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Umm el Qaab – Ein prädynastischer Königsfriedhof

Title: Umm el Qaab – Ein prädynastischer Königsfriedhof

Seminar Paper , 2006 , 23 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Rebecca Müller (Author)

Egyptology
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1. Einleitung

Schon seit Urzeiten trauern die Menschen um ihre Verstorbenen. In manchen Kulturkreisen kann diese Trauerphase mehrere Monate oder sogar Jahre andauern. Doch trotz dieser emotional äußerst belastenden Zeit stellt sich auch immer die Frage, wie mit dem Leichnam verfahren werden soll. Ganz unterschiedliche Praktiken haben sich hierbei herausgebildet. In zahlreichen Ländern der Welt werden die Körper der Verstorbenen verbrannt, während Menschen anderer Kulturkreise es als angemessen betrachten, die Leichname zu verspeisen. Dies gilt dann als Zeichen einer großen Anteilnahme am Trauerschmerz der Hinterbliebenen und als sozial angebrachtes Verhalten.1 In zahlreichen Kulturkreisen ist es usus, den Körper des Verstorbenen in einen Sarg zu legen, um ihn anschließend in einem Loch in der Erde zu begraben.
Auch die alten Ägypter folgten dieser Tradition. Bereits aus der prähistorischen Phase ihrer Kultur lassen sich ganze Friedhöfe finden, die dies beweisen. Waren die Gräber zu Beginn noch einfache Löcher im Wüstensand, entwickelte sich diese Begräbnistradition über die Jahrtausende zu einer der faszinierendsten Totenkulte überhaupt. Großartige Prachtbauten wurden in den Fels gehauen oder im Freien errichtet, um den Körper des Herrschers nach seinem Tod aufzunehmen. Auf diese Weise entstanden die weltweit bekannten Pyramiden von Giseh, die schon Herodot zu den sieben Weltwundern der Antike zählte.2 Doch wie genau sehen die Wurzeln dieser Begräbniskultur aus? Dies soll in dieser Hausarbeit anhand des frühzeitlichen Friedhofs von Umm el-Qaab untersucht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Grab

2.1 Grabmythos

2.2 Geschichtliche Entwicklung der Grabbauten in Ägypten

3. Lage und Beschaffenheit der Fundstelle

4. Grabungsgeschichte

5. Entdeckte Grabanlagen

5.1 Das frühzeitliche Grab U-503a

5.1.1 Lage, Aufbau und Fundstücke

5.1.2 Datierung und Fundinterpretation

5.2 Das Grab U-343

5.2.1 Lage, Aufbau und Fundstücke

5.2.2 Kurzbeschreibung einiger Keramikfunde

5.2.2.1 W-Ware: Gefäß U-343 / 13

5.2.2.2 B-Ware: Gefäß U-343 / 9

5.2.2.3 R-Ware: Gefäß U-343 / 17

5.2.2.4 L-Ware: Gefäß U-343 / 4

5.2.3 Datierung und Fundinterpretation

5.3 Das Königsgrab U-j

5.3.1 Lage und Aufbau

5.3.2 Fundstücke

5.3.2.1 Keramikfundstücke

5.3.2.2 Fundstücke aus Elfenbein und Knochen

5.3.2.3 Anhängetäfelchen

5.3.3 Datierung und Fundinterpretation

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Wurzeln der ägyptischen Begräbniskultur anhand des frühzeitlichen Friedhofs von Umm el-Qaab. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie sich die Bestattungspraktiken und Grabarchitekturen von der prädynastischen Zeit bis hin zu den Königsgräbern der Naqada-Zeit entwickelt haben und welche Rückschlüsse die Funde auf die gesellschaftliche Struktur und Verwaltung jener Epoche zulassen.

  • Entwicklung ägyptischer Grabtypen und Begräbnistraditionen.
  • Analyse archäologischer Befunde des Friedhofs U in Umm el-Qaab.
  • Untersuchung spezifischer Grabstätten (U-503a, U-343 und Königsgrab U-j) als Fallbeispiele.
  • Interpretation von Keramikfunden, Elfenbeinartefakten und Anhängetäfelchen hinsichtlich Datierung und Administration.
  • Die Bedeutung von Grabbeigaben als Indikator für soziale Hierarchien und frühes Königtum.

Auszug aus dem Buch

5.3.1 Lage und Aufbau

Diese Grabanlage wurde am Südrand des Plateaus, auf dem sich der U-Friedhof befindet, in der Mitte der beiden Mehrkammergräber U-i und U-k errichtet. Der Umriss bildet in etwa die Form eines Rechtecks mit leicht verzogenen Eckwinkeln. Der Innenraum ist in 12 Kammern unterschiedlicher Größe unterteilt, wobei die beiden südlichen Räume erst in einer zweiten Bauphase angefügt worden sind. Die Außenmaße betragen unter Einbeziehung dieser nachträglich angefügten Kammern 10,10m (N), 10,60 m (S), 8,25m (W) und 8,00m (O).

Die Räume werden durch Ziegelwände gestützt. Die meisten Ziegel sind 22x10cm bis 11x6cm groß, wobei es keinen Unterschied zwischen den verwendeten Ziegeln beider Bauphasen gibt. Die Wände sämtlicher Kammern sind mit Putz versehen, der meistens eine Dicke von 1-2cm aufweist. Der Putz selbst ist häckselhaltig.

Die Decke des Baus scheint aus Balken mit Mattenauflage sowie einer Deckschicht aus Ziegeln mit Verputz auf der Oberseite bestanden zu haben. Diese reichte an allen Seiten über die Mauern hinaus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die universelle menschliche Praxis der Bestattung und führt in die spezifische Tradition der ägyptischen Grabkultur ein, deren prähistorische Wurzeln in Umm el-Qaab erforscht werden.

2. Das Grab: Dieses Kapitel erläutert den mythologischen Hintergrund ägyptischer Gräber und gibt einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Grabbauten.

3. Lage und Beschaffenheit der Fundstelle: Hier werden die geografische Verortung der Nekropole Abydos und die topografischen Besonderheiten des Friedhofs U detailliert beschrieben.

4. Grabungsgeschichte: Dieser Abschnitt rekapituliert die wissenschaftliche Erforschung des Areals von den ersten Sondierungen Ende des 19. Jahrhunderts bis zu den modernen Kampagnen des Deutschen Archäologischen Instituts.

5. Entdeckte Grabanlagen: Der Hauptteil analysiert exemplarisch drei verschiedene Gräber, um die zeitliche und soziale Entwicklung von einfachen Grubenbestattungen bis hin zum komplexen Königsgrab U-j nachzuvollziehen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und ordnet das Grab U-j als entwicklungsgeschichtliche Wurzel der prächtigen Königsgräber späterer Dynastien ein.

Schlüsselwörter

Ägyptologie, Umm el-Qaab, Naqada-Zeit, Grabarchitektur, Bestattungssitten, Abydos, Königsgrab, U-j, Keramikfunde, Wellenhenkelgefäße, prädynastische Zeit, Archäologie, Grabbeigaben, Verwaltung, Skorpion-König.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der ägyptischen Begräbniskultur in der prädynastischen Zeit, insbesondere am Beispiel der Nekropole von Umm el-Qaab.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Grabarchitektur, die chronologische Einordnung von Bestattungen anhand von Keramikfunden sowie die soziale und administrative Entwicklung im frühen Ägypten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Ursprung und die Evolution der Grabstätten von einfachen Gruben bis hin zu komplexen Palastgräbern wie U-j zu verstehen und deren Bedeutung für das entstehende Königtum aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es werden archäologische Grabungsberichte, die Analyse von Fundinventaren (Keramik, Elfenbein, Täfelchen) sowie C14-Datierungsergebnisse ausgewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Fundstelle, die Grabungsgeschichte und die detaillierte Analyse dreier spezifischer Gräber (U-503a, U-343, U-j), die unterschiedliche Stufen der Naqada-Zeit repräsentieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Naqada-Zeit, Königsgrab U-j, Wellenhenkelgefäße, Nekropole Abydos und prädynastische Grabarchitektur definieren.

Welche Bedeutung kommt dem Königsgrab U-j zu?

U-j gilt als Höhepunkt der prädynastischen Grabarchitektur, der die Grenze zur „Vorgeschichte“ verschiebt und den hohen Entwicklungsstand des frühen ägyptischen Königtums belegt.

Wie lässt sich der Fund von Anhängetäfelchen interpretieren?

Die mit eingeritzten Zahlen und Zeichen versehenen Täfelchen werden als Hinweise auf eine fortschreitende Administration, Stoffmengenangaben und die Herkunft der Beigaben gedeutet.

Was verraten die Keramikfunde über die Handelsbeziehungen?

Das Vorkommen von ausländischen Weinkrügen aus dem palästinensischen Raum in den Gräbern zeugt von bereits gut eingespielten Handelsbeziehungen Ägyptens zu seinen Nachbarn.

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Details

Title
Umm el Qaab – Ein prädynastischer Königsfriedhof
College
University of Münster
Grade
1,5
Author
Rebecca Müller (Author)
Publication Year
2006
Pages
23
Catalog Number
V73735
ISBN (eBook)
9783638744621
ISBN (Book)
9783638745093
Language
German
Tags
Qaab Königsfriedhof
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rebecca Müller (Author), 2006, Umm el Qaab – Ein prädynastischer Königsfriedhof, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73735
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