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Eye Tracking - Grundlagen und Anwendngsmöglichkeiten am Beispiel von ausgewählten Online-Reisebuchungsdienstleistern

Titel: Eye Tracking - Grundlagen und Anwendngsmöglichkeiten am Beispiel von ausgewählten Online-Reisebuchungsdienstleistern

Studienarbeit , 2006 , 129 Seiten , Note: 1

Autor:in: Robert Sega (Autor:in), Peter Stark (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft schreitet -allen Wirtschafts- und Konjunkturzyklen zum Trotz- unaufhaltsam voran; mittlerweile sind fast 58% aller in Deutschland lebenden Erwachsenen online. Parallel dazu steigen die E-Commerce-Umsätze der großen Händler und Auktionsplattformen kontinuierlich an (Eimeren & Fress, 2005, S. 362). Dieser Trend verlangt von Unternehmen und Institutionen große finanzielle Investitionen in den Auf- und Ausbau ihrer Internet-Präsenz, um mit den diversen Marktkonkurrenten Schritt halten zu können. In diesem Zusammenhang müssen sich die Betreiber wen Internet-Angeboten täglich die Frage stellen, “ob und warum“ sie erfolgreich sind (Zerfaß & Zimmermann, 2004, S, 5). Dabei nimmt die Web Usability eine zentrale Rolle ein (vgl. Kapitel 3.4.3). So haben die Analysten von Hewson Group im Rahmen ihrer Studie “Profit or Pain“ auf Basis von 10.000 Interviews mit Online-Käufern und der Auswertung von insgesamt 3,7 Millionen Service-Anfragen bei Online-Shops herausgefunden, dass die Betreiber von Online-Shops durch eine Optimierung der Web-Usability die Zahl der Online-Verkäufe um bis zu 64% steigern können. Zusätzlich fällt deutlich weniger Unterstützungsbedarf durch telefonische Rückfragen etc. an, sodass bis zu 70% der direkten Kosten eingespart werden können (Win-Verlag GmbH & CoKG, 2003). Dieter Spath (Leiter des Fraunhofer Instituts für Arbeitswissenschaft und Organisation) sieht in der “nut- zerfreundlichenKonzeption und Gestaltung“ einen elementaren Schlüsselfaktor für den Erfolg von Web-Applikationen (Fraunhofer Institut für Arbeitswissenschaft und Organisation, 2002). An diesem Punkt muss man sich -im Hinblick auf die Bewertung von E-Commerce-Angeboten- folgende Frage stellen: “Welche Methode bzw. welche Kombination aus Methoden ermöglicht im Hinblick auf finanzielle, zeitliche und personelle Ressourcen den höchsten Output an operational umsetzbaren Optimierungsempfehlungen für den Designprozess von Webseiten?“ (Heidmann & Ziegler, 2002, S. 54). Neben traditionellen (und subjektiven) Evaluationsmethoden wie der Expertenevaluation, dem Usability Testing sowie diversen Befragungstechniken gibt es auch relativ aufwändige, zeit- und kostenintensive Verfahren objektiver Natur, welche bislang jedoch vergleichsweise selten eingesetzt wurden. Auf Grund der hohen Anforderung von Webseiten an die visuelle Aufmerksamkeit gerät die Blickbewegungsanalyse immer stärker in den Anwendungsfokus von Usability-Spezialisten. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Einleitung

2 Grundlagen des visuellen Systems

2.1 Anatomie des Auges

2.2 Kinematik von Augenbewegungen

2.3 Das dominante Auge

2.4 Augenbewegungen

2.4.1 Arten von Augenbewegungen

2.5 Augen- und Blickbewegungen

2.6 Parameter der Augen- und Blickbewegungen

2.6.1 Parameter der Sakkaden

2.6.2 Parameter der Fixationen

2.6.3 Parameter der Aufeinanderfolge von Fixationen und Sakkaden

3 Blickregistrierungsverfahren

3.1 Geschichtliche Entwicklung der Blickbewegungsregistrierung

3.2 Anforderungen an Systeme zur Registrierung von Augenbewegungen

3.3 Erfassungstypen von Augenbewegungen

3.3.1 Subjektive Erfassung

3.3.2 Getrennte Erfassung horizontaler und vertikaler Bewegungen

3.3.3 Videobasierte Erfassung und Bildbearbeitung

3.4 Kalibration

3.4.1 Ablauf der Blickmessung - Step-by-Step

3.5 Alternative Methoden zur Erfassung der Blickbewegung

3.5.1 Restricted-Focus-Viewer

3.5.2 Site-Converting

3.5.3 Attention-Tracking

3.6 Klassische Blickmessung vs. Attention-Tracking

4 Anwendungsmöglichkeiten des Eye-Trackings

4.1 Neurologie und Psychologie

4.1.1 Aufmerksamkeit

4.1.2 Visuelle Suche

4.1.3 Visuelle Wahrnehmung von Bildern

4.1.4 Problemlösung

4.1.5 Neurophysiologische Untersuchungen

4.1.6 Lesen

4.1.7 Diagnose von Krankheiten

4.1.8 Blinzeln

4.2 Arbeitswissenschaft und Technik

4.2.1 Luftfahrt

4.2.2 Autofahrt

4.2.3 Visuelle Überwachung und Kontrolle

4.3 Werbewirtschaft

4.3.1 Werbegestaltung:

4.3.2 Produktgestaltung

4.3.3 Produktpositionierung

4.3.4 Werbeplatzierung

4.4 Computerwissenschaften

4.4.1 Augenbasierte Interaktion

4.4.2 Blickabhängige Monitore

4.4.3 Usability

4.4.4 Computer Supported Collaborative Work (CSCW)

5 Praktischer Teil

5.1 Typische Szenarien für Blickbewegungsuntersuchungen im Themenumfeld Web-Usability

5.1.1 Analyse der räumlichen Gestaltung und Wahrnehmung von Elementen

5.1.2 Untersuchung der Aufmerksamkeitsverteilung

5.1.3 Evaluation der Navigations- und Inhaltsstruktur

5.1.4 Bestimmung der Komplexität von Webseiten

5.2 Technische Ausstattung des Usability Labors an der HdM

5.2.1 Einleitung

5.2.2 Tobii 1750 Eye-Tracker

5.2.3 ClearView 2

5.2.4 Tobii Eye-Tracker Server (TET-S)

5.2.5 Subject PC

5.2.6 Auswertungsnotebook

5.2.7 Laborkameras

5.3 Beispieluntersuchungen

5.3.1 Vorgehensweise

5.3.2 Bestimmung der zu untersuchenden Online-Reisebüros

5.3.3 Identifikation und Auswahl der Nutzergruppen

5.3.4 Auswahl der Probanden

5.3.5 Ablauf der Untersuchungen

5.3.6 Experiment

6 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial der Blickbewegungsanalyse (Eye-Tracking) als moderne Ergänzung zu klassischen Usability-Verfahren bei der Evaluation von Online-Reisebuchungsportalen. Ziel ist es, ein Verständnis für die technischen Grundlagen sowie die praktische Anwendbarkeit dieser Methode zur Optimierung von Webschnittstellen zu vermitteln.

  • Grundlagen des menschlichen visuellen Systems und der Augenbewegungsphysiologie.
  • Kategorisierung technischer Verfahren zur Blickregistrierung.
  • Analyse wissenschaftlicher Parameter zur Quantifizierung von Blickverhalten (z.B. Sakkaden, Fixationen).
  • Anwendungsfelder von Eye-Tracking in Neurologie, Arbeitswissenschaft und Werbewirtschaft.
  • Praktische Fallstudien zur Optimierung von Online-Startseiten mittels Usability-Laborexperimenten.

Auszug aus dem Buch

2.4.1.2.1 (Macro-)Sakkaden

Sakkaden (engl.: saccades) sind plötzliche und schnelle Blickbewegungen mit denen das menschliche Auge ein Sehobjekt auf die Fovea ausrichtet. In diesem Zusammenhang spricht man auch davon, dass ein Sehobjekt fovealisiert wird (Bente, 2003, S. 304). “Sie werden sowohl unwillkürlich, etwa durch Bewegungsänderungen im peripheren Gesichtsfeld, als auch durch gezielte Verhaltenspläne bei der Inspektion und Interpretation der Umweltinformationen ausgelöst“ (Mickasch & Haack, 1986, zitiert nach Rötting, 2001, S. 15-16). Die Zeitdauer zwischen Reizdarbietung und Bewegungsbeginn beträgt zwischen 100 ms und 300 ms. Abhängig von der Sakkadenentfernung dauert die Ausführung einer Sakkade zwischen 30 ms und 120 ms. Während der Ausführung einer Sakkade können keine Bildeindrücke erkannt, analysiert, verarbeitet oder gespeichert werden (Bente, 2004, S. 304).

Abbildung 6 zeigt die Verzögerung der visuellen Wahrnehmung für Blitzlichter in Relation zu einer Sakkade. Bei genauerer Betrachtung dieser Abbildung fällt der Zeitraum ins Auge, wo ein drastisch eingeschränktes Wahrnehmungsvermögen zu erkennen ist (Rötting, 2001, S. 16):

• 30 bis 40 ms vor einer Sakkade

• Bis zu 120 ms nachdem Beginn einer Sakkade

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet die wachsende Bedeutung der Web-Usability und führt in das Thema Blickbewegungsanalyse als objektives Evaluationsinstrument für Webseiten ein.

2 Grundlagen des visuellen Systems: Dieses Kapitel erläutert die anatomischen und kinematischen Voraussetzungen des Sehens sowie die für das Eye-Tracking relevanten Parameter.

3 Blickregistrierungsverfahren: Hier werden historische Entwicklungen sowie moderne technische Methoden zur präzisen Erfassung von Augenbewegungen detailliert kategorisiert.

4 Anwendungsmöglichkeiten des Eye-Trackings: Das Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über Einsatzgebiete in Medizin, Arbeitswissenschaft, Computerwissenschaft und Werbewirtschaft.

5 Praktischer Teil: Der Praxisteil beschreibt die methodische Vorgehensweise bei Eye-Tracking-Studien und präsentiert beispielhafte Analysen von Online-Reiseanbietern.

6 Ausblick: Der abschließende Abschnitt reflektiert den aktuellen Stand der Technik und wagt eine Prognose zur zukünftigen Etablierung von Eye-Tracking-Systemen.

Schlüsselwörter

Eye-Tracking, Blickregistrierung, Web-Usability, Augenbewegungen, Sakkaden, Fixationen, Mensch-Maschine-Interaktion, Online-Reisebüros, Blickpfadanalyse, Blickdichte, Usability-Engineering, Ergonomie, visuelle Wahrnehmung, E-Commerce, AOI.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Grundlagen, Methoden und Anwendungsmöglichkeiten der Blickregistrierung (Eye-Tracking) mit einem speziellen Fokus auf die Web-Usability von Online-Reisebuchungsportalen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Physiologie des menschlichen Auges, die technischen Messverfahren der Blickregistrierung, die wissenschaftliche Parametrisierung von Blickdaten sowie die praktische Durchführung von Usability-Tests.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Eye-Tracking als moderne, objektive Ergänzung zu traditionellen Evaluationsmethoden im Webdesign eingesetzt werden kann, um eine nutzerfreundliche Gestaltung zu unterstützen.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es werden eine fundierte Literaturanalyse, eine Kategorisierung technischer Erfassungssysteme sowie ein praktisches Experiment im Usability-Labor an der Hochschule der Medien (HdM) angewandt.

Was wird im praktischen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Konzeption und Durchführung von Blickbewegungsuntersuchungen an den Startseiten von vier Online-Reiseanbietern, inklusive der Auswertung von Hotspots, Blickpfaden und Fixationsparametern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Eye-Tracking, Web-Usability, Blickregistrierung, Sakkaden- und Fixationsanalyse sowie Mensch-Maschine-Interaktion beschreiben.

Welche Herausforderungen bei der Anwendung von Eye-Tracking werden explizit genannt?

Die Autoren thematisieren insbesondere die hohen Anschaffungskosten, den hohen Zeitaufwand bei der Auswertung und die Notwendigkeit einer ausreichenden Probandenzahl für repräsentative Ergebnisse.

Welches Fazit ziehen die Autoren in Bezug auf die Zukunft des Eye-Trackings im Web-Usability-Umfeld?

Sie prognostizieren eine stärkere Etablierung der Methode, sobald die Hardwarepreise fallen, die Handhabung intuitiver wird und automatische Analysetools auf Basis von Best-Practise-Lösungen integriert werden.

Ende der Leseprobe aus 129 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eye Tracking - Grundlagen und Anwendngsmöglichkeiten am Beispiel von ausgewählten Online-Reisebuchungsdienstleistern
Hochschule
Macromedia Fachhochschule der Medien Stuttgart
Note
1
Autoren
Robert Sega (Autor:in), Peter Stark (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
129
Katalognummer
V70721
ISBN (eBook)
9783638620208
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tracking Grundlagen Anwendngsmöglichkeiten Beispiel Online-Reisebuchungsdienstleistern
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Robert Sega (Autor:in), Peter Stark (Autor:in), 2006, Eye Tracking - Grundlagen und Anwendngsmöglichkeiten am Beispiel von ausgewählten Online-Reisebuchungsdienstleistern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70721
Blick ins Buch
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