Die Begriffe Konsum und Dienstleistung sind in unserem Sprachraum all gegenwärtig und täglich konsumieren Personen, in Deutschland und überall auf dem Globus, Güter. Auf welche Weise sich Dienstleistungsgüter und Konsumgüter unterscheiden und welche Bedingungen sich für den Marketer hinsichtlich der Gestaltung des Marketings, durch vorhandene Affinitäten und Divergenzen dieser Güterarten ergeben, wird im folgenden Diskurs erarbeitet.
Inhaltsverzeichnis
1.0 Einleitung
1.1.0 Der “Causa essendi“ des Marketings
1.1.1 Die Entwicklung des Marketing
1.2.0 Die Definition des allgemeinen Marketingbegriffs
2.0.0 Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Konsumgüter- und Dienstleistungsmarketing
2.1.0 Die Unterschiede hinsichtlich der Eigenschaften des zuvermarktenden Gutes
2.2.0 Gemeinsamkeiten und Unterschiede hinsichtlich des Marketing-Mix
2.1.1 Gemeinsamkeiten hinsichtlich des Instruments Preispolitik
2.2.2 Gemeinsamkeiten bezüglich des Instruments Produktpolitik
2.2.3 Gemeinsamkeiten in Bezug auf das Instrument Promotion
2.2.4 Gemeinsamkeiten hinsichtlich des Instruments Absatz und Distribution
2.2.5 Gemeinsamkeiten und Unterschiede bezüglich des Instruments Personalpolitik
2.2.6 Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Hinsicht auf das Instrument Ausstattungspolitik
2.2.7 Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Hinsicht des Instruments Prozesspolitik
3.0.0 Fazit
3.1.0 Dienstleistungsmarketing vs. Konsumgütermarketing, oder Dienstleistungsmarketing = Konsumgütermarketing?
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die theoretischen und praktischen Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten zwischen dem Marketing für Konsumgüter und dem Dienstleistungsmarketing. Ziel ist es, anhand konkreter Praxisbeispiele aufzuzeigen, inwieweit die klassischen Marketinginstrumente auf beide Güterarten anwendbar sind und ob eine strikte Abgrenzung dieser Disziplinen heute noch zeitgemäß ist.
- Evolution und grundlegende Definition des Marketingbegriffs
- Differenzierung der Eigenschaften von Konsumgütern und Dienstleistungen
- Analyse des Marketing-Mix im Kontext von Sach- und Dienstleistungsgütern
- Bedeutung der Personal- und Prozesspolitik in verschiedenen Wirtschaftssektoren
- Herausforderungen der Kundenbindung und Qualitätswahrnehmung
Auszug aus dem Buch
2.2.0 Gemeinsamkeiten und Unterschiede hinsichtlich des Marketing-Mix
Der Marketing-Mix, der von Jerome McCarthy formuliert wurde, umfasst die vier Instrumente: Produktpolitik, Preispolitik, Absatz und Distributionspolitik. Im Englischen heißen diese: "product, price, place, und promotion“ deshalb werden diese Marketinginstrumente auch als die vier “P’s“ bezeichnet.5 Der Dienstleistungsmarketing-Mix der insgesamt sieben Instrumente beinhaltet erweitert sich um die Elemente "person, pyhisical evidenz und proces“, zu Deutsch Personalpolitik, Ausstattungspolitik und Prozesspolitik. Vgl. im folgenden Heribert Meffert6. Seit der Formulierung des “erweiterten“ Marketing-Mix, für das Dienstleistungsmarketing, spricht man beim Marketing-Mix der 4P’s vom klassischen Marketing-Mix. Die Erweiterung um diese drei Instrumente stellt primär den wesentlichen Unterschied zwischen Konsumgütermarketing und Dienstleistungsmarketing dar. Meffert weißt darauf hin, dass diese Erweiterung des Dienstleistungsmarketing-Mix, der klassischen Marketingdefinition widerspricht, weil sie sich nicht ausschließlich auf Aktivitäten der Verhaltensbeeinflussung des Kunden konzentriert7. Die Maßnahmen der Kundenmanipulation sind externe Operationen während mit den Instrument Personalpolitik, Ausstattungspolitik und Prozesspolitik, interne Verfahrensweisen fokussiert werden. Im Folgenden werden anhand von Beispielen diese Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Marketing-Mix verdeutlicht.
Zusammenfassung der Kapitel
1.0 Einleitung: Die Einleitung führt in die Themengebiete Konsum und Dienstleistung ein und motiviert die Untersuchung durch die Darstellung des Wandels von Verkäufer- zu Käufermärkten.
2.0.0 Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Konsumgüter- und Dienstleistungsmarketing: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Marketinginstrumente wie Preis-, Produkt- und Personalpolitik in ihrem jeweiligen Anwendungsbereich.
3.0.0 Fazit: Das Fazit resümiert, dass eine absolute Trennung zwischen den Marketingformen kaum möglich ist und plädiert für eine mögliche Neuordnung der bestehenden Paradigmen.
Schlüsselwörter
Marketing, Konsumgütermarketing, Dienstleistungsmarketing, Marketing-Mix, Personalpolitik, Prozesspolitik, Ausstattungspolitik, Verkäufermarkt, Käufermarkt, Immaterialität, Kundenbindung, Produktpolitik, Preispolitik, Absatz, Distribution
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beleuchtet die strukturellen Gemeinsamkeiten und Divergenzen bei der Vermarktung von physischen Konsumgütern im Vergleich zu immateriellen Dienstleistungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Anpassung des klassischen Marketing-Mix, die Bedeutung der Personalpolitik und die Auswirkungen der Immaterialität auf den Kaufprozess.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Anwendbarkeit klassischer Marketingkonzepte auf verschiedene Güterarten zu prüfen und den Grad der Überschneidung beider Marketingdisziplinen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt einen diskursiven Ansatz, bei dem theoretische Grundlagen mit aktuellen Praxisbeispielen aus der Wirtschaft verknüpft werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert sukzessive die sieben Instrumente des Marketing-Mix und bewertet ihre Relevanz für Konsumgüter- und Dienstleistungsunternehmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen gehören Marketing-Mix, Dienstleistungsmarketing, Konsumgütermarketing, Immaterialität und Kundenorientierung.
Warum spielt die Personalpolitik bei Dienstleistungen eine größere Rolle als bei Konsumgütern?
Da Dienstleistungen oft direkt durch menschliche Interaktion erbracht werden, assoziiert der Kunde die Qualität des Personals unmittelbar mit der Qualität der Dienstleistung, was bei physischen Produkten weniger kritisch ist.
Was zeigt das Beispiel der Autoversicherung bei C&A?
Es dient als Beleg für eine laterale Produktdiversifikation und weist darauf hin, dass die traditionelle Trennung von Konsumgüter- und Dienstleistungssektoren zunehmend verschwimmt.
Was bedeutet "Causa essendi" in diesem Kontext?
Der Autor nutzt diesen Begriff, um den historischen Impuls und die Notwendigkeit für die Entstehung und Entwicklung des modernen Marketinggedankens zu beschreiben.
- Quote paper
- Martin Frankenhauser (Author), 2006, Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Konsumgüter- und Dienstleistungsmarketing - dargestellt an konkreten Praxisbeispielen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70432