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Devianz - Ausdruck misslungener Sozialisation

Erörtert und diskutiert am Beispiel Jugendkriminalität

Titel: Devianz - Ausdruck misslungener Sozialisation

Hausarbeit , 2007 , 11 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Denise van der Burg (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Immer wieder wird misslungene Sozialisation oder anders, fehlgeschlagene Erziehung als Grund für deviantes Verhalten genannt. Ich möchte mich in dieser Hausarbeit damit auseinandersetzten, was misslungene Sozialisation bedeutet und ob diese in einem kausalen Zusammenhang mit deviantem Verhalten steht. Hierzu werde ich zunächst die Begriffe „Sozialisation“ und „Devianz“ allgemein definieren. Als Beispiel für deviantes Verhalten hab ich das Thema "Jugendkriminalität" gewählt, da es gerade dabei immer häufiger dazu kommt, dass Gründe in misslungener Sozialisation gesucht werden. In den folgenden Punkten hab ich dann zunächst erklärt, wer und was unter den Begriff Jugendkriminalität fällt und ein paar Zahlen dazu genannt. Danach nenne ich einige Zitate, auf die ich meine Argumentation mit begründe. Im Anschluss daran entwickle ich eine Definition von misslungener Sozialisation anhand der gegebenen Definition von "gelungener" Sozialisation. Mit Hilfe dieser und den vorher genannten Zitaten versuche ich dann den Zusammenhang von misslungener Sozialisation und Devianz zu prüfen. In der Reflexion stelle ich dann meine, aus den gesamten Recherchen, gebildete Meinung dar.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Definition Sozialisation

2. Definition Devianz

3. Jugendkriminalität als Beispiel für Devianz

3.1 Wer fällt unter den Begriff Jugendkriminalität?

3.2 Was fällt unter den Begriff Jugendkriminalität?

3.3 Zahlen zur Jugendkriminalität (Stand 2005)

4. Zitate

4.1 Ursachen für Jugendkriminalität

4.2 Statement zu Jugendkriminalität von Herrn Joachim Stünker, rechtspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, erschienen 01.02.2005

4.3 Schulabschluss und Jugendkriminalität

5. Was würde misslungene Sozialisation bedeuten?

5.1 Aus all diesen Punkten ergibt sich für mich folgende Definition von misslungener Sozialisation:

6. Devianz – Ausdruck misslungener Sozialisation?

7. Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die theoretische Fragestellung, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen misslungener Sozialisation und deviantem Verhalten besteht. Als Fallbeispiel dient dabei die Jugendkriminalität, um zu prüfen, ob kriminelle Handlungen tatsächlich auf ein fehlgeschlagenes Hineinwachsen in die gesellschaftliche Normordnung zurückzuführen sind.

  • Definition und theoretische Einordnung von Sozialisation und Devianz.
  • Analyse des Begriffs der Jugendkriminalität unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen und statistischer Daten.
  • Diskussion der Ursachen für delinquentes Verhalten anhand von Expertenstatements und Untersuchungen zum schulischen Bildungshintergrund.
  • Kritische Reflexion der These einer kausalen Verknüpfung zwischen mangelnder Sozialisation und Kriminalität.

Auszug aus dem Buch

1. Definition Sozialisation

Als Sozialisation bezeichnet man „Die Gesamtheit der Prozesse, durch die ein Mensch Teil einer Gesellschaft wird und deren Kultur mitträgt und mitbestimmt; Hineinwachsen in soziale Rollen und Übernahme von sozialen Werten und Normen; beides ermöglicht dem Einzelnen soziale Handlungsfähigkeit. Die Sozialisation eines Menschen kann einmal durch absichtliche Einwirkungen (wie z.B. Erziehung oder Bildung) unterstützt werden. Zum anderen finden Sozialisationsprozesse durch das gemeinsame Leben in der Gesellschaft statt. Der Einzelne lernt, welches Verhalten erfolgreich oder erwünscht ist und welches nicht. Die Normen und Werte einer Gesellschaft können vom Individuum so verinnerlicht (internalisiert) werden, dass es immer noch seine Persönlichkeit beibehält und als aktives Mitglied die Gesellschaft mitprägt.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Autorin legt die Problemstellung dar, ob misslungene Sozialisation als Ursache für deviantes Verhalten bei Jugendlichen fungiert.

1. Definition Sozialisation: Es erfolgt eine theoretische Herleitung des Begriffs Sozialisation als Prozess des Hineinwachsens in eine Gesellschaft.

2. Definition Devianz: Dieser Abschnitt definiert abweichendes Verhalten als Verstoß gegen soziale Normen und unterscheidet zwischen progressiver und regressiver Devianz.

3. Jugendkriminalität als Beispiel für Devianz: Hier werden die juristische Definition, der Altersbereich sowie statistische Daten der Jugendkriminalität im Jahr 2005 aufbereitet.

4. Zitate: Anhand verschiedener Expertenquellen werden Ursachen für Jugendkriminalität diskutiert, darunter familiäre Einflüsse und schulischer Erfolg.

5. Was würde misslungene Sozialisation bedeuten?: Auf Basis der zuvor erarbeiteten Definition wird das Konzept der misslungenen Sozialisation theoretisch konstruiert.

6. Devianz – Ausdruck misslungener Sozialisation?: Dieses Kapitel führt eine kritische Gegenüberstellung durch, um den kausalen Zusammenhang zwischen Sozialisationsmängeln und Kriminalität zu prüfen.

7. Reflexion: Die Autorin zieht ein persönliches Fazit, in dem sie den Kausalzusammenhang weitgehend verneint und alternative Ursachen hervorhebt.

Schlüsselwörter

Sozialisation, Devianz, Jugendkriminalität, abweichendes Verhalten, Normen, Werte, Delinquenz, Strafgesetzbuch, Sozialpädagogik, Erziehung, Unrechtsbewusstsein, Sozialisationstheorie, Jugendgerichtsgesetz, Bildungserfolg, Persönlichkeitsentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Hausarbeit?

Die Arbeit untersucht, ob deviantes Verhalten, insbesondere Jugendkriminalität, zwangsläufig als Resultat einer misslungenen Sozialisation des Individuums zu verstehen ist.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit verknüpft die soziologischen Fachbegriffe der Sozialisation und Devianz mit der aktuellen Problematik der Jugendkriminalität und deren Ursachenforschung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Prüfung der Hypothese, ob eine kausale Abhängigkeit zwischen einem fehlgeschlagenen Sozialisationsprozess und der Entstehung von Kriminalität besteht.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Autorin nutzt eine literaturbasierte Analyse, kombiniert mit der Auswertung statistischer Daten und Expertenstatements, um eine eigene Definition zu bilden und diese in der Reflexion kritisch zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Fachbegriffen, die rechtliche und statistische Eingrenzung der Jugendkriminalität sowie eine diskursive Auseinandersetzung mit verschiedenen Ursachenmodellen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Sozialisation, Devianz, Jugendkriminalität, Werteorientierung und die Frage nach den Einflussfaktoren wie Schule und familiärem Umfeld.

Warum spielt der Schulabschluss eine Rolle für die Argumentation?

Die Autorin diskutiert den Schulabschluss als Indikator für gesellschaftliche Teilhabechancen; ein Fehlen von Perspektiven wird hierbei als wichtigerer Faktor für Delinquenz gesehen als eine grundlegend misslungene Sozialisation.

Zu welcher Schlussfolgerung gelangt die Autorin in ihrer Reflexion?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass ein Kausalzusammenhang zwischen Devianz und misslungener Sozialisation nicht haltbar ist, da die Jugendlichen meist sehr wohl über das Wissen um gesellschaftliche Erwartungen verfügen, aber an systemischen Anforderungen scheitern.

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Details

Titel
Devianz - Ausdruck misslungener Sozialisation
Untertitel
Erörtert und diskutiert am Beispiel Jugendkriminalität
Hochschule
Frankfurt University of Applied Sciences, ehem. Fachhochschule Frankfurt am Main
Veranstaltung
Sozialarbeit
Note
1,0
Autor
Denise van der Burg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
11
Katalognummer
V72508
ISBN (eBook)
9783638628327
ISBN (Buch)
9783640827350
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Devianz Ausdruck Sozialisation Sozialarbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Denise van der Burg (Autor:in), 2007, Devianz - Ausdruck misslungener Sozialisation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72508
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  11  Seiten
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