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Exegese einer Bibelstelle Hiob 6,1-6,13

Titel: Exegese einer Bibelstelle Hiob 6,1-6,13

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2019 , 13 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Exegese der Bibelstelle Hiob 6,1-6,13. Um diese in der Tiefe verstehen zu können wird in einem ersten Schritt das Buch Hiob näher beleuchtet in Bezug auf die Verfasserschaft, die Person „Hiob“ und die Rahmenerzählung, um in einem nächsten Schritt die Rede Hiobs 6,1-13 besser analysieren zu können. In einem letzten Schritt wird eine Methode dargestellt, die Religionslehrern und -lehrerinnen anwenden können, um Schülern und Schülerinnen die Auseinandersetzung mit Bibelstellen zu vereinfachen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Hiob

3. Exegese der Bibelstelle 6,1-13

3.1. Erster Leseeindruck und Inhalt

3.2. Literarische und sprachliche Analyse

4. Interpretation

5. Didaktische Überlegung für den Religionsunterricht

6. Fazit

7. Persönliche Reflektion

8.Quellen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die biblische Textstelle Hiob 6,1-13 exegetisch aufzuarbeiten, um ein tieferes Verständnis für die Motive der Klage und den Umgang mit Leid zu gewinnen. Dabei wird untersucht, wie die zentrale Forschungsfrage nach der Theodizee und der Beziehung zu Gott didaktisch im Religionsunterricht vermittelt werden kann, um Schülern bei der Bewältigung von Krisenerfahrungen zu helfen.

  • Exegetische Analyse der Klagerede Hiobs
  • Die literarische Gattung der Klage im Kontext der Weisheitsliteratur
  • Religionspädagogische Vermittlung von Leidthemen
  • Einsatz der Västerås-Methode in der Arbeit mit Bibeltexten

Auszug aus dem Buch

3.2. Literarische und sprachliche Analyse

Hiob 6,1-30 stellt eine Rede Hiobs dar. Sie bezieht sich auf die Rede Elifas in Hiob 4,1-5,27 und ist daher als Gegenrede zu betrachten. Man kann das Ganze als eine Art Debatte sehen. Hiob antwortet Elifas bzw. stellvertretend den Freunden als Gruppe. Betrachtet man Hiob 4,1-5,27 genauer, so fällt auf, dass Hiob in seiner Rede nicht explizit auf alle vorgetragenen Thesen und Punkte von Elifas eingeht, sondern nur einige der Punkte aufgegriffen werden.

Die Rede lässt sich inhaltlich grob in zwei Teile gliedern. Im ersten Abschnitt (Hi, 6,1-13) spricht er über sich und sein Schicksal, im zweiten Abschnitt (Hi, 6,14-30) wird das Hauptaugenmerk auf das Verhalten der Freunde gelegt. Den ersten Abschnitt kann man ebenfalls nochmal untergliedern. In Hiob 6,1-6,7 sieht Hiob Gott als Verursacher seiner Leiden. Hiob erlebt laut Ebach „Gott als Feind, der ihn geradezu mit militärischen Mitteln bekämpft, ihn mit Giftpfeilen beschießt“ und „Schrecken gegen ihn anrücken lässt“ (Ebach, 1996, S. 70f.). In Hiob 6,8-13 äußert Hiob dann den Wunsch durch Gottes Hand sterben zu dürfen. Gott solle ihn zu Staub zermalmen (Hi, 6,9). Hiob 6,1-13 wird im folgenden Kapitel exegetisch untersucht.

Nach einem kurzen einleitenden Satz (Hi, 6,1) beginnt der Monolog Hiobs in der ersten Person. Formanalytisch betrachtet stellt Hiob viele rhetorische Fragen. Er arbeitet mit Metaphern und bildhaften Vergleichen, die beim Leser starke, bildhafte Assoziationen hervorrufen und seine Situation und seine Gedanken noch eindringlicher darstellen. Bereits der erste Leseeindruck hat dem Leser verraten wie es um die Gefühlslage Hiobs steht. Die Rede ist keine rein nüchterne Darlegung von Argumenten. Vielmehr bricht in ihr das Entsetzen, die Wut und die Betroffenheit über das von Elifas Gesagte und das erfahrene Leid aus Hiob heraus.

Als literarische Gattung ist folglich „die Klage“ zu erkennen. Ihr liegt ein poetischer Text zugrunde. Laut Schünemann stellt die Klage den „Konfliktfall von Glaube und Erfahrung dar“ ( Schünemann, 2012, Klage (AT)). Man kann die Klage in der Klage den Wunsch und die Forderung nach einem „guten“, „heilvoll zugewandten“ Gott sehen, der seinen Verheißungen treu bleibt und erfahrenes Unrecht wieder gut macht.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Diese Einleitung führt in die zeitlose Relevanz der Theodizeefrage und die Schwierigkeit ein, das Leid im schulischen Religionsunterricht zu thematisieren.

2. Hiob: Dieses Kapitel verortet das Buch Hiob innerhalb der Weisheitsliteratur und gibt einen Überblick über Entstehung, Thematik und die zentrale Figur Hiob.

3. Exegese der Bibelstelle 6,1-13: In diesem Teil erfolgt die philologische und inhaltliche Betrachtung der gewählten Textpassage, ergänzt durch die Erläuterung der angewandten exegetischen Vorgehensweise.

3.1. Erster Leseeindruck und Inhalt: Hier wird die subjektive Wirkung der Rede Hiobs auf den Leser beschrieben und seine emotionale Verfassung analysiert.

3.2. Literarische und sprachliche Analyse: Dieser Abschnitt untersucht die formale Struktur, die rhetorischen Mittel und die literarische Gattung der Klagerede Hiobs.

4. Interpretation: In diesem Kapitel werden zentrale Bilder und Metaphern wie der Sand des Meeres oder der Giftpfeil exegetisch gedeutet, um Hiobs Gottesbild und seine psychische Not zu verdeutlichen.

5. Didaktische Überlegung für den Religionsunterricht: Hier wird die Västerås-Methode als strukturiertes Verfahren vorgestellt, um Bibeltexte mit Schülern in einem dialogischen Prozess zu erschließen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der exegetischen Untersuchung zusammen und reflektiert die Bedeutung der Hioberzählung für die Lebenswelt von Schülern.

7. Persönliche Reflektion: Die Verfasserin reflektiert ihre eigenen Erfahrungen aus dem Seminar und den persönlichen Erkenntnisgewinn in Bezug auf das Thema Leid und das eigene Lehrerhandeln.

8.Quellen: Das Quellenverzeichnis führt alle verwendeten Print- und Online-Ressourcen auf.

Schlüsselwörter

Hiob, Exegese, Theodizee, Klage, Weisheitsliteratur, Religionsunterricht, Leid, Västerås-Methode, Gotteserfahrung, Schicksal, Bibel, Sinnfrage, Unrecht, Glaube, Identifikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der exegeseorientierten Aufarbeitung der biblischen Textpassage Hiob 6,1-13 sowie deren Bedeutung für den Religionsunterricht.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind das menschliche Leiden, die Theodizeefrage (Warum lässt Gott Leid zu?), die literarische Gattung der Klage und die Vermittlung dieser komplexen Inhalte an Schüler.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Bibeltext exegetisch zu durchdringen, um einerseits ein theologisches Verständnis für Hiobs Klage zu entwickeln und andererseits didaktische Wege für den Umgang mit Leid im Schulalltag aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Exegese verwendet?

Die Exegese stützt sich auf die methodischen Ansätze von Jürgen Ebach und Uwe Becker, ergänzt durch eine didaktische Strukturierung mithilfe der Västerås-Methode.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historisch-literarische Analyse des Buches Hiob, eine detaillierte Interpretation der Verse 6,1-13 unter Einbeziehung von Metaphern sowie einen didaktischen Abschnitt zur Unterrichtsgestaltung.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Schlüsselbegriffen gehören Theodizee, Klage, Hiob, Exegese, Religionspädagogik, Leidbewältigung und Västerås-Methode.

Wie deutet die Autorin den Vergleich Hiobs mit dem „Sand des Meeres“?

Dieser Vergleich dient dazu, die Unermesslichkeit von Hiobs Leid bildhaft darzustellen, wobei er zudem als Verweis auf antike Totenrituale gedeutet wird.

Welchen Stellenwert nimmt die Västerås-Methode in der Arbeit ein?

Sie wird als ein hilfreiches, vierschrittiges Verfahren präsentiert, das es ermöglicht, Bibeltexte im Unterricht strukturiert zu besprechen und Schülern dabei zu helfen, eine persönliche Beziehung zum Text aufzubauen.

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Details

Titel
Exegese einer Bibelstelle Hiob 6,1-6,13
Hochschule
Pädagogische Hochschule Heidelberg  (Institut für Theologie und Philosophie)
Veranstaltung
Hiob im Religionsunterricht
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
13
Katalognummer
V704581
ISBN (eBook)
9783346188496
ISBN (Buch)
9783346188502
Sprache
Deutsch
Schlagworte
exegese bibel hiob theologie katholische Theologie religion didaktik Religionsunterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Exegese einer Bibelstelle Hiob 6,1-6,13, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/704581
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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