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Das Menschenbild Nietzsches

Title: Das Menschenbild Nietzsches

Term Paper , 2005 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl. Sozialpädagoge Sascha Jochum (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century
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Dieses Buch versucht Nietzsches Menschenbild von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Dabei soll die Entwicklung hin zum „Übermenschen“ und dessen Verhältnis zu seiner Umwelt und zu Gott dargelegt werden. Ziel ist es die Bedeutung sowie die eventuelle Anwendbarkeit für aktuelle Probleme und Diskussionen seiner Gedanken zu untersuchen. Der Reiz für mich gerade diesen Philosoph auszuwählen, war sein Ruf als Querdenker und die damit verbundene befremdliche so wie populäre Philosophie die von ihm Ausging. Weiterhin war es für mich attraktiv nach den vielen Interpretationenversuchen die es von Nietzsches Gedanken gibt, vielleicht meine ganz eigene Interpretation hinten an zufügen. Bei diesem Versuch beziehe ich mich insbesondere auf das Buch “Also sprach Zarathustra“. Dieses Buch kann man als das zentrale Werk von Nietzsche betrachten, in dem Nietzsche in Gestalt des persischen Propheten und Reformators Zarathustra, den Tod Gottes, den „Übermenschen“ sowie die ewige Wiederkehr des Gleichen predigt. Im Mittelpunkt soll dabei das Kapitel „Von den drei Verwandlungen“ stehen, in dem Nietzsche von der Verwandlung des Geistes hin zum „Übermenschen“ spricht. Um Nietzsche und seine Gedanken besser Verstehen und einordnen zu können setze ich am Anfang dieser Arbeit die Biographie sowie die zeitlichen Umstände in denen Nietzsche gelebt hatte. Bei der Arbeit habe ich nicht nur Literatur der letzten und vergangenen Jahre benutzt, sondern auch Gedanken aufgenommen, die innerhalb der Diskussion über Nietzsche im Rahmen unseres Seminars und der Vorarbeit dazu aufgekommen sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung:

Biographie Nietzsches

Epoche:

Also sprach Zarathustra

Von den drei Verwandlungen

Das Kamel

Der Löwe

Das Kind der Übermensch

Bedeutung

Aktualiät und Perspektive

Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Studienarbeit verfolgt das Ziel, Nietzsches Menschenbild zu untersuchen, wobei der Fokus insbesondere auf der Entwicklung hin zum „Übermenschen“ und dessen Verhältnis zu Umwelt und Gott liegt, um die Relevanz dieser Gedanken für aktuelle gesellschaftliche Diskurse zu prüfen.

  • Analyse des zentralen Werks "Also sprach Zarathustra"
  • Interpretation der Metapher der drei Verwandlungen (Kamel, Löwe, Kind)
  • Auseinandersetzung mit Nietzsches Kritik an traditioneller Moral und Christentum
  • Diskussion über die Aktualität Nietzsches im Kontext moderner ethischer Debatten
  • Kritische Reflexion über das Konzept des "Übermenschen" in Bezug auf Züchtung und Erziehung

Auszug aus dem Buch

Das Kind der Übermensch

Oben wurde schon angedeutet was dem Geist des Löwen noch zum „Übermenschen“ fehlt, nämlich das Selber-schaffen der eigenen Werte. Also nicht nur die Jahrtausende alten Werte: „ Tausendjährige Werte glänzen an diesen Schuppen..." in Frage stellen und zerstören, sondern kreatives, eigenständigen Schaffen von neuen Werten ist verlangt. Diese Fähigkeit besitzt erst das Kind als Weiterentwicklung des Löwen.

Dem Kind schreibt Nietzsche folgende Eigenschaften zu: „Unschuld ist das Kind und Vergessen, ein Neubeginn, ein Spiel, ein aus sich rollendes Rad, eine erste Bewegung, ein heiliges Ja-Sagen“. Im Spiel sieht Nietzsche die wahre schöpferische Tätigkeit des Menschen, der nun im positiven Sinn frei von allen Idealen ist. Das aus sich rollende Rad, ist das frei sein von Bestimmung, denn das Kind entwickelt sich aus sich selbst heraus und brauch keinen der ihm die Werte vorgibt.

Komischerweise ergeben sich aus den Eigenschaften des Kindes gerade die, die ein Erwachsener vorweisen müsste. Das Heilige Ja-Sagen könnte man als den von Nietzsche verlangten dionysischen Nihilismus oder Pessimismus bezeichnen, der als Voraussetzung zum Ja sagen eine vorherige Verneinung setzt: „Ja, zum Spiele des Schaffens, meine Brüder, bedarf es eines heiligen Ja-Sagens: seinen Willen will nun der Geist, seine Welt gewinnt sich der Weltverlorene". Jetzt erst durch die Abkehr an den Jenseitsglauben und das schaffen der eigenen Werte, gewinnt der Mensch den richtigen Bezug zu sich selbst, seiner Umwelt und seinem Leben.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Hier wird der Untersuchungsgegenstand umrissen, insbesondere die Bedeutung des „Übermenschen“ und die Herangehensweise unter Einbeziehung des Werkes „Also sprach Zarathustra“.

Biographie Nietzsches: Ein Überblick über das Leben Friedrich Nietzsches von seiner Kindheit in einem Pfarrhaus über seine akademische Laufbahn bis hin zu seinem psychischen Zusammenbruch.

Epoche: Beschreibung der Zeit der „Modernisierung“ und des Umbruchs im 19. Jahrhundert, die Nietzsches Denken maßgeblich beeinflusst und herausgefordert hat.

Also sprach Zarathustra: Einführung in das zentrale Werk des Autors und die dort behandelten Konzepte wie den „Tod Gottes“ und den „Willen zur Macht“.

Von den drei Verwandlungen: Erläuterung der Metaphern Kamel, Löwe und Kind als notwendige Stufen des Geistes auf dem Weg zum „Übermenschen“.

Das Kamel: Darstellung des idealistischen Menschen, der sich fremden Werten unterwirft und religiöse Gebote befolgt.

Der Löwe: Analyse der Phase der Befreiung, in der der Mensch alte Werte zerstört und sich von Pflichten löst, um eine eigene Identität zu suchen.

Das Kind der Übermensch: Beschreibung der finalen Stufe, in der der Mensch als kreatives Wesen neue Werte schafft und spielerisch frei agiert.

Bedeutung: Reflexion über die vielfältigen Interpretationsmöglichkeiten von Nietzsches Werk und dessen Missbrauch in der Geschichte.

Aktualiät und Perspektive: Kritische Untersuchung, wie Nietzsches Ideen in aktuellen politischen und ethischen Debatten, etwa zur Genforschung oder Sozialpolitik, instrumentalisiert werden können.

Schluss: Ein zusammenfassendes Fazit über die Anwendbarkeit von Nietzsches Utopie und den Stellenwert seines Denkens für zukünftige Fragestellungen.

Schlüsselwörter

Friedrich Nietzsche, Übermensch, Also sprach Zarathustra, Philosophie, Moderne, Drei Verwandlungen, Wille zur Macht, Tod Gottes, Emanzipation, Mündigkeit, Moral, Ethik, Existenzphilosophie, Werte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Menschenbild bei Friedrich Nietzsche, insbesondere die Entwicklung vom traditionell geprägten Menschen hin zum „Übermenschen“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Philosophie von Nietzsche, die Rezeption seines Werks, ethische Fragen der Moderne sowie die Konzepte von Freiheit, Emanzipation und Selbstbestimmung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Nietzsches Gedanken, speziell die Metaphorik in „Also sprach Zarathustra“, auf ihre Bedeutung und Anwendbarkeit für aktuelle gesellschaftliche Probleme hin zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine literarisch-philosophische Interpretation der Primärquelle „Also sprach Zarathustra“ und setzt diese in Bezug zu biographischen sowie zeithistorischen Erkenntnissen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Biographie Nietzsches, seine zeitgeschichtliche Epoche, das Werk „Also sprach Zarathustra“ sowie die Stadien der drei Verwandlungen (Kamel, Löwe, Kind) detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Schlüsselwörtern zählen Nietzsche, Übermensch, Emanzipation, Moral, Wille zur Macht, Modernisierung und das Konzept der „drei Verwandlungen“.

Inwiefern setzt sich die Arbeit mit der NS-Rezeption von Nietzsche auseinander?

Die Arbeit distanziert sich explizit von der nationalsozialistischen Vereinnahmung Nietzsches und betont die Gefahr, die von einer fehlgeleiteten Interpretation seines Konzepts der „Höherzüchtung“ ausgeht.

Wie bewertet der Autor den Einfluss von Nietzsches Denken auf die Soziale Arbeit?

Der Autor hinterfragt kritisch, wie professionelle Hilfesysteme (wie die Soziale Arbeit) von einem Denker wie Nietzsche betrachtet würden, der Mitleid als „schlimmste Tugend“ ablehnt, und diskutiert die daraus resultierenden Spannungen.

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Details

Title
Das Menschenbild Nietzsches
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt  (Fakultät Soziale Arbeit)
Course
Philosophischer Grundkurs
Grade
1,0
Author
Dipl. Sozialpädagoge Sascha Jochum (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V70580
ISBN (eBook)
9783638630078
ISBN (Book)
9783638754682
Language
German
Tags
Menschenbild Nietzsches Philosophischer Grundkurs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Sozialpädagoge Sascha Jochum (Author), 2005, Das Menschenbild Nietzsches, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70580
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