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Produktionsverlagerung ins Ausland. Ein Leitfaden zur Identifikation und Überprüfung möglicher Standortfaktoren

Title: Produktionsverlagerung ins Ausland. Ein Leitfaden zur Identifikation und Überprüfung möglicher Standortfaktoren

Seminar Paper , 2006 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stefan Tripp (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Es gibt eine Reihe von Motiven, die Unternehmen veranlassen, eine Produktionsverlagerung ins Ausland in Erwägung zu ziehen bzw. durchzuführen. Die Hauptmotive der Unternehmen sind - basierend auf mehreren Umfragen - die zu hohen Kosten der Produktionsfaktoren in Deutschland im Vergleich zu verschiedenen anderen Ländern. Hierbei nimmt der Faktor Arbeit mit Abstand die größte Position ein.
In Polen beträgt beispielsweise der Stundenlohn 3,80 Euro, in Deutschland dagegen etwa 26,55 Euro. Das entspricht einer Differenz von etwa 600%. Diese Zahlen verdeutlichen, warum viele Unternehmen überlegen, eine Produktionsverlagerung ins Ausland vorzunehmen.

Laut einer Umfrage des Fraunhofer-Instituts für Systemtechnik und Innovationsforschung ISI aus dem Jahr 2001, verfügen ein Drittel aller befragten Unternehmen über einen Produktionsstandort im Ausland. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um große Unternehmen . Darunter sind aber auch einige kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu finden. Von allen befragten Unternehmen hatten 16% der kleinen, 45% der mittleren Unternehmen und 85% der großen Unternehmen einen ausländischen Produktionsstandort.
Bevorzugte Zielregionen für Unternehmen, die eine Produktionsverlagerung ins Ausland durchgeführt haben, sind Osteuropa, die neuen EU-Beitrittsländer sowie der Asiatische Raum.
Zwei Trends sind aus den Daten der Umfrage eindeutig abzuleiten. Je kleiner das Unternehmen, desto bedeutsamer ist für sie das Motiv Kostenersparnis und verlegen daher ihre Produktion von Deutschland primär nach Osteuropa bzw. in die neuen EU-Beitrittsländer. Begründet wird dies neben dem Kostenvorteil zusätzlich noch mit der geografischen Nähe zu Deutschland. Die Organisation und Steuerung eines Standortes in Osteuropa ist für KMU von Deutschland aus noch am ehesten möglich.
Bei größeren Unternehmen ist zu erkennen, dass das Bestreben der Markterschließung außerhalb des Heimatlandes immer bedeutsamer wird und die Unternehmen ihre Produktion eher Richtung Asien verlegen.
Diese Seminararbeit zeigt dazu einige Standortfaktoren auf, die bei einer Produktionsverlagerung ins Ausland beachtet werden sollen, sowie einige häufige Probleme die mit einer Produktionsverlagerung verbunden sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Standortwahl anhand von Standortfaktoren

2.1. Standortfaktoren bezüglich des Umfelds

2.1.1. Mögliche harte Standortfaktoren

2.1.2. Mögliche weiche Standortfaktoren

2.2. Standortfaktoren bezüglich des Betriebsorts

2.2.1. Mögliche harte Standortfaktoren

2.2.2. Mögliche weiche Standortfaktoren

3. Problemfelder der Produktionsverlagerung

3.1. Fehler bei der Standortwahl

3.2. Probleme bei Standorten im Ausland

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die strategischen Aspekte der Produktionsverlagerung ins Ausland mit dem primären Ziel, einen Leitfaden für die systematische Identifikation und Überprüfung relevanter Standortfaktoren zu entwickeln, um Fehlentscheidungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu minimieren.

  • Identifikation harter und weicher Standortfaktoren für das Umfeld und den Betriebsort.
  • Analyse typischer Fehler bei der internationalen Standortwahl.
  • Untersuchung von operativen und strategischen Problemen an ausländischen Produktionsstandorten.
  • Bewertung der ökonomischen Beweggründe unter Berücksichtigung von Kostenvorteilen gegenüber Risiken.
  • Ableitung von Empfehlungen für eine erfolgreiche Internationalisierungsstrategie.

Auszug aus dem Buch

3.1. Fehler bei der Standortwahl

1) Die zugrunde gelegten Standortfaktoren sind nicht auf die Strategie und Unternehmensziele zugeschnitten, die das Unternehmen mit der Produktionsverlagerung ins Ausland erreichen möchte.

2) Bei Standortvergleichen wird der Ist-Zustand des Heimatstandorts oftmals mit auf der „grünen Wiese“ geplanten Auslandsalternativen verglichen. Dies verhindert die nicht selten vorhandenen Möglichkeiten, den Heimatstandort durch Modernisierungsmaßnahmen attraktiver zu gestalten und in dem Standortvergleich entsprechend zu berücksichtigen.

3) Jedes Unternehmen hat einen bestimmten Bedarf an Netzwerken in die es in seinem Heimatstandort eingebunden ist, die aber nicht immer bewusst wahrgenommen werden. Dazu zählen zum Beispiel Kooperationen mit bestimmten Lieferanten, Kunden oder aber auch vereinzelt mit Konkurrenten. Der Bedeutung dieser Netzwerke wird einem meist erst bewusst, wenn diese am neuen ausländischen Standort fehlen. Um diese Strukturen am neuen Produktionsstandort wieder zu erlangen, ist, wenn überhaupt, nur mit großem finanziellem Aufwand möglich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Motive für Produktionsverlagerungen, insbesondere den Kostendruck durch Produktionsfaktoren, und zeigt den aktuellen Status der Internationalisierung bei kleinen, mittleren und großen Unternehmen auf.

2. Standortwahl anhand von Standortfaktoren: Es wird ein systematischer Rahmen definiert, um Standorte anhand von harten und weichen Faktoren sowohl auf Ebene des Umfelds als auch des Betriebsorts zu bewerten.

3. Problemfelder der Produktionsverlagerung: Hier werden häufige methodische Fehler bei der Planung sowie spezifische operative Herausforderungen im Ausland, wie Qualitätssicherung und Kommunikationskosten, detailliert dargelegt.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Produktionsverlagerungen zwar oft alternativlos für die Wettbewerbsfähigkeit sind, jedoch eine akribische Vorprüfung erfordern, um das zunehmende Risiko von Rückverlagerungen zu vermeiden.

Schlüsselwörter

Produktionsverlagerung, Standortwahl, Standortfaktoren, KMU, Internationalisierung, Kostenvorteile, Harte Standortfaktoren, Weiche Standortfaktoren, Markterschließung, Globalisierung, Prozesskosten, Wettbewerbsfähigkeit, Rückverlagerung, Risikomanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den strategischen Herausforderungen und der systematischen Planung von Produktionsverlagerungen ins Ausland, insbesondere unter dem Fokus, wie Unternehmen Standortfaktoren korrekt identifizieren und bewerten können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die Unterteilung von Standortfaktoren in harte und weiche Kriterien, die Differenzierung zwischen Umfeld- und Betriebsortbetrachtungen sowie die Identifikation typischer Fehlplanungen und operativer Risiken bei Auslandsinvestitionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist die Bereitstellung eines Leitfadens, der Unternehmen dabei unterstützt, durch eine fundierte Identifikation und Überprüfung von Standortfaktoren die Erfolgsaussichten einer Produktionsverlagerung zu erhöhen und kostspielige Fehlentscheidungen zu vermeiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine literaturgestützte Analyse, kombiniert mit den Ergebnissen relevanter Umfragen (z.B. Fraunhofer-Institut), um ein theoretisches Raster für die Standortbewertung und eine problemorientierte Analyse für die Umsetzungsphase zu erstellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Kategorisierung von Standortfaktoren (Umfeld vs. Betriebsort) sowie die systematische Aufarbeitung von Fehlern bei der Standortwahl und auftretenden Problemen wie Qualitätssicherung oder Kommunikationskosten am ausländischen Standort.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Produktionsverlagerung, Standortfaktoren, KMU, Internationalisierung, Markterschließung und Wettbewerbsfähigkeit.

Warum betont der Autor besonders die Rolle von Netzwerken im Kontext der Standortwahl?

Der Autor warnt davor, dass Unternehmen den Wert ihrer gewachsenen lokalen Netzwerke (Lieferanten, Kunden, Konkurrenten) am Heimatstandort oft erst bemerken, wenn diese am neuen ausländischen Standort fehlen und nur mit hohem finanziellem Aufwand reproduzierbar sind.

Welche Bedeutung misst der Autor der Differenzierung von harten und weichen Faktoren bei?

Die Unterscheidung ist deshalb zentral, weil harte Faktoren (z.B. Steuern, Lohnkosten) zwar messbar sind, weiche Faktoren (z.B. Image, Arbeitsmotivation, Lebensqualität) jedoch oft unterschätzt werden, obwohl sie indirekt einen massiven Einfluss auf die langfristige Produktivität und Stabilität am neuen Standort haben.

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Details

Title
Produktionsverlagerung ins Ausland. Ein Leitfaden zur Identifikation und Überprüfung möglicher Standortfaktoren
College
University of Applied Sciences Giessen
Grade
1,3
Author
Stefan Tripp (Author)
Publication Year
2006
Pages
16
Catalog Number
V73641
ISBN (eBook)
9783638783194
ISBN (Book)
9783638794534
Language
German
Tags
Produktionsverlagerung Ausland Leitfaden Identifikation Standortfaktoren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Tripp (Author), 2006, Produktionsverlagerung ins Ausland. Ein Leitfaden zur Identifikation und Überprüfung möglicher Standortfaktoren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73641
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