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Bedeutung und Sprachvergleich

Title: Bedeutung und Sprachvergleich

Seminar Paper , 2005 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Monique Schlömer (Author)

Speech Science / Linguistics
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Summary Excerpt Details

Die Frage, die die Semantik seit jeher beschäftigt, ob die unterschiedlichen Sprachen dieser Welt auch ein vollkommen anderes Denksystem zugrunde liegen haben und es so unmöglich ist, in zwei Sprachen genau dasselbe auszudrücken oder ob es universelle Prinzipien gibt, die es doch möglich machen, über ein und dasselbe miteinander zu kommunizieren, wird in Folgendem behandelt. Zur Grundlage werde ich die Verschiedenheit von Sprache anhand von Beispielen aufzeigen. Wo Unterschiede in der Grammatik und im Lexikon bestehen und warum es so schwer ist, Wörter und ganze Sätze zu übersetzen. Weiter führe ich die gegensätzlichen Ansichten des Universalismus und des Relativismus aus, um weiter auf die Sapir-Whorf-These zu sprechen zu kommen. Diese ist eng verbunden mit der Sichtweise des Relativismus und besagt, dass Inhalt und Art unseres Denkens durch die Sprache vorgeschrieben ist. Um diese Hypothese zu überprüfen, folgt die Darstellung einer berühmten Farbuntersuchung von Berlin und Kay. Dabei stellen sich einige wichtige Erkenntnisse heraus, die bis heute für die Semantik von großer Bedeutung sind. Um den Kreis zu schließen, ende ich mit der Erklärung, was die Befunde von Berlin und Kay in Bezug auf die Sapir-Whorf-Hypothese sowie auf die Relativismus-Universalismus-Debatte für eine Relevanz erhalten haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Verschiedenheit von Sprachen

2.1. Die Schwierigkeiten des Übersetzens einzelner Wörter

2.2. Die unterschiedlichen Formulierungen für denselben Sachverhalt

3. Die Positionen des Relativismus und des Universalismus

4. Die Sapir-Whorf-Hypothese

5. Die Untersuchungen von Berlin und Kay

5.1. Das Experiment

5.2. Die Ergebnisse

5.3. Die Befunde in Bezug auf die Sapir-Whorf-Hypothese

5.4. Die Relevanz der Befunde für die Relativismus-Universalismus-Debatte

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende semantische Fragestellung, ob das Denken des Menschen durch die jeweilige Sprache determiniert wird oder ob universelle Prinzipien die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Sprachgemeinschaften ermöglichen. Dabei wird analysiert, inwieweit kulturelle und grammatische Unterschiede die Strukturierung unserer Weltwahrnehmung beeinflussen.

  • Vergleich von Übersetzungsschwierigkeiten und konzeptionellen Unterschieden in verschiedenen Sprachen
  • Gegenüberstellung der linguistischen Positionen von Universalismus und Relativismus
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Sapir-Whorf-Hypothese
  • Empirische Analyse der Farbuntersuchungen von Berlin und Kay
  • Untersuchung der Wechselbeziehung zwischen Sprache, Kultur und Denken

Auszug aus dem Buch

2.2. Die unterschiedlichen Formulierungen für denselben Sachverhalt

Um Unterschiede zwischen Sprachen aufzuzeichnen, ist eine gute Vorgehensweise, einen bestimmten Sachverhalt als Grundlage zu nehmen und sie in verschiedenen Sprachen auszudrücken.

Nimmt man eine Kopfschmerzsituation gibt es drei Ingredienzien, die in einer solchen Situation nötig sind. Zum einen den sogenannten Experiencer, also derjenige, der den Schmerz empfindet, dann die Empfindung, in diesem Fall also die Schmerzen und nicht zu vergessen ein Körperteil, wie hier der Kopf.

Man geht in folgenden Beispielen davon aus, dass der Experiencer der Sprecher ist. Im Deutschen lautet der Satz, der genanntes als Voraussetzung besitzt: „ich habe Kopfschmerzen“. Diese Konstruktion ordnet dem Experiencer ein Konzept zu, dass aus einem Schmerz und einem Körperteil, dem Kopf zusammengesetzt ist. Anhand einer Possessivkonstruktion von „haben“ ist der Kopfschmerz mit dem Experiencer verbunden.

Bis auf die Tatsache, dass die Empfindung im Singular steht, verhält sich die englische Variante analog zum Deutschen „I have a headache“.

Im Französischen verhält es sich so, dass der Experiencer das Subjekt ist, der Schmerz als direktes Objekt von „haben“ steht und der Kopf eine präpositionale Ortsangabe darstellt. Der Satz „j´ai mal à la téte“ würde man wörtlich ins Deutsche mit „ich habe Schlimm an dem Kopf“ übersetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die semantische Debatte um die Abhängigkeit des Denkens von der Sprache ein und skizziert den Aufbau der Untersuchung sowie die methodische Vorgehensweise.

2. Die Verschiedenheit von Sprachen: Dieses Kapitel verdeutlicht anhand von lexikalischen und grammatikalischen Beispielen, warum eine exakte Übersetzung zwischen Sprachen aufgrund unterschiedlicher Weltzugänge erschwert wird.

3. Die Positionen des Relativismus und des Universalismus: Hier werden die gegensätzlichen linguistischen Theorien vorgestellt: Die Annahme einer gemeinsamen genetischen Basis (Universalismus) gegenüber der Auffassung, jede Sprache sei ein einzigartiges Denksystem (Relativismus).

4. Die Sapir-Whorf-Hypothese: Das Kapitel erläutert die Theorie, dass das Denken durch die Sprache geformt wird, und unterscheidet dabei zwischen der starken und der schwachen Version der Hypothese.

5. Die Untersuchungen von Berlin und Kay: Diese Sektion präsentiert das berühmte Experiment zu Farbbegriffen, das darauf abzielt, die Sapir-Whorf-Hypothese empirisch zu prüfen und psychologische Grundlagen der Farbwahrnehmung aufzuzeigen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass eine absolute Trennung zwischen den Positionen des Universalismus und Relativismus kaum möglich ist, da eine Wechselbeziehung besteht.

Schlüsselwörter

Semantik, Sprachwissenschaft, Relativismus, Universalismus, Sapir-Whorf-Hypothese, Berlin und Kay, Sprachdeterminismus, Fokalfarben, Farbwahrnehmung, Übersetzung, Denksystem, Sprachvergleich, Lexem, Grammatik, Linguistik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie stark die Sprache, die wir sprechen, unser Denken und unsere Wahrnehmung der Welt beeinflusst.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die Übersetzungsproblematik, die theoretischen Ansätze des Universalismus und Relativismus sowie die wissenschaftliche Debatte um die Sapir-Whorf-Hypothese.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu erörtern, ob Sprachen lediglich unterschiedliche Ausdrucksweisen für dieselben Gedanken sind oder ob sie tatsächlich unterschiedliche Denksysteme bedingen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive und analytische Methode verwendet, die sprachwissenschaftliche Beispiele sowie die psychologische Farbuntersuchung von Berlin und Kay als Grundlage nutzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Übersetzungsschwierigkeiten, die Sapir-Whorf-Hypothese und die empirischen Erkenntnisse zur Farbwahrnehmung analysiert und gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Semantik, Sprachdeterminismus, Relativismus und Universalismus definieren.

Was unterscheidet die "schwache" von der "starken" Version der Sapir-Whorf-Hypothese?

Die schwache Version besagt lediglich, dass Sprache das Denken beeinflusst, während die starke Version behauptet, dass das Denken vollständig durch die Sprache determiniert wird.

Warum sind die Farbuntersuchungen von Berlin und Kay für die Semantik so relevant?

Die Untersuchungen zeigten, dass Farbwahrnehmung physiologisch verankert ist und sich nicht primär durch die Sprache, sondern durch eine allgemeine menschliche Wahrnehmung strukturiert, was der starken Sprachdeterminismus-These widerspricht.

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Details

Title
Bedeutung und Sprachvergleich
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Course
Einführung in die Semantik
Grade
1,7
Author
Monique Schlömer (Author)
Publication Year
2005
Pages
13
Catalog Number
V69696
ISBN (eBook)
9783638621007
Language
German
Tags
Bedeutung Sprachvergleich Einführung Semantik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Monique Schlömer (Author), 2005, Bedeutung und Sprachvergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69696
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