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Der Große Kurfürst und das Reich

Title: Der Große Kurfürst und das Reich

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Adrian Hartke (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

Folgende Arbeit ist in dem Hauptseminar: Der Aufstieg Brandenburg-Preußens entstanden und thematisiert die Beziehung des Großen Kurfürsten zum Heiligen Römischen Reich:
Friedrich Wilhelm von Brandenburg, von den Zeitgenossen und der Nachwelt als „Großer Kurfürst“ bezeichnet, gilt als Begründer Brandenburg-Preußens. Es ist unbestritten, dass seine Reformen maßgeblich zum Aufbau des absolutistischen Staates beitrugen. Als einer der sieben Kurfürsten war er stets ein Teil des Reichskomplexes und dem Reich verpflichtet. Fedor von Köppen hat im Jahre 1888 das Thema „Der Große Kurfürst und das Reich“ aufgegriffen und behauptet, der Kurfürst habe „einen neuen, jugendlich aufstrebenden und selbständigen deutschen Staat…einen festen Kern inmitten der allgemeinen Versumpfung und Verwesung“ gegründet. Ob der Kurfürst bewusst das Herauswachsen Brandenburg-Preußens aus dem Reichsgebilde förderte und somit den Grundstein für die unter seinem Sohn gegründete preußische Monarchie legte, soll in dieser Arbeit geprüft werden. Zudem soll das Verhältnis zum Kaiser und der brandenburgische Einfluss auf die Reichspolitik analysiert werden. Zudem sollen folgende Fragen geklärt werden: Gab es schon in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts Tendenzen zu dem im 18. Jahrhundert aufkeimenden deutschen Dualismus? In welchen reichspolitischen Fragen übernahm Brandenburg die Führungsrolle? Wurde eine reichsferne Politik geführt, die Reichspolitik gar sabotiert? Letztendlich soll geklärt werden, ob sich Friedrich Wilhelm von Brandenburg als Kurfürst verstand oder ob er sich, wie seine Nachfolger ihn beurteilten, als König ohne Krone sah und den Aufbau eines vom Reich unabhängigen Brandenburg-Preußen betrieb. Zur Klärung werden die Urkunden und Actenstücke des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg und das politische Testament des Großen Kurfürsten von 1667 hinzugezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung:

II. Hauptteil:

1. Die Reichsterritorien Brandenburg-Preußens im 17. Jahrhundert:

2. Das politische Gewicht Brandenburg-Preußens auf dem Reichstag:

3. Reichspolitische Ziele des Großen Kurfürsten:

a) Die Zurückerlangung Pommerns:

b) Die Erhaltung des Reiches als Rechts-System und als System der „Teutschen Freiheit“:

α) Die Reformiertenfrage:

β) Das Problem der Parität:

γ) Die Prae-Eminenz der Kurfürsten und die beständige Wahlkapitulation:

δ) Der Landstände-Paragraph 180 des Jüngsten Reichsabschieds:

4. Das Verhältnis zum Kaiser:

III. Schluss:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Friedrich Wilhelm von Brandenburg, dem sogenannten „Großen Kurfürsten“, zum Heiligen Römischen Reich. Ziel ist es zu klären, ob der Kurfürst aktiv die Herauslösung Brandenburg-Preußens aus dem Reichsverbund betrieb oder ob er seine Politik zeitlebens als Kurfürst innerhalb des Reichssystems verstand und gestaltete.

  • Territoriale Entwicklung Brandenburg-Preußens im 17. Jahrhundert
  • Die Rolle Brandenburgs auf dem Immerwährenden Reichstag
  • Reichspolitische Zielsetzungen und die Bedeutung der „Teutschen Freiheit“
  • Religiöse Gleichstellung und die Parität der Konfessionen
  • Verhältnis zum Kaiser und die Wahrung der kurfürstlichen Vorrechte

Auszug aus dem Buch

3. Reichspolitische Ziele des Großen Kurfürsten:

Auf dem Regensburger Reichstag von 1640/41 wurde über den Abschluss eines Separatfriedens mit Schweden diskutiert, denn dies würde den Vorteil erbringen, dass die sich mit Schweden im Krieg befindlichen Streitkräfte gegen Frankreich agieren konnten. Als Entschädigung sollte den Schweden Pommern angeboten werden. Als Äquivalent waren für Brandenburg geistliche Fürstentümer im Gespräch.

Bei den Westfälischen Friedensverhandlungen forderten die Schweden Pommern, was vom Kurfürsten 1645 entschieden abgelehnt wurde. Am 18. November 1645 betonte der Kurfürst, dass „niemand anders eine Anwartschaft auf Pommern [habe] als Brandenburg,…, es ist in jeder Weise die schwedische Forderung abzulehnen“. „Den schwedischen Prätensionen auf Pommern [sei] mit allen Mitteln entgegenzutreten“.

„Pommern ist gleichsam eine Vormauer Unseres Kurfürstenthums und die linea correspondentiae Unseres Estats in Preussen dergestalt, dass, wann Wir diese Lande abtreten sollten, beide Unsere Status hierdurch zugleich würden ruiniret und verderbt werden“.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung stellt die historische Person des Großen Kurfürsten vor und definiert die Forschungsfrage, ob eine bewusst reichsferne Politik zur Vorbereitung einer späteren Monarchie verfolgt wurde.

II. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die territoriale Basis, das politische Gewicht im Reichstag, die spezifischen Ziele in der Pommern- und Religionspolitik sowie das gespannte Verhältnis zum Kaiser.

1. Die Reichsterritorien Brandenburg-Preußens im 17. Jahrhundert: Dieses Kapitel erläutert die territorialen Zugewinne durch den Westfälischen Frieden und den Provisionsvergleich von Xanten.

2. Das politische Gewicht Brandenburg-Preußens auf dem Reichstag: Es wird die Bedeutung der kurbrandenburgischen Präsenz am Reichstag in Regensburg für die Darstellung der eigenen Politik dargelegt.

3. Reichspolitische Ziele des Großen Kurfürsten: Dieses Kapitel bündelt die zentralen Bestrebungen des Kurfürsten zur Sicherung seiner Territorien und zur Verteidigung der Reichsverfassung.

4. Das Verhältnis zum Kaiser: Hier wird das politisch kalkulierte Handeln zwischen Loyalität zum Reichsoberhaupt und der Durchsetzung eigener Interessen im Spannungsfeld der europäischen Politik beleuchtet.

III. Schluss: Die Zusammenfassung widerlegt die These vom „König ohne Krone“ und unterstreicht die lebenslange Verbundenheit des Kurfürsten mit dem Reichssystem von 1648.

Schlüsselwörter

Großer Kurfürst, Brandenburg-Preußen, Heiliges Römisches Reich, Reichstag, Pommern, Teutschen Freiheit, Westfälischer Friede, Religionspolitik, Parität, Wahlkapitulation, Kaiser, Souveränität, Reichsverfassung, Kurwürde, Absolutismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das politische Handeln von Friedrich Wilhelm von Brandenburg, dem Großen Kurfürsten, in Bezug auf seine Rolle innerhalb des Heiligen Römischen Reiches im 17. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der territorialen Expansion, der Ausübung der kurfürstlichen Vorrechte, der religiösen Gleichstellungspolitik und dem komplexen Verhältnis zum habsburgischen Kaiser.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage ist, ob der Kurfürst bewusst den Aufbau eines vom Reich unabhängigen Staates betrieb oder ob seine Politik strikt innerhalb der Rahmenbedingungen der Reichsverfassung verlief.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Analyse historischer Primärquellen, insbesondere der Urkunden und Actenstücke des Kurfürsten sowie seines politischen Testaments von 1667.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Reichsterritorien, das politische Gewicht auf dem Reichstag, die reichspolitischen Ziele – inklusive der Pommernfrage und der Reformiertenfrage – sowie das Verhältnis zum Kaiser.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Großer Kurfürst, Brandenburg-Preußen, Reichspolitik, „Teutsche Freiheit“, Westfälischer Friede und das Verhältnis zu Habsburg.

Wie bewertet der Autor die These vom „König ohne Krone“?

Der Autor widerlegt diese These, da sie den intensiven Einsatz des Kurfürsten für die reichsrechtlichen Strukturen und seine feste Einbindung in das politische System des Reiches ignoriert.

Welche Rolle spielte die Konfessionspolitik für den Kurfürsten?

Die religiöse Toleranz und die rechtliche Gleichstellung der Reformierten waren für den Kurfürsten von zentraler Bedeutung und wurden als integraler Bestandteil der „Teutschen Freiheit“ verteidigt.

Warum blieb das Ziel der Zurückerlangung von ganz Pommern ein offener Punkt?

Obwohl der Kurfürst alle diplomatischen und militärischen Mittel nutzte, scheiterte er an der Machtkonstellation seiner Zeit; die vollständige Eingliederung gelang erst seinem Enkel im Jahr 1720.

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Details

Title
Der Große Kurfürst und das Reich
College
University of Münster  (Historisches Seminar)
Course
Hauptseminar: Der Aufstieg Brandenburg-Preußens
Grade
1,0
Author
Adrian Hartke (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V70701
ISBN (eBook)
9783638619370
ISBN (Book)
9783638674577
Language
German
Tags
Große Kurfürst Reich Hauptseminar Aufstieg Brandenburg-Preußens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Adrian Hartke (Author), 2006, Der Große Kurfürst und das Reich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70701
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