Die vorliegende, mit dem Study-Up Award der Fachhochschule Osnabrück ausgezeichnete Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Frauenbild im HipHop als eine der herausragenden Jugendkulturen der jüngeren Zeit.
Die Arbeit ist in zwei große Abschnitte eingeteilt: Der erste widmet sich der Erarbeitung des Frauenbildes im HipHop anhand bereits vorliegender Literatur. Dazu wird im Folgenden zunächst auf die Geschichte des HipHops sowohl in Amerika als auch in Deutschland eingegangen, weil ohne die Kenntnis der historischen Zusammenhänge eine adäquate Auseinandersetzung mit den Problematiken dieser Kultur nicht möglich ist. Anschließend werden die Rollen dargestellt, die der HipHop seinen männlichen und weiblichen Mitgliedern zuschreibt. Gerade die Rollen der Frau und das Bild, was von ihr vermittelt wird, stehen im Zentrum der weiteren Ausführungen, was mit einem Blick über den Tellerrand des HipHops hinaus anhand philosophischer bzw. theologischer Aspekte untermauert und erklärt werden soll.
Im zweiten großen Abschnitt soll es darum gehen, die zuvor erhaltenen Ergebnisse zu bestätigen, indem sowohl Interpreten und Rezipienten als auch Pädagogen zu Wort kommen, um mit ihrer Meinung das erarbeitete Frauenbild zu bestätigen oder aber zu widerlegen. Zuletzt möchte die Autorin Handlungsperspektiven für den Umgang mit der HipHop-Kultur aufzeigen, um Pädagogen Möglichkeiten der Bewältigung von Problemen an die Hand zu geben, die sich durch den HipHop ergeben.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Analyse der Jugendkultur des HipHops
- Jugendkulturen
- HipHop – eine Jugendkultur
- Geschichte des HipHops – Die vier Elemente
- HipHop in Deutschland
- HipHop und Moral
- Frauenbilder
- Hip und Hop - Gendertrouble im HipHop
- Das Bild des Mannes im Rap
- Das Bild der Frau im Rap
- Baddest Bitch
- Queen of HipHop
- Ethische Thesen zum Vergleich
- Der Kategorische Imperativ nach Kant
- Die Ver-Öffentlichung des weiblichen Körpers
- Einblicke in die HipHop-Kultur
- Stellungnahmen der Akteure
- Perspektiven der Interpreten
- Perspektiven der Rezipienten
- Perspektive der Pädagogen
- Musikvideos
- Clowning
- Stellungnahmen der Akteure
- Handlungsperspektiven
- Weitere Ansätze
- Resümee
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse des Frauenbildes im HipHop und untersucht dessen Auswirkungen auf die Jugendkultur.
- Die Geschichte des HipHops in Amerika und Deutschland
- Die Rolle von Mann und Frau im HipHop
- Das Frauenbild im Rap und seine ethischen Implikationen
- Stellungnahmen von Interpreten, Rezipienten und Pädagogen zum Frauenbild im HipHop
- Handlungsperspektiven für den Umgang mit der HipHop-Kultur
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz der HipHop-Kultur für die Jugend und die Motivation der Autorin für die Arbeit dar.
- Analyse der Jugendkultur des HipHops: Dieses Kapitel erörtert die allgemeinen Merkmale von Jugendkulturen und beschreibt die Entstehung und Entwicklung des HipHops. Es analysiert die Rolle des HipHops als Jugendkultur in Deutschland und geht auf die moralischen Aspekte des HipHops ein.
- Hip und Hop - Gendertrouble im HipHop: Dieses Kapitel widmet sich dem Frauenbild im HipHop und untersucht die Darstellung von Mann und Frau im Rap. Es beleuchtet die Stereotypisierung von Frauen im HipHop und stellt ethische Thesen zum Vergleich.
- Einblicke in die HipHop-Kultur: Dieses Kapitel präsentiert Stellungnahmen von Interpreten, Rezipienten und Pädagogen zum Frauenbild im HipHop. Es beleuchtet verschiedene Aspekte der HipHop-Kultur, wie Musikvideos und Clowning.
- Handlungsperspektiven: Dieses Kapitel bietet Handlungsperspektiven für den Umgang mit der HipHop-Kultur und zeigt Möglichkeiten für Pädagogen, mit den Problemen umzugehen, die durch den HipHop entstehen können.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den folgenden Schlüsselbegriffen: Jugendkultur, HipHop, Rap, Frauenbild, Sexismus, Geschlechterrollen, Moral, Ethische Thesen, Pädagogik, Handlungsperspektiven.
Häufig gestellte Fragen
Welches Frauenbild wird in der HipHop-Kultur vermittelt?
Die Arbeit analysiert Rollen wie die „Baddest Bitch“ oder die „Queen of HipHop“ und untersucht die oft sexistische Darstellung und Stereotypisierung von Frauen im Rap.
Wie hängen HipHop und Moral zusammen?
Die Autorin kontrastiert HipHop-Inhalte mit ethischen Thesen, wie dem Kategorischen Imperativ nach Kant, um die moralischen Implikationen der Songtexte zu bewerten.
Welche Rolle spielen Musikvideos in der Analyse?
Musikvideos werden als zentrales Medium betrachtet, das zur „Ver-Öffentlichung“ des weiblichen Körpers beiträgt und sexistische Rollenbilder visuell verstärkt.
Was sagen Pädagogen zur HipHop-Kultur?
In der Arbeit kommen Pädagogen zu Wort, um ihre Sicht auf die Problematiken des HipHops im Erziehungsalltag und den Umgang mit jugendlichen Rezipienten zu schildern.
Gibt es Handlungsperspektiven für die pädagogische Praxis?
Ja, die Arbeit zeigt Möglichkeiten auf, wie Pädagogen kritisch mit den Inhalten der HipHop-Kultur umgehen und Jugendliche für Sexismus sensibilisieren können.
- Quote paper
- Nadja Hajir (Author), 2006, Shake it! Frauenbild und Sexismus in der Jugendkultur des HipHop, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72962