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Die Preußische Städteordnung des Freiherrn vom Stein vom 19.11.1808

Title: Die Preußische Städteordnung des Freiherrn vom Stein vom 19.11.1808

Term Paper , 2003 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Klaus Genschmar (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Die Städteordnung vom 19. November 1808 stellt eines der bedeutendsten Ergebnisse der Reformbemühungen im Preußen des frühen 19. Jahrhunderts dar. Sie ist Bestandteil des umfassenden Erneuerungswerkes der preußischen Reformer, allen voran des Freiherrn vom und zum Stein.
Oftmals wird die Preußische Städteordnung von 1808 als der Ursprung gemeindlicher Selbstverwaltung in Deutschland bezeichnet. Zutreffend ist zwar, dass dieses Gesetz bedeutende Neuerungen in der preußischen Kommunalverfassung hervorgebracht, insbesondere eine intensivere Beteiligung der Bürgerschaft an der gemeindlichen normiert und die Abhängigkeit der örtlichen Gemeinschaft von der staatlichen Herrschaftsgewalt in beträchtlichen Maße verringert hat.
Zu beachten ist jedoch, dass der Begriff „Selbstverwaltung“, wie er in der Gegenwart verstanden wird, erst fast ein halbes Jahrhundert später, während der Revolution von 1848/49, geschaffen wurde. Den Rechtsgelehrten wie Stein war er dagegen noch unbekannt.
Die Hausarbeit leitet im ersten Teil mit der Biographie des Freiherrn vom und zum Stein ein. Danach erfolgt eine Erklärung und Interpretation der wesentlichen Regelungen der Städteordnung. Im dritten Teil werden die Entstehungsgeschichte und die Hintergründe der Städteordnung untersucht. Die Hausarbeit schließt mit einer Zusammenfassung der untersuchten inhaltlichen Punkte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Biographie: Freiherr vom und zum Stein

2. Quellenbeschreibung und Quelleninterpretation

2.1. Quellenbeschreibung

2.2. Quelleninterpretation (Regest)

2.2.1. Allgemeines

2.2.1.1. Einzelne Regelungen der Städteordnung

2.2.1.2. Einwohner

2.2.1.3. Stadtverordnetenversammlung

2.2.1.4. Magistrat

2.2.1.5. Polizeiwesen

2.2.1.6. Staatsaufsicht

3. Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der Städteordnung

3.1. Situation Preußens zu Beginn des 19. Jahrhunderts

3.2. Entstehung und Einführung der Städteordnung

3.3. Entstehungsort

3.4. Geltungsbereich

3.5. Die Ziele Steins mit der Städteordnung

3.5.1. Das Preußische Allgemeine Landrecht

3.6. Zwang der Städte zur Einführung der Preußischen Städteordnung

3.7. Umsetzung der Städteordnung

3.8. Die Revidierte Städteordnung von 1831

3.9. Weiterentwicklungen

Schluss/Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Preußische Städteordnung vom 19. November 1808 als zentralen Bestandteil der preußischen Reformen unter Freiherr vom und zum Stein. Das Ziel ist es, die Entstehungsgeschichte, die inhaltlichen Regelungen sowie die gesellschaftspolitischen Hintergründe dieser Reform zu analysieren und ihre Bedeutung für die Entwicklung der gemeindlichen Selbstverwaltung in Deutschland kritisch einzuordnen.

  • Biographische Einordnung des Wirkens von Freiherr vom und zum Stein.
  • Strukturelle Analyse der Preußischen Städteordnung und ihrer Verwaltungsorgane (Magistrat, Stadtverordnetenversammlung).
  • Untersuchung des sozio-politischen Umfelds im frühen 19. Jahrhundert in Preußen.
  • Bewertung der Ziele und der tatsächlichen Umsetzung der Reformen in den preußischen Städten.

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Allgemeines

Die offizielle Bezeichnung der Städteordnung lautet: „Ordnung für sämtliche Städte der preußischen Monarchie mit dazugehöriger Instruktion behufs [des Verfahrens] der Geschäftsführung der Stadtverordneten bei ihren ordnungsmäßigen Versammlungen“3. Sie wurde am 19.11.1808 von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen in Königsberg erlassen. Sie enthielt mehr verfassungsgestaltende Grundentscheidungen als von einem Kommunalgesetz zu erwarten wäre. In ihr wurde eine örtliche Gemeinschaft vorausgesetzt, deren Bürger Gemeinsinn entwickeln und sich unter eingeschränkter staatlicher Aufsicht selbst regieren sollten.

Die Preußische Städteordnung richtete sich einerseits gegen obrigkeitliche Bevormundung und bürokratische Willkür, andererseits gegen den Missbrauch des Zunftzwangs in der bürgerlichen Vertretung. Die preußischen Städte erhielten das Recht, ihre Angelegenheiten in eigener Verantwortung selbst zu regeln, durch Allzuständigkeit der Stadtverordnetenversammlung durch Beschlussfassung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Biographie: Freiherr vom und zum Stein: Zeichnet den Werdegang Steins vom Staatsdienst bis hin zu seinem politischen Wirken und seinem Exil nach.

2. Quellenbeschreibung und Quelleninterpretation: Analysiert den Inhalt und die Bedeutung der Städteordnung als rechtliches und politisches Instrument.

3. Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der Städteordnung: Beleuchtet die historischen Umstände Preußens, die Intentionen der Reformer und die langfristigen Folgen der Städteordnung.

Schluss/Zusammenfassung: Thesenartige Zusammenfassung der zentralen Reforminhalte und Einordnung als Ausgangspunkt moderner Selbstverwaltung.

Schlüsselwörter

Preußen, Städteordnung, Freiherr vom und zum Stein, Selbstverwaltung, Reformen, Stadtverordnetenversammlung, Magistrat, 1808, Kommunalverfassung, Bürgersinn, Verwaltungsgeschichte, Preußisches Allgemeines Landrecht, Partizipation, Monarchie, Reformer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Preußische Städteordnung vom 19. November 1808 und deren Bedeutung im Kontext der preußischen Reformen zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die Biographie von Freiherr vom und zum Stein, die detaillierte Analyse der Städteordnung, ihre Entstehungsgeschichte sowie ihre Wirkung auf die preußische Verwaltung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine fundierte quellenkritische Interpretation der Städteordnung und deren Einordnung als Meilenstein der deutschen Selbstverwaltungsgeschichte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der Quellenanalyse und -interpretation, basierend auf historischen Dokumenten und ergänzender Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Biographie Steins, eine detaillierte Interpretation der Städteordnung sowie die Darstellung ihrer Entstehungs- und Wirkungsgeschichte.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie Preußische Reformen, Selbstverwaltung, kommunale Verfassung, Stein, Freiherr vom und zum Stein und Bürgerschaft stehen im Fokus.

Welche Rolle spielte die Stadtverordnetenversammlung laut der Städteordnung?

Sie fungierte als zentrales Beschlussorgan und war für die Wahl des Magistrats sowie die Verteilung städtischer Lasten verantwortlich.

Warum gab es Widerstände gegen die Städteordnung?

Viele Magistrate und Beamte fürchteten den Verlust ihrer privilegierten Stellung, ihres Zunftzwangs oder exklusiver Befugnisse durch die neue Selbstverwaltungsstruktur.

Inwieweit lässt sich heute noch von Steins Reform sprechen?

Die Arbeit betont, dass die Städteordnung den Ursprung gemeindlicher Selbstverwaltung bildet, jedoch noch weit von demokratischen Verhältnissen des 20. Jahrhunderts entfernt war.

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Details

Title
Die Preußische Städteordnung des Freiherrn vom Stein vom 19.11.1808
College
http://www.uni-jena.de/  (Historisches Institut)
Course
Quellen zur Rheinbundzeit in Thüringen (1806-1813)
Grade
1,3
Author
Klaus Genschmar (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V75963
ISBN (eBook)
9783638814683
ISBN (Book)
9783638814621
Language
German
Tags
Preußische Städteordnung Freiherrn Stein Quellen Rheinbundzeit Thüringen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Klaus Genschmar (Author), 2003, Die Preußische Städteordnung des Freiherrn vom Stein vom 19.11.1808, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75963
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