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Igraine Ohnefurcht - eine weibliche Heldin als Protagonistin

Title: Igraine Ohnefurcht - eine weibliche Heldin als Protagonistin

Term Paper , 2006 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Olivia Müller (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Summary Excerpt Details

Die Protagonistin des Romans „Igraine Ohnefurcht“ von Cornelia Funke ist ein zehnjähriges Mädchen, dass sich nichts sehnlicher wünscht, als Ritterin zu werden und eines Tages ein Königsturnier zu gewinnen. Sie ist abenteuerlustig und mutig. Für Igraine ist der Alltag auf Burg Bibernell oft viel zu langweilig und so bedauert sie es häufig, dass nie etwas passiert. Da kommt es ihr geradezu gelegen, als Gefahr für sie und ihre Familie droht und sie ihre Ritterqualitäten unter Beweis stellen kann.
Igraine wird dargestellt als ein charakterlich starkes Naturell, dass sich vor nichts fürchtet, der Gefahr ins Auge blickt und sich für das Wohl anderer einsetzt. Ängste finden dabei nur wenig Platz und so verwundert es nicht, dass sie sich in jedes Abendteuer stürzt und sich jeder Gefahr stellt, die sich ihr offeriert.
Igraine stellt somit den neuen Heldentypus der aktuellen Kinder- und Jugendliteratur dar. Sie ist mutig, stark und besitzt auch sonst viele Attribute, die in der Regel eher Jungen zugeschrieben werden. Sie ist eine weibliche Heldin, die ohne Angst und Scheu ihren Traum des Ritterseins verfolgt und erfüllt.

Meine Hausarbeit hat das Ziel, die Protagonistin vorzustellen und ihre Rolle in Bezug auf feministische Literaturtheorie zu analysieren. Dazu fertige ich in meinem ersten Teil eine detaillierte Figurenanalyse Igraines an, die die wichtigsten und prägnantesten Charakterzüge und -eigenschaften präsentieren soll.
Im zweiten Teil gehe ich kurz auf die Entwicklung der Heldenbilder ein und resümiere meine Figurenanalyse in Bezug auf diese Sekundärliteratur. Hier werden nun die wichtigsten Merkmale für das neue weibliche Heldenbild angeführt.
Das Fazit soll schließlich die wichtigsten Thesen und Ergebnisse darbieten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Figurenanalyse Igraine

3. Heldenbilder im Wandel

4. Fazit

Zielsetzung und Themen der Hausarbeit

Diese Hausarbeit analysiert die Protagonistin aus Cornelia Funkes Roman „Igraine Ohnefurcht“ hinsichtlich ihrer Rolle als weibliche Heldin unter Einbezug feministischer Literaturtheorien, um ihren neuen Heldentypus in der aktuellen Kinder- und Jugendliteratur herauszuarbeiten.

  • Detaillierte Figurenanalyse der Protagonistin Igraine
  • Untersuchung der ritterlichen Tugenden und Werte
  • Wandel des Frauenbildes in der Fantasy-Literatur
  • Vereinbarkeit von weiblicher Identität und dem Wunsch nach dem Rittertum
  • Rolle von Kleidung und Optik als Ausdruck von Geschlechterrollen

Auszug aus dem Buch

Figurenanalyse Igraine

Igraine, die Protagonistin des Buches „Igraine Ohnefurcht“, werden schon in ihrer Einführung die prägnantesten und am stärksten Igraine beschreibenden Attribute beigemessen: Schon im ersten Kapitel wird dem Leser Igraine mit den wichtigsten Eigenschaften vorgestellt, was ihm ermöglicht, sich schnell ein Bild von der Heldin machen zu können. Vorab erfährt die Leserschaft von Igraines Angst vor Spinnen, was im Laufe der Geschichte immer wieder aufgegriffen und zum Thema gemacht wird. Schnell wird auch ihre Katze Sisifus vorgestellt, die die Fähigkeit zu sprechen besitzt. Diese Tatsache ist in dieser Geschichte nichts außergewöhnliches, denn ihre Familie, mit der sie auf Burg Bibernell lebt, ist der Zauberkunst mächtig. Demgemäß sprechen beispielsweise auch die versteinerten Löwen auf der Burg. In einer solchen Umgebung verwundert es insofern auch nicht, dass Igraine abergläubisch ist: „Eine Spinne auf der Nase“, murmelte sie, „einen Tag vor meinem Geburtstag. Das kann nichts Gutes bedeuten.“

Und zu allem Überfluss muss der Leser erkennen, dass Igraine mit dieser Vorahnung recht behält, denn schon bald wird ihre Familie von Gilgalad und seinem Stacheligen Ritter bedroht, die an die Zauberbücher ihrer Eltern gelangen wollen.

Ganz entgegengesetzt zu ihren Eltern Sir Lamorak und der schönen Melisande, die bereits große Zauberer sind, und ihrem älteren Bruder Albert, der gerade dabei ist, einmal ein großer Zauberer zu werden und dafür von seinen Eltern ausgebildet wird, kann Igraine mit dieser ganzen Zauberei gar nicht viel anfangen. Ihr großer Traum besteht aus etwas ganz Anderem: „Sie wollte lieber werden wie ihr Urgroßvater, Pelleas von Bibernell. Ein edler Ritter war er gewesen, der auf Turnieren gekämpft und von morgens bis abends Abenteuer erlebt hatte.“

Sie möchte um jeden Preis einmal Ritterin werden und ihr größter Wunsch besteht darin, eines Tages ein Turnier des Königs zu gewinnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Protagonistin und den Roman vor und definiert das Ziel der Arbeit, Igraines Rolle im Kontext feministischer Literaturtheorien zu analysieren.

2 Figurenanalyse Igraine: Dieses Kapitel untersucht detailliert die Charaktereigenschaften, die familiäre Umgebung sowie das Selbstbild von Igraine und ihre Entwicklung im Verlauf der Geschichte.

3. Heldenbilder im Wandel: Hier wird der historische Wandel weiblicher Figuren in der Fantasy-Literatur beleuchtet und Igraine als Beispiel für eine selbstbewusste, moderne Heldin eingeordnet.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Igraine als moderne, furchtlose Heldin einen neuen Typus in der Literatur darstellt.

Schlüsselwörter

Igraine Ohnefurcht, Cornelia Funke, Ritterin, Kinderliteratur, Jugendliteratur, Frauenbild, weibliche Heldin, Geschlechterrollen, Figurenanalyse, Heldenbilder, Emanzipation, Fantasy, ritterliche Tugenden, Identität, Literaturtheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Analyse der Protagonistin Igraine aus dem Roman „Igraine Ohnefurcht“ von Cornelia Funke.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Charakterisierung einer weiblichen Heldin, der Wandel von Heldenbildern in der Kinder- und Jugendliteratur sowie die Dekonstruktion klassischer Geschlechterrollen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Igraines Rolle als Protagonistin vorzustellen und sie im Hinblick auf feministische Literaturtheorien zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Figurenanalyse vorgenommen, ergänzt durch einen Vergleich mit der Entwicklung historischer und moderner Heldenbilder.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Figurenanalyse von Igraine sowie eine Untersuchung über den Wandel weiblicher Heldenbilder in der Literatur.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Igraine Ohnefurcht, Heldentypus, Emanzipation, Geschlechterrollen und ritterliche Tugenden.

Wie unterscheidet sich Igraine von klassischen Prinzessinnenfiguren?

Im Gegensatz zu passiven, auf Schönheit und Ordnung bedachten Prinzessinnen, ist Igraine abenteuerlustig, mutig, trägt eine Rüstung und strebt danach, selbst eine Ritterin zu werden.

Welche Bedeutung spielt die Kleidung für die Protagonistin?

Die Kleidung dient als Ausdruck ihrer Identität; während sie prunkvolle Kleider ablehnt, symbolisiert ihre Rüstung ihren Mut und ihre Entschlossenheit.

Wie wird Igraines familiäres Umfeld dargestellt?

Igraine lebt in einer liebevollen und respektvollen Familie von Zauberern, die sie trotz ihres unkonventionellen Berufswunsches unterstützt.

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Details

Title
Igraine Ohnefurcht - eine weibliche Heldin als Protagonistin
College
University of Siegen  (Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften)
Course
Die Romane Cornelia Funkes
Grade
1,0
Author
Olivia Müller (Author)
Publication Year
2006
Pages
15
Catalog Number
V73434
ISBN (eBook)
9783638632966
ISBN (Book)
9783638794251
Language
German
Tags
Igraine Ohnefurcht Heldin Protagonistin Romane Cornelia Funkes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Olivia Müller (Author), 2006, Igraine Ohnefurcht - eine weibliche Heldin als Protagonistin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73434
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