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Zur Geschichte der Dampflokomotive

Title: Zur Geschichte der Dampflokomotive

Term Paper , 2007 , 14 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: André Miething (Author)

Technology
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Was muss das für ein Anblick gewesen sein:
Eine tonnenschwere Konstruktion angetrieben von Feuer und kochendem Wasser bewegt seine glatten Eisenräder über ebenso glatte Eisenschienen. Wie konnte das nur funktionieren?
Die Dampfmaschine kannte man nur als Maschine zum Abpumpen von Grubenwasser, nicht aber als Antriebskraft, und „[...] der Begriff Haftreibung [...]“existierte noch nicht einmal.1
Und dennoch bewegte sich dieses Gefährt wirklich von der Stelle.
Kein Wunder also, dass diese von Dampf angetriebene Konstruktion nach den neu lateinischen Wörtern „loco motivus“, sich von der Stelle bewegend, bald als eine so genannte Dampflokomotive bezeichnet wurde. Und obwohl ihre Geschichte in den dunklen Bergwerksanlagen Englands begann, dauerte es nicht lange, bis sie für die Menschen des 19.Jahrhunderts zu einer der größten Attraktionen und wichtigsten Erfindungen wurde.2 Denn nun konnte man nicht nur schwere Lasten, sondern auch Passagiere ganz ohne Pferde von Ort zu Ort transportieren. Was man brauchte war nur etwas Wasser und irgendein Brennstoff wie Holz oder Kohle, die ja beide Anfang des 19.Jahrhunderts reichlich vorhanden waren.
Doch funktionierte die Dampflokomotive wirklich so einfach?
Ziel dieser Arbeit ist es, genau diese Frage zu beantworten. Dabei liegt das Hauptaugenmerk allerdings nicht auf den technischen Elementen der modernen, sondern den der ersten Dampflokomotiven und deren grundsätzlicher Funktionsweise.
Ebenfalls will ich einen kurzen Überblick sowohl über die Geschichte der Dampfmaschine, als auch der Dampflokomotive geben, da wie die Namen bereits vermuten lassen beide Erfindungen eng miteinander verknüpft sind.

1 Heym, Rudolf: Wie funktioniert sie eigentlich, die Dampflok?, München 2004, S. 22
2 vgl. Knaur, Droemer: Knaurs Geschichte der Dampfeisenbahn im Bild, München / Zürich 1982, S. 25

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

II Hauptteil

2.1 Die Geschichte der Dampflokomotiven

2.2 Der Wasserdampf

2.3 Die Verbrennung

2.4 Die Kesselexplosion

III Fazit

IV Anhang

4.1 Literaturverzeichnis

4.2 Abbildungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel dieser Arbeit ist es, die grundlegende Funktionsweise der ersten Dampflokomotiven für Laien verständlich zu erläutern und dabei die enge historische Verbindung zwischen der Entwicklung der Dampfmaschine und der Dampflokomotive aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung von Dampfmaschine und Dampflokomotive
  • Physikalische Grundlagen der Wasserdampfnutzung
  • Technischer Prozess der Verbrennung in der Feuerbüchse
  • Selbstregulierungsmechanismen wie das Blasrohr
  • Sicherheitsrisiken und Ursachen von Kesselexplosionen

Auszug aus dem Buch

2.4 Die Kesselexplosion

Die „Rocket“ erlangte nicht nur Ruhm aufgrund ihrer vorteilhaften und richtungweisenden Konstruktion, sondern auch traurige Berühmtheit aufgrund des ersten tödlichen Passagierunfalls der Eisenbahngeschichte im Jahr 1830, als sie den unachtsamen Parlamentsabgeordneten William Huskisson auf den Schienen erfasste. Doch dies war nicht das erste Opfer der Dampflokomotive, denn schon zwei Jahre zuvor starb ein Maschinist als seine Lokomotive explodierte.

Diese Explosion zeigte den Konstrukteuren mehr als deutlich, welche Kraft und gleichzeitig Gefahr eine Dampflokomotive beinhaltete: es war der Kesseldruck! Verdampft Wasser in einem geschlossenem Behälter, nimmt das Volumen zu und der Gas- bzw. Dampfdruck steigt; dies hatte ich schon bei unserem theoretischen Topfversuch erwähnt. Was passiert aber, wenn das Wasser weiter erhitzt wird, der Wasserdampf aber nicht entweichen kann?

Jedes Wasserdampfmolekül stößt ja gegen die Oberfläche und gibt Energie ab. Da allerdings jedes Material nur eine bestimmte Menge an solcher Energie aufnehmen kann bzw. nur einem bestimmten Druck aushält, zerreißt der Behälter irgendwann. Bei der Dampflokomotive nennt man solch ein Zerreißen eines Dampfkessels „Kesselzerknall“ oder auch „Kesselexplosion“. Doch nicht nur zu hoher Dampfdruck kann eine Kesselexplosion auslösen; auch fehlende oder mangelhafte Wartung, Wassermangel und Konstruktionsfehler können die Ursachen sein.

Sicherlich waren gerade in der Pionierzeit der Dampflokomotive die Kesselexplosionen keine Seltenheit, doch auch moderne Dampflokomotiven blieben vor diesen Unfällen nicht verschont. Das belegt zum Beispiel der 27. November 1977, an dem nicht nur ein Lokführer und ein Heizer, sondern auch sieben Passagiere bei solch einer Explosion starben. Trauriger Weise war dieses Unglück nicht auf maschinelles, sondern auf menschliches Versagen zurückzuführen.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Die Einleitung motiviert das Thema durch die historische Faszination an der Dampfloktechnik und definiert die Zielsetzung, die Funktionsweise der frühen Maschinen ohne tiefgreifende technische Vorkenntnisse zu erklären.

II Hauptteil: Der Hauptteil erläutert die technologische Evolution von den ersten Dampfmaschinen hin zur Dampflokomotive, erklärt die physikalischen Abläufe im Zylinder, die Bedeutung der Verbrennung und des Blasrohrs sowie die Gefahren durch den Kesseldruck.

III Fazit: Das Fazit fasst den technischen Funktionsprozess zusammen und bewertet die Dampflokomotive historisch, wobei insbesondere ihr geringer Wirkungsgrad im Vergleich zu modernen Antriebsformen hervorgehoben wird.

IV Anhang: Der Anhang bietet eine Übersicht der verwendeten Literatur und der in der Arbeit eingebundenen Abbildungen.

Schlüsselwörter

Dampflokomotive, Dampfmaschine, Wasserdampf, George Stephenson, Feuerbüchse, Langkessel, Blasrohr, Kesselexplosion, Wirkungsgrad, Antriebstechnik, Thermodynamik, Eisenbahngeschichte, Verbrennung, Dampfzylinder, Treibachse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die technischen Grundlagen und die historische Entwicklung der frühen Dampflokomotiven.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Funktionsweise von Dampfmaschinen, der Energieübertragung auf die Räder und den technischen Sicherheitsaspekten des Kesselbetriebs.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Funktionsweise der ersten Dampflokomotiven für den Leser verständlich darzustellen, ohne dass dieser tiefgehende technische Vorkenntnisse benötigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer deskriptiven Aufarbeitung technischer Sachverhalte, ergänzt durch historische Kontextualisierung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Geschichte der Dampflokomotiven, die physikalischen Prinzipien des Wasserdampfs, die Mechanismen der Verbrennung sowie die Risiken von Kesselexplosionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Dampflokomotive, Verbrennung, Wirkungsgrad, Kesselexplosion und Antriebstechnik.

Warum war das Blasrohr eine so wichtige Erfindung von George Stephenson?

Es ermöglichte eine automatische Leistungsanpassung: Je mehr Wasserdampf verbraucht wurde, desto stärker wurde das Feuer durch den erzeugten Unterdruck angefacht.

Was genau passiert bei einem sogenannten Kesselzerknall?

Ein Kesselzerknall tritt ein, wenn der im Kessel erzeugte Dampfdruck das Material des Behälters überlastet und dieser aufgrund von Materialermüdung, Konstruktionsfehlern oder Wassermangel explodiert.

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Details

Title
Zur Geschichte der Dampflokomotive
College
Technical University of Berlin  (Fakultät I Geisteswissenschaften)
Course
LV: Technische Grundlagen der Arbeitslehre
Grade
1,7
Author
André Miething (Author)
Publication Year
2007
Pages
14
Catalog Number
V72565
ISBN (eBook)
9783638629713
ISBN (Book)
9783638903479
Language
German
Tags
Geschichte Dampflokomotive Technische Grundlagen Arbeitslehre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
André Miething (Author), 2007, Zur Geschichte der Dampflokomotive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72565
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