "Hoher Minnesang" in diesem Kontext?
Der Hohe Minnesang bezeichnet die stilisierte, meist unerfüllte Verehrung einer adligen Dame durch einen Ritter (Sänger), die als moralische und gesellschaftliche Erziehung dient.
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- Lisa Brückner (Author), 2006, Die Dame bei Morungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77254