Die gemeinsame Außen und Sicherheitspolitik der Europäischen Union hat sich im Laufe der Zeit zu einem wichtigen gemeinsamen Politikfeld der EU - Mitgliedstaaten etabliert. Seit 1993 bildet die GASP die zweite Säule der EU. Die Wurzeln der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik reichen allerdings bis in die 1960er Jahre zurück. 1969 beschlossen die Staats- und Regierungschefs der damals sechs Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft auch im Bereich der Außenpolitik enger zusammenzuarbeiten. Somit wurde 1970 die Europäische Politische Zusammenarbeit (EPZ) ins Leben gerufen, mit welcher man sich durch die zwischenstaatliche Koordination eine Harmonisierung der Standpunkte sowie ein einheitliches Auftreten erhoffte
Diese Arbeit beschäftigt sich explizit mit der Entstehung und Entwicklung der EPZ seit ihrer Gründung im Jahre 1970 bis zum Jahr 1981. Es soll geklärt werden, was sich überhaupt genau hinter der EPZ verbirgt, wie sie sich bis 1981 entwickelte, in welchen Bereichen sie in der Praxis tätig wurde und schließlich, wie man die Leistung der EPZ bewerten kann. War die von den Außenministern betriebene Politik der Deklaration im Rahmen der EPZ tatsächlich nur reaktiv, tatenlos, selektiv und letztendlich wirkungslos?
Diese Fragen sollen in der vorliegenden Arbeit beantwortet werden. Dafür wird im ersten Teil zunächst die Entwicklung der EPZ betrachtet, um im zweiten Teil die Stärken und Schwächen sowie Erfolge und Misserfolge der EPZ zu bewerten und schließlich ein Fazit über den vieldiskutierten und oft auch kritisierten Vorläufer der GASP ziehen zu können.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Entwicklung der EPZ bis 1981
- 2.1. Die Haager Gipfelkonferenz von 1969
- 2.2. Der Luxemburger Bericht von 1970 (Davignon - Bericht)
- 2.3. Die Pariser Gipfelkonferenz von 1972
- 2.4. Der Kopenhagener Bericht von 1973
- 2.5. Die Pariser Gipfelkonferenz von 1974
- 2.6. Der Londoner Bericht von 1981
- 3. Bewertung der EPZ
- 3.1. Bewertungskriterien und Maßstabsproblematik
- 3.2. Leistungsvermögen der EPZ
- 4. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit der Europäischen Politischen Zusammenarbeit (EPZ) und untersucht ihre Entstehung und Entwicklung von 1970 bis 1981. Die Arbeit beleuchtet die Ziele und die Entwicklung der EPZ, bewertet deren Leistungsvermögen und analysiert, ob die EPZ den Erwartungen gerecht wurde.
- Die Gründung der EPZ und ihre Bedeutung im Kontext der europäischen Integration
- Die Entwicklung der EPZ von 1970 bis 1981
- Die Bewertung der EPZ im Hinblick auf ihre Erfolge und Misserfolge
- Die Bedeutung der EPZ als Vorläufer der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) der EU
- Die Herausforderungen und Chancen der politischen Zusammenarbeit in Europa
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel stellt die Einleitung dar, die die Entstehung der EPZ, ihre Bedeutung und die Forschungsfrage der Hausarbeit darlegt. Das zweite Kapitel beschreibt die Entwicklung der EPZ von 1970 bis 1981, einschließlich der wichtigsten Entscheidungen und Entwicklungen. Im dritten Kapitel wird die Leistung der EPZ in Bezug auf ihre Stärken und Schwächen, Erfolge und Misserfolge bewertet.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Europäische Politische Zusammenarbeit (EPZ), Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP), Europäische Integration, intergouvernementale Zusammenarbeit, Harmonisierung der Standpunkte, europäische Außenpolitik.
Häufig gestellte Fragen
Was war die Europäische Politische Zusammenarbeit (EPZ)?
Die EPZ war ein 1970 geschaffenes System zur zwischenstaatlichen Koordination der Außenpolitik unter den EU-Mitgliedstaaten und gilt als Vorläufer der heutigen Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP).
Welche Bedeutung hatte der Luxemburger Bericht von 1970?
Der auch als Davignon-Bericht bekannte Text legte die Grundlagen für die EPZ fest, indem er regelmäßige Treffen der Außenminister zur Harmonisierung der Standpunkte vorschrieb.
War die EPZ in der Praxis erfolgreich?
Die Arbeit bewertet die EPZ kritisch. Während sie ein einheitliches Auftreten förderte, wurde sie oft als reaktiv, tatenlos und in vielen Fällen als wirkungslos gegenüber globalen Krisen kritisiert.
Wie entwickelte sich die EPZ bis 1981?
Über verschiedene Gipfelkonferenzen (Haag, Paris, Kopenhagen) und Berichte (Londoner Bericht 1981) wurde die Zusammenarbeit schrittweise intensiviert und formalisiert.
Was ist der Unterschied zwischen EPZ und GASP?
Die EPZ war rein zwischenstaatlich (intergouvernemental) organisiert, während die 1993 eingeführte GASP die zweite Säule der EU bildet und fester in die institutionellen Strukturen der Union integriert ist.
- Quote paper
- Judith Varga (Author), 2007, Die Europäische Politische Zusammenarbeit (EPZ) - Entwicklung und Leistungsvermögen 1970 bis 1981, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72737