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„Harry Potter“ – Ein modernes Märchen

Title: „Harry Potter“ – Ein modernes Märchen

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 21 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Anonym (Author)

English Language and Literature Studies - Literature
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„Harry Potter“ – ein literarisches Phänomen, das seit einigen Jahren die Welt erobert. So könnte man den Erfolg der Bücher von Joanne K. Rowling bezeichnen. Beinahe jeden Tag erscheint eine Schlagzeile über den Zauberer. Es hat sich ein richtiger Harry Potter – Fankult entwickelt, der nicht nur Kinder sondern auch Erwachsene zu treuen Anhängern der Zauberwelt werden lässt. Die Erzählungen werden in mehr als 60 Sprachen übersetzt und der vierte Film ist in Vorbereitung.
Die Romane sind inzwischen zu den bekanntesten Werken der modernen Populärliteratur zu zählen. Als Folge darauf entstanden sehr viele wissenschaftliche Untersuchungen, die sich intensiv mit „Harry Potter“ beschäftigten und verschiedenste, teilweise auch kuriose, Theorien über das Werk entwickelten. Es wurde immer wieder eine Einordnung der Bücher in eine bestimmte Gattung versucht. Dies ist bis jetzt nicht gelungen, da die Romane nicht eindeutig zuzuordnen sind.
Es stellt jetzt sicher so mancher die Frage, wie sich „Harry Potter“ nun auch noch mit einem Märchen verbinden lassen soll? Denn unter Märchen versteht man im Allgemeinen eher die Grimm’schen Märchensammlungen als ein modernes Jugendbuch.
Diese Arbeit soll zeigen, dass sich in den „Harry Potter“ – Romanen eine Vielzahl an Märchenelementen finden lässt. Es soll jedoch keine Einordnung der Bücher in die Gattung des Märchens erfolgen. Vielmehr soll bewiesen werden, dass Joanne K. Rowling sich in vielen Aspekten an den Märchen orientiert hat.
Um dieses Ziel zu erreichen, sollen im ersten Teil der Arbeit die Hauptkriterien und Merkmale von Märchen entwickelt und problematisiert werden. Dies geschieht unter Berücksichtigung der thematischen, ideologischen und strukturellen Aspekte von Märchen.
Anschließend soll in der zweiten Hälfte der Arbeit die Aussage verifiziert werden, dass die „Harry Potter“ – Romane viele, der im ersten Teil dargestellten, Märchenelemente enthalten. Diese Übernahmen werden dazu erst vorgestellt, um dann auf ihre spezifische Verwendung durch Joanne Rowling untersucht zu werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Gattung der Märchen

2.1 Entwicklung und Grundzüge der Märchen

2.2 Gehalt und Aufbau des Märchens

2.2.1 Zentrale Themen und Motive

2.2.2 Die Weltordnung

2.2.3 Die Erzählstruktur

2.3 Moderne Märchen

3. Elemente des Märchens in „Harry Potter“

3.1 Inhaltliche Übereinstimmungen

3.1.1 Märchenhafte Motive

3.1.2 Die Darstellung der Figuren

3.1.2.1 Harry als Protagonist

3.1.2.2 Übernatürliche Wesen

3.1.2.3 Tiere und Menschen

3.1.3 Typische Märchensymbole

3.2 Die Konstruktion einer märchenhaften Weltordnung

3.3 Ähnlichkeiten zur Märchenstruktur

3.4 Die Wirkungsabsicht der Autorin

4. Schlussbemerkung

5. Literaturverzeichnis

5.1 Primärliteratur

5.2 Sekundärliteratur

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern die „Harry Potter“-Romane von Joanne K. Rowling strukturelle und inhaltliche Elemente der klassischen Märchengattung aufgreifen, ohne die Bücher dabei vollständig als moderne Märchen klassifizieren zu wollen. Ziel ist es, den Einfluss von Märchenmotiven auf die Konstruktion der Zauberwelt, die Charakterentwicklung und die narrative Struktur der Romane wissenschaftlich zu verifizieren.

  • Analyse der grundlegenden Definitionen und Merkmale von Volks- und Kunstmärchen.
  • Untersuchung von märchenhaften Motiven und Symbolen innerhalb der Harry-Potter-Reihe.
  • Vergleich der Heldenreise und der sozialen Weltordnung zwischen Märchen und Rowlings Romanen.
  • Bewertung der Wirkungsabsichten der Autorin in Bezug auf gesellschaftliche Kritik.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Märchenhafte Motive

Die märchenhaften Themen und vor allem Motive in Rowlings Erzählung decken ein weites Feld an Märchenkriterien ab und sind dennoch nicht immer sofort als solche identifizierbar.

Das Hauptkennzeichen des Märchens, nämlich die Verwandlung, dominiert auch in den „Harry Potter“- Romanen. Harry erlebt einen sozialen Aufstieg und gewinnt Macht und Reichtum. Auch an anderen Stellen erlebt man Verwandlungen. Einige Zauberer können sich in Tiere verwandeln oder verschiedenes äußeres Aussehen annehmen.

Nicht nur die Verwandlung auch die Zauberwelt gehört zu den Grundlagen eines Märchens. Rowling kreiert in ihren Büchern eine parallele Welt der Zauberei, die sogar der normalen menschlichen „Muggels“ – Welt überlegen ist. In dieser Welt ist Zaubern etwas Natürliches und der Leser nimmt dies als gegeben hin. Einzig Harry wundert sich am Anfang darüber, sodass hier ein Unterschied zum Märchen sichtbar wird. Im Märchen wird die fantastische Welt als etwas Normales angesehen und keiner ist erstaunt über magische Ereignisse. Bei „Harry Potter“ dürfen die normalen Menschen dagegen nicht wissen, dass die Zauberei noch existiert.

Eine sehr deutliche Anlehnung an die Märchen erkennt man bei Rowling in Form des „Aschenputtel“ - Motivs. Die Parallelen zwischen Harry Potter und dem Aschenputtel der Gebrüder Grimm sind objektiv erklärbar. In der Ausgangssituation des Märchens muss Aschenputtel alle schweren und niederen Arbeiten alleine verrichten, während ihre Stiefgeschwister ein luxuriöses Leben führen. Auch Harry Potter erledigt am Anfang des ersten Bandes alle schweren Arbeiten, während sein Vetter Dudley verwöhnt wird. Die böse Stiefmutter in Aschenputtel erinnert an Harrys Tante Petunia Dursley, die ihn sehr schlecht behandelt, da sie seine Mutter gehasst hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet den massiven Erfolg von Harry Potter als literarisches Phänomen und definiert das Ziel der Arbeit, märchenhafte Einflüsse in den Romanen zu untersuchen.

2. Die Gattung der Märchen: Dieses Kapitel erarbeitet die theoretischen Grundlagen der Märchengattung, inklusive ihrer Entwicklung, der zentralen Motive, Weltordnung und Erzählstruktur.

3. Elemente des Märchens in „Harry Potter“: Hier werden die theoretischen Kriterien aus dem vorangegangenen Kapitel praktisch auf Rowlings Werke angewendet, indem Motive, Figuren und Strukturen detailliert analysiert werden.

4. Schlussbemerkung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Romane zwar viele Märchenelemente enthalten, jedoch aufgrund ihrer Genre-Mischung nicht eindeutig als Märchen einzuordnen sind.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen zur Untermauerung der wissenschaftlichen Analyse.

Schlüsselwörter

Harry Potter, Märchen, Volksmärchen, Kunstmärchen, Joanne K. Rowling, Erzählstruktur, Heldenreise, Märchenmotive, Zauberwelt, Aschenputtel-Motiv, Populärliteratur, Fantasy, Literaturwissenschaft, Weltordnung, Märchensymbole

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die inhaltlichen und strukturellen Verbindungen zwischen den Harry-Potter-Romanen von Joanne K. Rowling und der klassischen Gattung des Märchens.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Entwicklung des Märchenbegriffs, die Anwendung typischer Märchenmotive in der modernen Literatur sowie die Analyse von Charakter- und Strukturparallelen bei Harry Potter.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist der Nachweis, dass Rowling in ihren Büchern in hohem Maße auf Märchenelemente zurückgreift, ohne dass die Werke in ihrer Gesamtheit als Märchen klassifizierbar wären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine theoretische Fundierung des Märchenbegriffs mit einer textnahen Analyse und einem komparativen Vergleich der Märchenstrukturen mit ausgewählten Episoden der Harry-Potter-Romane.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Märchenmerkmale und deren detaillierte Untersuchung in der Harry-Potter-Serie, beispielsweise anhand von Motiven, Symbolen und Figurenkonstellationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Märchenstruktur, Harry Potter, Populärliteratur, Aschenputtel-Motiv und literarische Analyse charakterisieren.

Inwieweit spielt das „Aschenputtel“-Motiv eine Rolle?

Das Aschenputtel-Motiv dient als eines der zentralen Beispiele für die Übernahme märchenhafter Ausgangssituationen, wobei die Unterdrückung des Helden durch seine Verwandten (Dursleys) mit der Situation Aschenputtels verglichen wird.

Wie unterscheidet sich Harry als Protagonist von klassischen Märchenhelden?

Während er in seiner Ausgangslage dem Typus des Märchenhelden entspricht, zeichnet sich Harry zusätzlich durch eine tiefgreifende charakterliche Entwicklung und eine komplexere psychologische Tiefe aus.

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Details

Title
„Harry Potter“ – Ein modernes Märchen
College
University of Passau
Grade
1,5
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2007
Pages
21
Catalog Number
V73398
ISBN (eBook)
9783638739276
Language
German
Tags
Potter“ Märchen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2007, „Harry Potter“ – Ein modernes Märchen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73398
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