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Hochbegabungsdiagnostik. Identifikation von hochbegabten Underachievern

Messmethoden und Informationsquellen

Título: Hochbegabungsdiagnostik. Identifikation von hochbegabten Underachievern

Tesis , 2006 , 94 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Diplom-Pädagoge Michael Kemmer (Autor)

Psicología - Diagnóstico
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Zunächst werden die Begriffe Begabung, Hochbegabung und Underachievement definiert, um ein Gefühl für die Schwierigkeiten der Messung dieser Größen zu vermitteln. Danach gehe ich auf die gängigen Modelle der Hochbegabung ein und reflektiere diese hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile. Dabei werde ich zu jedem Modell ausführen, ob in diesem Underachiever überhaupt erfasst werden oder nicht und ob dadurch das Modell noch zur Darstellung von Hochbegabung geeignet ist. Im nächsten großen Abschnitt gehe ich dann auf die Identifikation von Hochbegabten ein.

Zunächst soll dabei die Notwendigkeit der Hochbegabungsdiagnostik dargestellt und speziell die Bedürfnisse der Underachiever berücksichtigt werden. Eingangs stelle ich hier auch die verschiedenen diagnostischen Probleme dar, z.B. die Fehlertypen oder die Festlegung auf ein bestimmtes Entscheidungsmodell. Auch die Bedeutung dieser Entscheidungen und Fehler für die Identifikation von hochbegabten Underachievern wird zu Ende dieses Abschnittes herausgearbeitet.

Danach geht es um konkrete Verfahren der Hochbegabungsdiagnostik. Zunächst wird hier in subjektive und objektive Verfahren unterschieden. Im Bereich der subjektiven Verfahren beschäftige ich mich mit der Identifikation von Hochbegabten durch Zensuren, Lehrkräfte, Eltern, Peers und die Schüler selbst. Dabei wird zu jedem dieser Bereiche diskutiert, ob man damit hochbegabte Underachiever identifizieren kann. Die objektiven Verfahren unterteilen sich in dieser Arbeit in Intelligenztests, Kreativitätstest und Wettbewerbe. Auch diese drei Verfahren werden wieder hinsichtlich ihrer Qualität zur Erfassung Minderleistender betrachtet. Um den theoretischen Ausführungen der diversen Verfahren einen praktischen Bezug zu verleihen, sind am Ende noch zwei Studien zur Hochbegabung und deren Ergebnisse hinsichtlich der Zweckmäßigkeit der verschiedenen Verfahren dargestellt. Dabei soll anhand der Praxis die Tauglichkeit der verschiedenen Methoden und Quellen zur Identifikation Hochbegabter noch einmal herausgestellt werden.

Zum Schluss werde ich in der Zusammenfassung und in einem Ausblick die Ergebnisse dieser Diplomarbeit festhalten und den Versuch unternehmen, eine Kernaussage aus den Ergebnissen zu formulieren. Zur weiterführenden Beschäftigung mit diesem Thema soll dann noch ein Ausblick auf mögliche Vertiefungen und weitergehende Überlegungen gegeben werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DEFINITIONEN

2.1 BEGABUNG

2.2 HOCHBEGABUNG

2.2.1 Probleme

2.2.2 Definitionsvorschläge und Klassifizierung nach LUCITO

2.2.3 Definitionen von Hochbegabung und Underachievement

2.3 UNDERACHIEVEMENT

2.3.1 Definitionen und Merkmale

2.3.2 Konkrete Messgrößen-Vorschläge für Underachievment

2.3.3 Identifikation von Underachievern

3 MODELLE DER HOCHBEGABUNG

3.1 DAS DREI-RINGE-MODELL DER HOCHBEGABUNG NACH RENZULLI

3.1.1 RENZULLIs Modell und Underachievement

3.2 MODELL DER TRIADISCHEN INTERDEPENDENZ NACH MÖNKS

3.2.1 MÖNKS´ Modell und die Erfassung von Underachievern

3.3. DAS KOMPONENTENMODELL DER TALENTENTWICKLUNG VON WIECZERKOWSKI & WAGNER

3.3.1 WIECZERKOWSKI & WAGNERs Modell und Underachievement

3.4 DAS MEHRDIMENSIONALE BEGABUNGSKONZEPT VON URBAN

3.4.1. Berücksichtigung von Underachievement im mehrdimensionalen Begabungskonzept

3.5 DAS DIFFERENZIERTE BEGABUNGS- UND TALENTMODELL VON GAGNÉ

3.5.1 GAGNÉs Konzeption und die Erfassung von Underachievern

3.6 DAS MÜNCHNER (HOCH-)BEGABUNGSMODELL

3.6.1 Das Münchner (Hoch-)Begabungsmodell und Underachievement

4 IDENTIFIKATION BZW. DIAGNOSTIK VON HOCHBEGABUNG

4.1 AUFGABEN UND NOTWENDIGKEIT DER HOCHBEGABUNGSDIAGNOSTIK

4.2 DIAGNOSTISCHE PROBLEME

4.2.1 Fehlertypen und Entscheidungsmodelle bei der Diagnose von Hochbegabung

4.2.2 Das Bandbreite-Fidelitäts-Dilemma

4.2.3 Die Bedeutung der Fehlertypen und Entscheidungsmodelle für die Identifikation von Underachievern

4.2.4 Selektionsgütemaße bei der Diagnose von Hochbegabung

4.3 INFORMATIONSQUELLEN UND MEßMETHODEN

4.3.1 Subjektive Verfahren der Hochbegabungsdiagnostik

4.3.2 Sind subjektive Verfahren zweckmäßige Diagnosemittel?

4.3.3 Objektive Verfahren der Hochbegabungsdiagnostik

4.3.4 Sind objektive Verfahren zweckmäßige Diagnosemittel?

4.4 STUDIEN ZUR IDENTIFIKATION HOCHBEGABTER

4.4.1 Münchner Längsschnittstudie zur Hochbegabung

4.4.2 Das Marburger Hochbegabtenprojekt

5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht Möglichkeiten der Identifikation von Hochbegabten, wobei ein besonderer Fokus auf der Eignung verschiedener Messmethoden und Informationsquellen für die Identifikation von hochbegabten Underachievern liegt.

  • Analyse und Definition der Begriffe Begabung, Hochbegabung und Underachievement
  • Kritische Reflexion gängiger Hochbegabungsmodelle hinsichtlich der Erfassung von Underachievern
  • Untersuchung diagnostischer Probleme wie Fehlertypen und Entscheidungsmodelle
  • Evaluierung subjektiver (Lehrer, Eltern, Peers) und objektiver (Tests, Wettbewerbe) Verfahren
  • Vergleich von Langzeitstudien zur Identifikation von Hochbegabten

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Definitionen und Merkmale

In der einschlägigen Literatur zum Thema Underachiever stößt man auf eine Vielzahl von Definitionen. MANDEL & MARCUS gehen bei der Definition des Begriffes zunächst auf Achievement ein. Sie finden eine Reihe an Vorschlägen, die alle eines gemeinsam haben. Demnach umfasst Achievement „the notion of energy expended to conquer difficulties, or effort made to overcome obstacles, or of struggle and perseverance to attain a desired goal“ (MANDEL & MARCUS, 1988: 2). Während die Autoren davon sprechen, dass der Begriff Accomplishment in diesem Fall der praktischen Arbeit von Lehrern und Beratern näher stehe als Achievement, findet man in der deutschen Literatur öfter den übersetzten Begriff für Achievement, nämlich Leistung vor. Im Zusammenhang mit Underachievement spricht man daher auch von Minderleistung (HANSES & ROST, 1998: 53).

Eine einfache Definition dieses Phänomens liefern FLAMMER & KELLER. Underachiever sind danach „Schüler, die mehr leisten könnten als sie tatsächlich leisten“ (1982: 1037). Diese Definition folgt der klassischen Auffassung, die eine zeitkonstante Begabung als notwendige Bedingung für schulische Leistung voraussetzt. Begabung wird dabei als objektiv messbar angesehen und die Minderleistung mit nicht intellektuellen Faktoren erklärt (1038). Doch die Frage, die sich m.E. hier stellt, ist die, was man unter mehr Leistung versteht und wie man aktuelle Leistung einschätzt oder wertet? Um Minderleistung messen zu können, muss vorher festgelegt werden, ob man ein relatives oder absolutes Kriterium für Leistung schafft oder diese kombiniert (HANSES & ROST, 1998: 54). PETERS et al. definieren es etwas konkreter, indem sie sagen, dass „the most basic definition of underachievement is a discrepancy between actual achievment and intelligence“ (2000: 609). Sie relativieren diese Aussage, wenn bemerkt wird, dass jede Vorstellung von Underachievement im Kontext der zugrunde gelegten Intelligenztheorie beurteilt werden muss. In diesem Fall nutzen PETERS et al. die logisch-mathematische und verbale Intelligenz nach GARDNER, um Underachiever zu identifizieren (609). Dies sollte jedoch nicht zu dem Schluss führen, dass Leistung alleine durch Intelligenz determiniert wird. HANSES & ROST bemerken, dass ca. 80% der Schulleistungsvarianz nicht durch Intelligenz identifiziert werden kann (1998: 54) Es muss also noch andere Einflussgrößen geben, die Underachievement bedingen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung umreißt die Relevanz der Hochbegabungsdiagnostik und legt die Zielsetzung dar, Messmethoden insbesondere hinsichtlich der Identifikation von Underachievern zu hinterfragen.

2 DEFINITIONEN: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Begabung, Hochbegabung und Underachievement und diskutiert die damit verbundenen methodischen Schwierigkeiten.

3 MODELLE DER HOCHBEGABUNG: Hier werden bekannte Modelle der Hochbegabung dargestellt und kritisch auf ihre Fähigkeit hin untersucht, Underachiever zu erfassen.

4 IDENTIFIKATION BZW. DIAGNOSTIK VON HOCHBEGABUNG: Das Kapitel behandelt die Notwendigkeit der Diagnostik, diagnostische Problemfelder wie Fehlertypen und vergleicht subjektive und objektive Verfahren anhand relevanter Studien.

5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Die Ergebnisse werden resümiert, und es werden zentrale Kernforderungen für ein systematisches Testsystem sowie zukünftige Forschungsansätze formuliert.

Schlüsselwörter

Hochbegabung, Underachievement, Minderleistung, Diagnostik, Identifikation, Intelligenztest, Lehrernominierung, Elternnominierung, Peernomination, Selbstnominierung, Begabungsmodell, Hochbegabtenforschung, Schulleistung, Kreativität, Methodenmix

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie hochbegabte Kinder identifiziert werden können, insbesondere solche, die ihr Potenzial nicht in entsprechende Schulleistungen umsetzen (Underachiever).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Definitionen von Hochbegabung, die theoretischen Modelle dazu sowie die Validität und Zweckmäßigkeit diagnostischer Verfahren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten der Identifikation aufzuzeigen und zu prüfen, ob gängige Methoden geeignet sind, hochbegabte Underachiever zu erkennen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die einen umfassenden Fundus an Literatur aus dem amerikanischen und deutschen Forschungsraum kritisch analysiert und reflektiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit verschiedenen Modellen der Hochbegabung, diagnostischen Problemen wie Fehlertypen sowie einer detaillierten Analyse subjektiver und objektiver Verfahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Hochbegabung, Underachievement, Diagnostik, Identifikation, Intelligenztest und verschiedene Nominierungsverfahren.

Warum sind Zensuren als Diagnosemittel kritisch zu sehen?

Zensuren sind stark von subjektiven Faktoren und Beurteilungsfehlern beeinflusst und messen eher schulische Anpassung als tatsächliche kognitive Begabung, wodurch sie Underachiever oft übersehen.

Welche Rolle spielen Eltern bei der Identifikation?

Eltern kennen ihre Kinder zwar am besten, neigen aber oft zu subjektiver Über- oder Unterschätzung, weshalb ihr Urteil eher zur Feinabstimmung als zur Massendiagnose geeignet ist.

Warum ist das "Bandbreite-Fidelitäts-Dilemma" für die Diagnostik wichtig?

Es verdeutlicht, dass man bei der Erfassung vieler verschiedener Merkmale (Bandbreite) zwangsläufig an Genauigkeit (Fidelität) verliert, was das Design von Identifikationsprozessen erschwert.

Was schlägt der Autor für die Praxis vor?

Der Autor plädiert für einen Methodenmix und ein systematisches Testsystem in Schulen, um Underachiever frühzeitig zu erkennen und gezielte Interventionsmöglichkeiten zu schaffen.

Final del extracto de 94 páginas  - subir

Detalles

Título
Hochbegabungsdiagnostik. Identifikation von hochbegabten Underachievern
Subtítulo
Messmethoden und Informationsquellen
Universidad
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Calificación
1,3
Autor
Diplom-Pädagoge Michael Kemmer (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
94
No. de catálogo
V74357
ISBN (Ebook)
9783638635042
ISBN (Libro)
9783638675925
Idioma
Alemán
Etiqueta
Hochbegabungsdiagnostik Messmethoden Informationsquellen Berücksichtigung Identifikation Underachievern
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Diplom-Pädagoge Michael Kemmer (Autor), 2006, Hochbegabungsdiagnostik. Identifikation von hochbegabten Underachievern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74357
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