In dieser Arbeit soll eine mögliche Antwort darauf gefunden werden, wie im Vietnamkrieg der Kampf "David gegen Goliath" von den Vietnamesen gewonnen werden konnte und was das vietnamesische Äquivalent zu Davids Steinschleuder sein könnte. Der Zeitraum beschränkt sich auf die Jahre 1963-69, in dem die Johnson Administration die außenpolitischen Geschicke der Vereinigten Staaten lenkte. Es wird zwischen drei verschiedenen elementaren Faktoren differenziert, die jeweils ein komplexes Problemfeld für Präsident Lyndon B. Johnson mit sich brachten. Hierbei handelt es sich um die militärischen Probleme in Vietnam, die zivilen Unruhen in den Vereinigten Staaten und den Ansehensverlust der Amerikaner in der Weltöffentlichkeit. In seinen Reden im März und Oktober 1968 (siehe Kapitel 5) gestand Präsident Johnson das Scheitern seiner Außenpolitik ein. In diesem Rahmen sollen folgende Fragen beantwortet werden: Welche der drei „Felder“ führten zu einem Scheitern der Außenpolitik der Johnson Regierung? Hatte das Scheitern in erster Linie militärische, innenpolitische oder internationale Gründe?
Zunächst wird im Teil A ein kurzer historischer Abriss der Geschichte wiedergegeben. Dieser soll das generelle Verständnis für das Folgende ermöglichen. In Teil B werden dann die spezifischen Begebenheiten der drei „Felder“ beschrieben. Dies soll eine Gewichtung selbiger ermöglichen.
Inhaltsverzeichnis
- I Einleitung
- II Hauptteil
- A. Historische Hintergründe
- 1. Die US- Regierung unter Eisenhower, Kennedy und Johnson
- 2. Johnsons außenpolitische Einstellungen
- 3. Die Amerikanisierung des Vietnamkrieges
- 3.1. Die Tonking-Resolution
- 3.2 Die,,Rolling-Thunder\" Operation
- 3.3 U.S.Streitkräfte in Vietnam
- 4. Innere Probleme der Johnson Administration
- 5. Die Tet-Offensive
- B Gründe für das Scheitern der Außenpolitik Johnsons
- 1. Die Problematik in Vietnam
- 1.1 Die Ineffektivität des Luftkrieges
- 1.2 Die militärische Problematik zu Boden
- 1.3. Die Infanterie
- 1.4. Das instabile politische System in Südvietnam
- 2. Die,,Heimatfront"
- 2.1. Die Medien
- 2.2 Öffentliche Meinung und die Studentenbewegung
- 3. Der Einfluss der Weltöffentlichkeit
- III Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Scheitern der Außenpolitik der Johnson Administration in Vietnam und untersucht die Ursachen für dieses Scheitern. Die Arbeit fokussiert auf den Zeitraum von 1963 bis 1969, in dem die US-Regierung unter Lyndon B. Johnson die außenpolitischen Geschicke der Vereinigten Staaten lenkte.
- Die Eskalation des Vietnamkrieges unter der Johnson Administration
- Die Rolle der militärischen Probleme in Vietnam beim Scheitern der Außenpolitik
- Die Bedeutung der zivilen Unruhen in den Vereinigten Staaten für das Scheitern
- Der Einfluss des Ansehensverlustes der USA in der Weltöffentlichkeit
- Die Auswirkungen der Domino-Theorie auf die amerikanische Vietnampolitik
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet die persönlichen Erfahrungen des Autors in Vietnam und die daraus resultierende Fragestellung. Kapitel II, der Hauptteil der Arbeit, beginnt mit einem historischen Abriss der US-Außenpolitik in Vietnam unter den Präsidenten Eisenhower, Kennedy und Johnson, wobei die Domino-Theorie und Johnsons Überzeugung von der Wichtigkeit des Engagements in Vietnam hervorgehoben werden. Im Anschluss wird die Problematik des Vietnamkrieges unter den drei Aspekten militärischer Probleme in Vietnam, zivilen Unruhen in den Vereinigten Staaten und dem Ansehensverlust der USA in der Weltöffentlichkeit näher beleuchtet.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Außenpolitik der Johnson Administration in Vietnam, die Domino-Theorie, den Vietnamkrieg, die militärischen Probleme in Vietnam, die zivilen Unruhen in den Vereinigten Staaten, den Ansehensverlust der USA in der Weltöffentlichkeit und die Folgen des Krieges.
Häufig gestellte Fragen
Warum scheiterte die Außenpolitik von Lyndon B. Johnson in Vietnam?
Das Scheitern basierte auf drei Feldern: militärischen Problemen vor Ort, zivilen Unruhen in den USA (Heimatfront) und dem internationalen Ansehensverlust.
Was besagt die „Domino-Theorie“?
Sie war die Überzeugung der US-Regierung, dass beim Fall Südvietnams an den Kommunismus auch alle Nachbarstaaten wie Dominosteine kommunistisch werden würden.
Welche Bedeutung hatte die Tet-Offensive?
Obwohl militärisch kein Sieg für den Norden, war sie psychologisch der Wendepunkt, der die US-Öffentlichkeit und Johnson am Sieg zweifeln ließ.
Warum war der Luftkrieg („Rolling Thunder“) ineffektiv?
Die massiven Bombenangriffe konnten den Nachschub des Gegners nicht stoppen und führten stattdessen zu einer Radikalisierung der vietnamesischen Bevölkerung.
Welche Rolle spielten die Medien an der „Heimatfront“?
Die Berichterstattung brachte die Schrecken des Krieges direkt in die amerikanischen Wohnzimmer und befeuerte die Studentenbewegung und den öffentlichen Widerstand.
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- Roland Lochte (Author), 2006, Das Scheitern der Aussenpolitik Johnsons in Vietnam, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74132