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Kulturimperialismus der USA

Title: Kulturimperialismus der USA

Term Paper , 2004 , 15 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Jasmin Gally (Author)

Politics - Region: USA
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Was ist amerikanischer (Kultur-)Imperialismus? Die Amerikanisierung der Welt, Zerstörung fremder Kulturen oder Ausdruck modernen Kulturwandels? Gerade in Europa findet man die verschiedensten Bezeichnungen für diesen Prozess. Ob Amerikanismus oder Amerikanisierung, wie oben schon einmal genannt, McDonaldisierung oder Verbreitung von amerikanischer Massen- und Populärkultur. Egal, welchen Namen er trägt, amerikanischer Imperialismus bietet genügend Stoff für Diskussionen.
In den folgenden Kapiteln möchte ich mich näher mit diesem Phänomen beschäftigen. Seinen Ursprung aus der puritanischen Tradition und dem ihr folgenden Prinzip des „Manifest Destiny“. Die Faktoren, die vor allem nach Ende des Zweiten Weltkrieges, den Kulturimperialismus der USA in Europa begünstigt haben. Außerdem möchte ich Parallelen ziehen zwischen dem amerikanischen Imperialismus und einem anderen „Empire“ unserer Geschichte.
Auch soll versucht werden die Frage nach der neuen Bedrohung Amerikas, dem internationalen Terrorismus, zu beantworten. Kann man dem amerikanischen Kulturimperialismus eine Mitschuld an der wachsenden Bedeutung des islamischen Fundamentalismus geben?
Am Beispiel des Irak soll dann gezeigt werden, das das amerikanische Sendungsbewusstsein auch heute noch eine nicht unwichtige Rolle in der amerikanischen Außenpolitik spielt.
Und schließlich möchte ich Gründe aufzeigen, die für die USA ausschlaggebend sein könnten, mehr Verantwortung in der globalisierten Welt des neuen Jahrtausends zu übernehmen.

Excerpt


Gliederung

1. Einführung

2. Die Wurzeln des amerikanischen Missionsgedankens

2.1. „Manifest Destiny“

3. Kulturimperialismus

3.1. Amerikanischer Kulturimperialismus nach 1945 in Europa

3.2. Vergleiche mit dem britischen Empire

4. Die „politische Religion“

4.1. Die neue Bedrohung durch den islamischen Fundamentalismus

4.1.1. Gründe für islamischen Fundamentalismus

5. Gründe für die USA, mehr Verantwortung in der globalisierten Welt zu übernehmen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den amerikanischen Kulturimperialismus und dessen historische Wurzeln im puritanischen Sendungsbewusstsein sowie im „Manifest Destiny“. Es wird analysiert, wie dieser kulturelle Einfluss nach 1945 in Europa wirkte, inwiefern er mit dem britischen Empire vergleichbar ist und ob er zur Entstehung des islamischen Fundamentalismus beigetragen hat.

  • Historische Ursprünge des amerikanischen Missionsgedankens
  • Amerikanischer Kulturimperialismus in Europa nach 1945
  • Vergleich imperialer Strukturen (USA vs. britisches Empire)
  • Zusammenhang zwischen US-Außenpolitik und islamischem Fundamentalismus
  • Verantwortung der USA in der globalisierten Weltordnung

Auszug aus dem Buch

Die Wurzeln des amerikanischen Missionsgedankens

Als Missionsbewusstsein wird der in Amerika wirkende Impuls bezeichnet, „... gewisse Werte (=Inhalt der Mission), die der amerikanischen Gesellschaft teuer und von ihr akzeptiert sind, anderen Gesellschaften, Völkern, Nationen, kurz ‚der Welt’ zu vermitteln, sie über die nationalen Grenzen der Vereinigten Staaten hinaus in der Welt zu verbreiten, zu fördern, durchzusetzen.“ Dieses Missionsbewusstsein wird auch durch das Gefühl der Auserwähltheit des amerikanischen Volkes begründet. Man kann eine Mischung aus politischem und religiösem Denken finden, die in dem Glauben, die USA seien die erste Demokratie der neueren Menschheitsgeschichte, gipfelt.

Man unterscheide sich dadurch von allen anderen Ländern und Regimen. Dieser Umstand war vor allem im Hinblick auf die alten Regime in Europa wichtig. Ein zentraler Punkt war, wie Max Lerner es nannte, die „theory of exeptionalism“. Die bewusste moralische Distanzierung vom alten Kontinent. Während sich das europäische Selbstverständnis auf das Bewusstsein einer ethnischen Zugehörigkeit, einer gemeinsamen Sprache, Religion und Geschichte gründet, sehen die USA ihr Selbstverständnis in ihrer amerikanischen Republik. Sie stützt sich auf universalistisch-moralische Grundlagen, mit Rechten für jeden Bürger, die natürlich und unveräußerlich sind. „Life, liberty and the pursuit of happiness.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Der Autor führt in den Begriff des amerikanischen (Kultur-)Imperialismus ein und erläutert die Forschungsabsicht, die von historischen Ursprüngen bis hin zur aktuellen globalen Verantwortung der USA reicht.

2. Die Wurzeln des amerikanischen Missionsgedankens: Dieses Kapitel beleuchtet den puritanischen Ursprung des US-amerikanischen Sendungsbewusstseins und die damit einhergehende Vorstellung einer moralischen Auserwähltheit.

2.1. „Manifest Destiny“: Es wird analysiert, wie dieses Dogma die territoriale Ausdehnung und den amerikanischen Erfolgsethos ideologisch legitimierte.

3. Kulturimperialismus: Hier wird die kulturelle Vorherrschaft der USA als Supermacht und der mit dem Begriff „Amerikanisierung“ verbundene kritische Beigeschmack untersucht.

3.1. Amerikanischer Kulturimperialismus nach 1945 in Europa: Der Autor zeigt auf, wie nach dem Zweiten Weltkrieg die amerikanische Kultur als ein „Gegengift“ zum Nationalsozialismus und als Teil des westlichen Aufbauprogramms in Europa Fuß fasste.

3.2. Vergleiche mit dem britischen Empire: Das Kapitel arbeitet Parallelen zwischen der heutigen US-Dominanz und dem kolonialen Erbe des britischen Empires heraus.

4. Die „politische Religion“: Hier wird der Islamismus als eine Form der politischen Religion thematisiert, die weltliche Ziele unter einem religiösen Deckmantel verfolgt.

4.1. Die neue Bedrohung durch den islamischen Fundamentalismus: Es wird die Entwicklung der Bedrohung durch den Terrorismus, insbesondere nach dem 11. September, diskutiert.

4.1.1. Gründe für islamischen Fundamentalismus: Der Text nennt historische und aktuelle Ursachen, wie Kreuzzugserfahrungen und die Ablehnung westlicher Penetration, als treibende Kräfte für Radikalisierung.

5. Gründe für die USA, mehr Verantwortung in der globalisierten Welt zu übernehmen: Abschließend werden die Notwendigkeit einer aktiven Rolle der USA und die damit verbundenen Risiken, wie etwa der Alleingang im Irak, abgewogen.

Schlüsselwörter

Kulturimperialismus, Missionsbewusstsein, Manifest Destiny, Amerikanisierung, USA, Außenpolitik, islamischer Fundamentalismus, Supermacht, Globalisierung, Imperialismus, Theorie des Exzeptionalismus, Selbstverwaltung, politische Religion, internationale Verantwortung, Terrorismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Phänomen des amerikanischen Kulturimperialismus, von seinen historischen Ursprüngen in der puritanischen Tradition bis hin zu seinem Einfluss auf die moderne globale Außenpolitik.

Welche sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte des Missionsgedankens („Manifest Destiny“), die kulturelle Hegemonie der USA nach 1945, Vergleiche mit dem britischen Empire sowie die Ursachen des islamischen Fundamentalismus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu verstehen, wie das amerikanische Sendungsbewusstsein die US-Außenpolitik beeinflusst und ob diese Ideologie eine Mitverantwortung für globale Konflikte und den islamischen Fundamentalismus trägt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer politikwissenschaftlichen Analyse unter Rückgriff auf historische Dokumente, theoretische Konzepte (wie die „theory of exeptionalism“) und aktuelle Fachliteratur zu den Themen Imperialismus und Globalisierung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Missionsgedankens, die historische Ausbreitung der US-Kultur in Europa, den Vergleich mit kolonialen Strukturen sowie die Analyse der aktuellen Rolle der USA als globale Supermacht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kulturimperialismus, Missionsbewusstsein, Manifest Destiny, amerikanische Außenpolitik, islamischer Fundamentalismus, Supermacht und globale Verantwortung.

Inwiefern beeinflusste das Ende des Zweiten Weltkriegs den US-Kulturimperialismus in Europa?

Nach 1945 war die amerikanische Kultur ein attraktives Gegengift zum totalitären Erbe des Nationalsozialismus, was durch den Marshall-Plan und die Suche nach neuen demokratischen Idealen begünstigt wurde.

Warum spielt das „Manifest Destiny“ eine zentrale Rolle in der US-Außenpolitik?

Es bietet die ideologische Grundlage, die territoriale Ausdehnung und politische Interventionen als gottgewollt und moralisch überlegen darzustellen.

Welche Rolle spielt die „politische Religion“ bei der Analyse des islamischen Fundamentalismus?

Der Begriff dient dazu, Terrororganisationen zu beschreiben, die unter dem Vorwand religiöser Reinheit eigentlich handfeste weltliche und politische Ziele gegen westlichen Einfluss verfolgen.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Kulturimperialismus der USA
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
2,3
Author
Jasmin Gally (Author)
Publication Year
2004
Pages
15
Catalog Number
V72278
ISBN (eBook)
9783638621601
Language
German
Tags
Kulturimperialismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jasmin Gally (Author), 2004, Kulturimperialismus der USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72278
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