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Verhaltensauffälligkeiten im Kindesalter

Title: Verhaltensauffälligkeiten im Kindesalter

Term Paper , 2005 , 44 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Lena Metzing (Author)

Social Work
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Als Kriterium für die Einordnung von Verhaltensauffälligkeiten in bestimmte Gruppen war eine allgemeingültige Eindeutigkeit wichtig. Deshalb werden zur Klassifizierung von Verhaltensauffälligkeiten die Internationale Klassifikation psychischer Störungen ( International Classification of Diseases), die ICD – 10, Kapitel V (F), genutzt.
Da in diesem Rahmen nur kurz auf die dort genannten Verhaltensauffälligkeiten eingegangen wird, werden später noch die nach der ICD – 10 klassifizierten Störungen ADHS und Stottern genauer betrachtet. Wichtig ist hierbei, dass deutlich wird, dass die jeweilige Störung nicht nur eine Verhaltensstörung im Sinne der ICD – 10 ist, sondern warum die Störung überhaupt als Verhaltensauffälligkeit gilt. Stottern ist zwar in der ICD – 10 als Verhaltensstörung (F 9) klassifiziert, findet sich jedoch auch unter der Einordnung Sprachstörung wieder. Andere Sprachstörungen, wie z.B. Aphasie, Dysphasie oder Dyslalie finden sich in der ICD – 10 unter den Entwicklungsstörungen, ebenso wie Lese- Rechtschreibstörung, Rechenstörung oder Autismus (F 8). Wir haben uns deshalb die Frage gestellt: Was zeichnet eine Verhaltensauffälligkeit überhaupt aus? Dazu ist eine Definition des Begriffs natürlich nötig.
Bei der Erarbeitung des Themas fiel auf, dass der Begriff „Verhaltensauffälligkeit“ oft an Grenzen stößt. Wir haben deshalb nicht nur den Begriff definiert, sondern auch noch die Probleme dieser Begriffsdefinition aufgeführt.
Außerdem wird in den Kapiteln, die sich mit ADHS und Stottern befassen, explizit darauf eingegangen, warum diese Störungen überhaupt Verhaltensauffälligkeiten sind. Bei ADHS ist die Erklärung in diesem Punkt wohl eindeutiger als bei Stottern, deshalb bleibt es hier auf eine Auffälligkeit die mit ADHS einhergeht, die Delinquenz, beschränkt.
Das Thema der Hausarbeit ist besonders interessant, weil man so mit der psychologischen Seite von Verhaltensstörungen konfrontiert wird. Auch für Sozialpädagogen ist das ein Thema, was schon deshalb wichtig ist, weil auch die Berufsgruppe der Psychologen im späteren Berufsleben der Sozialpädagogen sicher eine mehr oder weniger große Rolle spielen wird und der Kontakt je nach Arbeitsfeld bestehen wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition „Verhaltensauffälligkeiten“

3. Probleme der Begriffsdefinition

4. Klassifikation von Verhaltensauffälligkeiten nach der ICD – 10

4.1 hyperkinetische Störungen (F 90)

4.2 Störungen des Sozialverhaltens (F 91)

4.3 Kombinierte Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen (F 92)

4.4 Emotionale Störungen des Kindesalters (F 93)

4.5 Störungen sozialer Funktionen mit Beginn in der Kindheit und Jugend (F 94)

4.6 Ticstörungen (F 95)

4.7 Sonstige Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend (F 96)

4.8 Sonstiges

5. ADHS als Verhaltensauffälligkeit

5.1 Ursachen

5.2 Symptome

5.3 Risiko und protektive Faktoren

5.4 Verlauf von ADHS bis zum Jugendalter

5.5 Umgang mit ADHS – Patienten

5.5.1 Umgang mit ADHS – Kindern in der Familie

5.5.2 Umgang mit ADHS - Kindern in der Schule

5.6 Delinquenz als Folge von ADHS ?

6. Stottern als Verhaltensauffälligkeit

6.1 Formen des Stotterns

6.2 Symptome

6.3 Ursachen

6.4 Verlauf des Stotterns bis zum Jugendalters

6.4.1 Physiologisches Stottern

6.4.2 Beginnendes Stottern

6.4.3 Chronisches Stottern

6.5 Umgang mit dem stotternden Kind

6.6 Warum ist Stottern eine Verhaltensauffälligkeit ?

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Begriff der „Verhaltensauffälligkeit“ im Kontext der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD-10) und analysiert beispielhaft, warum ADHS und Stottern als solche klassifiziert werden. Die zentrale Forschungsfrage beschäftigt sich damit, welche Merkmale eine Verhaltensauffälligkeit definieren und wie sich diese im pädagogischen Alltag bei betroffenen Kindern manifestieren.

  • Definition und Problematik des Begriffs „Verhaltensauffälligkeit“
  • Klassifizierung von Störungen nach ICD-10
  • Ursachen, Symptome und Umgangsweisen bei ADHS
  • Stottern als Kommunikationsstörung und Verhaltensauffälligkeit
  • Zusammenhang zwischen Verhaltensauffälligkeiten und Delinquenz

Auszug aus dem Buch

6. Stottern als Verhaltensauffälligkeit

Als zweites Beispiel für eine Verhaltensauffälligkeit im Kindesalter möchten wir nun das Stottern beschreiben. Laut Rieber stellt „[...] das Stottern eine der am besten bekannten und am schlechtesten verstandenen Kommunikationsstörungen dar. Stottern erscheint noch heute als Mysterium.“

Gekennzeichnet ist das Sprechen durch eine auffallend häufige Störung des Redeflusses. Ein mehr oder weniger krampfhaftes Wiederholen von Silben und Lauten, sowie das Dehnen von Lauten und/oder Blockaden treten bei der betroffenen Person auf.

Mit "auffallend häufig" soll verdeutlicht werden, dass nahezu jeder Sprecher Unterbrechungen hat, aber nur in einem Ausmaß, dass der Zuhörer diese nicht als Ausdruck eines Stotterns beurteilt, sondern eher als Zeichen einer Unsicherheit des Sprechers in dieser Situation. Die Häufigkeit solcher Sprechunflüssigkeiten, die der Zuhörer als noch normal bewertet, ist entscheidend vom Alter des Sprechers abhängig. Bei sehr jungen Sprechern, also zwei-, drei- und vierjährigen Kindern, werden mehr Unterbrechungen in Form von Wort- und Satzteilwiederholungen sowie Satzabbrüchen und neuen Formulierungsversuchen akzeptiert als bei älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Bei chronischem Stottern sind pressendes Verharren in einer Artikulationsstellung, auffällige Bewegungen der Mimik und Körpermotorik typisch. Außerdem sind emotionale Begleiterscheinungen (Angst-, Wut-, Schamreaktionen) und sprachliches und/oder soziales Vermeidungsverhalten charakteristisch.

Stottern wird nicht nur als Störung des Redeflusses bezeichnet, sondern auch als Störung der Kommunikation, weil oft die gesamte Kommunikation (auch das Verhalten des Gesprächspartners) beeinträchtigt ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autoren begründen die Wahl der ICD-10 als Klassifikationskriterium und formulieren die Forschungsfrage zur Definition von Verhaltensauffälligkeiten.

2. Begriffsdefinition „Verhaltensauffälligkeiten“: Das Kapitel erläutert den Oberbegriff sowie die psychoanalytischen, sozialisationstheoretischen und lerntheoretischen Ansätze der Entstehung.

3. Probleme der Begriffsdefinition: Es wird diskutiert, warum der Begriff subjektiv geprägt ist und Diskrepanzen zwischen Erwartung und tatsächlichem Verhalten zur Diagnose führen.

4. Klassifikation von Verhaltensauffälligkeiten nach der ICD – 10: Ein Überblick über die relevante F-Achse zur Kategorisierung psychischer Störungen mit Beginn in der Kindheit.

5. ADHS als Verhaltensauffälligkeit: Analyse der Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von ADHS sowie der möglichen Folgen wie Delinquenz.

6. Stottern als Verhaltensauffälligkeit: Untersuchung von Stottern als multifaktorielle Störung und wie soziale Ängste und Vermeidungsverhalten die psychische Situation beeinflussen.

7. Fazit: Die Autoren reflektieren ihre Erkenntnisse über den Unterschied zwischen ADHS und Stottern in der ICD-10 Klassifikation und äußern Kritik an der praktischen Anwendbarkeit.

Schlüsselwörter

Verhaltensauffälligkeit, ICD-10, ADHS, Stottern, Delinquenz, Kommunikationsstörung, Sozialverhalten, Kindesalter, Entwicklungsstörungen, Symptomatik, Ursachenforschung, Sozialpädagogik, Psychische Störungen, Hyperkinetische Störung, Störungsbewusstsein

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Definition und Klassifizierung von Verhaltensauffälligkeiten im Kindesalter, insbesondere am Beispiel von ADHS und Stottern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die ICD-10 Klassifikation, die psychologischen Hintergründe der Entstehung von Verhaltensstörungen sowie der Umgang mit betroffenen Kindern im Familien- und Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu klären, was eine Verhaltensauffälligkeit charakterisiert und weshalb Störungen wie ADHS und Stottern trotz unterschiedlicher Ursachen in diese Kategorie eingeordnet werden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Anwendung der ICD-10 als systematisches Klassifikationsinstrument für psychische Störungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsdefinition, die systematische Einordnung nach ICD-10 sowie detaillierte Ausarbeitungen zu den Symptomen, Ursachen und pädagogischen Interventionsmöglichkeiten bei ADHS und Stottern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Verhaltensauffälligkeit, ADHS, Stottern, ICD-10, Sozialverhalten und psychische Störungen.

Wie unterscheidet sich der Ansatz bei ADHS und Stottern laut den Autoren?

Die Autoren stellen fest, dass bei ADHS bereits die Primärsymptome auffällig sind, während die Verhaltensauffälligkeit beim Stottern vorwiegend aus den sekundären Symptomen wie sozialem Rückzug und Vermeidungsverhalten resultiert.

Warum wird im Kontext von ADHS die Delinquenz thematisiert?

Die Delinquenz dient als eindrucksvolles Beispiel für das Risiko antisozialer Persönlichkeitsentwicklungen, wenn bei ADHS-Kindern keine frühzeitige pädagogische und therapeutische Unterstützung erfolgt.

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Details

Title
Verhaltensauffälligkeiten im Kindesalter
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel  (Fachbereich Sozialwesen)
Grade
2,0
Author
Lena Metzing (Author)
Publication Year
2005
Pages
44
Catalog Number
V73884
ISBN (eBook)
9783638735483
ISBN (Book)
9783638780001
Language
German
Tags
Verhaltensauffälligkeiten Kindesalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lena Metzing (Author), 2005, Verhaltensauffälligkeiten im Kindesalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73884
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