Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Accounting and Taxes

Vergleichende Analyse der bilanziellen Behandlung von Software nach HGB und IAS/IFRS

Title: Vergleichende Analyse der bilanziellen Behandlung von Software nach HGB und IAS/IFRS

Seminar Paper , 2006 , 43 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nicole Kuhn (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Wir leben in einer Informationsgesellschaft. Information ist zu einem derart wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden, dass sie längst gleichberechtigt neben die klassischen Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Kapital getreten ist. Computer sind allgegenwärtig; jede Branche nutzt heutzutage mehr oder weniger die Möglichkeiten moderner Datenverarbeitung, so dass die Informationstechnik mittlerweile sogar als Schlüsseltechnologie bezeichnet werden kann.
Dennoch bereitet ihre bilanzielle Behandlung in den verschiedenen Rechnungslegungswerken noch immer erhebliche Schwierigkeiten, weil es sich bei der zugrunde liegenden Software - wie sich noch zeigen wird - im allgemeinen um immaterielles Vermögen handelt. Einerseits ist Software also ein erheblicher Wertetreiber andererseits aber so vergänglich und unternehmensspezifisch, dass ihre Identifizierung und Bewertung äußerst schwierig ist.

Excerpt


Gliederung

A. Einleitung

I. Begriffserläuterungen

1. bilanzielle Behandlung

2. Software

3. Rechnungslegungssysteme

II. Problemstellung

III. Gang der Untersuchung

B. Rahmenbedingungen einer Bilanzierung von Software

I. wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1. IT-Branche als Wirtschaftszweig

2. Bilanzierungspraxis immaterieller Vermögenswerte

II. rechtliche Rahmenbedingungen

1. HGB

2. IAS / IFRS

III. Kriterien zur Beurteilung von Rechnungslegungssystemen

C. Der Ansatz von Software in der Bilanz

I. HGB

1. abstrakte Aktivierungsfähigkeit

a) selbständige Verwertbarkeit

b) selbständige Bewertbarkeit

2. konkrete Aktivierungsfähigkeit

a) Vermögen des Kaufmanns

b) Aktivierungsverbot des § 248 Abs. 2 HGB

aa) Erwerb ohne Entgelt

bb) immaterieller Natur

cc) Anlagevermögen

3. Kritik

II. IAS/IFRS

1. entgeltlich erworbene Software

a) Voraussetzungen eines Vermögenswerts

aa) Substanzlosigkeit

bb) Identifizierbarkeit

cc) Verfügungsmacht

dd) Ergebnis vergangener Ereignisse

ee) zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen

b) Ansatzkriterien eines Vermögenswerts

aa) eindeutige Bestimmbarkeit der Kosten

bb) zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen

2. selbst erstellte Software

3. Software für den Verkauf

a) gem. individuellen Auftrags eines Kunden

b) für den anonymen Markt

aa) allgemeine Ansatzkriterien

bb) Forschung & Entwicklung

4. Kritik

D. Die Bewertung von Software in der Bilanz

I. Anschaffungskosten

II. Herstellungskosten

1. HGB

2. IAS/IFRS

a) IFRS 2

b) IAS 38

III. Gewinnausweis bei langfristigen Fertigungsaufträgen

1. HGB

2. IAS/IFRS

IV. Kritik

E. Der Ausweis von Software in der Bilanz

F. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die vergleichende Analyse der bilanziellen Behandlung von Software nach HGB und IAS/IFRS, um Gemeinsamkeiten, Unterschiede sowie bestehende Gestaltungsspielräume bei der Auslegung der jeweiligen Rechnungslegungsvorschriften aufzuzeigen.

  • Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Bedeutung der IT-Branche
  • Grundlagen der bilanziellen Ansatzfähigkeit nach HGB und IAS/IFRS
  • Bewertungsmethoden für Anschaffungs- und Herstellungskosten
  • Gewinnausweis bei langfristigen Software-Fertigungsaufträgen
  • Ausweis von Software-Posten in der Bilanz

Auszug aus dem Buch

II. Problemstellung

Auf dem Weltmarkt für Software agieren gem. Hansen/Neumann auch drei deutsche Unternehmen, nämlich allen voran die Walldorfer SAP AG und die Stuttgarter Brokat AG sowie die Hamburger Intershop Communications AG. SAP ist für betriebliche Standardsoftware weltweit bekannt; Brokat machte sich mit Internet-Banking, -Brokerage und –Zahlungslösungen einen Namen. Intershop stellt die ebenfalls viel beachtete E-Commerce Plattform Enfinity zur Verfügung. Während SAP im Jahr 2000 bei einem Umsatz von 6,6 Milliarden € Gewinne generierte, schrieben die beiden anderen Unternehmen im gleichen Jahr jedoch erhebliche Verluste, obwohl die Umsätze mit 117 Millionen € beziehungsweise mit 123 Millionen € ordentlich waren.

Damit wird das grundsätzliche bilanzielle Dilemma der Softwareindustrie offensichtlich: Die Fertigung von Software verursacht immense Forschungs- und Entwicklungskosten; muss dieser Aufwand direkt im Jahr der Entstehung voll in die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen werden, hat dies die geschilderten negativen Folgen für die Umsatz- und Gewinnrealisation. Daher ist nach den Voraussetzungen einer Aktivierung dieser Kosten zu fragen und zwar differenziert nach den einzelnen Rechnungslegungswerken. Schließlich könnten die Voraussetzungen je nach zugrunde liegendem System erheblich voneinander abweichen.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Einführung in die Bedeutung der Informationstechnik und Darstellung des bilanziellen Dilemmas bei der Behandlung von Software.

B. Rahmenbedingungen einer Bilanzierung von Software: Analyse der wirtschaftlichen Bedeutung der IT-Branche sowie der rechtlichen Grundlagen nach HGB und IAS/IFRS.

C. Der Ansatz von Software in der Bilanz: Untersuchung der Kriterien zur Bilanzierungsfähigkeit, getrennt nach der Behandlung beim Erwerb und der Eigenerstellung in beiden Systemen.

D. Die Bewertung von Software in der Bilanz: Detaillierter Vergleich der Ermittlung von Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie des Gewinnausweises bei Fertigungsaufträgen.

E. Der Ausweis von Software in der Bilanz: Erörterung der Darstellungsvorschriften in der Bilanz und der Anforderungen an die Transparenz im Anhang.

F. Zusammenfassung und Fazit: Zusammenfassende Gegenüberstellung der Ergebnisse mit Fokus auf die unterschiedlichen Zielsetzungen von HGB und IAS/IFRS.

Schlüsselwörter

Software, Bilanzierung, HGB, IAS, IFRS, Ansatz, Bewertung, Ausweis, Anschaffungskosten, Herstellungskosten, Forschungs- und Entwicklungskosten, Immaterielle Vermögenswerte, Softwareindustrie, Bilanzpolitik, Rechnungslegung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei der bilanziellen Behandlung von Software nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB und der IAS/IFRS.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Ansatzkriterien, die Bewertung (Anschaffungs- und Herstellungskosten), der Gewinnausweis bei Fertigungsaufträgen sowie die Bilanzdarstellung von Software.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Aufdeckung von Gestaltungsspielräumen und Unterschieden zwischen HGB und IAS/IFRS, die für Softwareunternehmen bei der Erstellung ihrer Jahresabschlüsse relevant sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine rechtsvergleichende und analytische Untersuchung der bestehenden Rechnungslegungsnormen und der einschlägigen Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Ansatz, Bewertung und Ausweis, wobei jeweils die spezifischen Regeln für das HGB und die IAS/IFRS gegenübergestellt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich maßgeblich auf Softwarebilanzierung, HGB vs. IFRS, immaterielle Vermögenswerte und die Problematik von F&E-Kosten.

Warum stellt Software ein bilanzpolitisches Dilemma dar?

Aufgrund hoher Forschungs- und Entwicklungskosten führen Aktivierungsverbote zu einer sofortigen Belastung des Gewinns, was das tatsächliche wirtschaftliche Bild des Unternehmens verzerren kann.

Was ist der wesentliche Unterschied beim Ausweis zwischen HGB und IAS/IFRS?

Das HGB folgt strengen Gliederungsvorschriften, während die IAS/IFRS eher Mindestvorgaben machen und dem Bilanzierenden mehr Freiheit zur individuellen Darstellung lassen.

Welche Rolle spielt die "technische Realisierbarkeit" in der Bilanzierung?

Sie ist ein kritischer Zeitpunkt bei der IAS/IFRS-Rechnungslegung, ab dem Entwicklungskosten für selbst erstellte Software aktiviert werden können, wobei die Bestimmung dieses Zeitpunkts oft ermessensabhängig ist.

Excerpt out of 43 pages  - scroll top

Details

Title
Vergleichende Analyse der bilanziellen Behandlung von Software nach HGB und IAS/IFRS
College
University of Applied Sciences Essen
Course
Rechnungslegung und Prüfungswesen
Grade
1,0
Author
Nicole Kuhn (Author)
Publication Year
2006
Pages
43
Catalog Number
V69330
ISBN (eBook)
9783638624893
Language
German
Tags
Vergleichende Analyse Behandlung Software IAS/IFRS Rechnungslegung Prüfungswesen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Kuhn (Author), 2006, Vergleichende Analyse der bilanziellen Behandlung von Software nach HGB und IAS/IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69330
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  43  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint