Die folgende Arbeit ist eine Ausarbeitung und basiert auf dem Referat zum Thema „Selbstgesteuertes Lernen“, aus dem Seminar „Wandel der Lernkultur“. Die Basisliteratur für die Seminargestaltung und die Ausarbeitung besteht aus dem Buch Selbstgesteuertes Lernen in Theorie und Praxis von Klaus Konrad und Silke Traub.2
Die Ausarbeitung beginnt mit einer Definitionsmöglichkeit, anschließend werden die zentralen Merkmale von selbstgesteuerten Lernen aufgelistet. Nachdem nun eine Basisvorstellung geschaffen wurde, folgt eine Begründung für die Bedeutsamkeit dieser Lernform, unter anderem an Schulen. Die Umsetzungsmöglichkeiten an Schulen werden dann im weiteren Verlauf dar- und vorgestellt. Zum Abschluss werden nochmals allgemeine Grundsätze zur Förderung vom selbstgesteuerten Lernen präsentiert und als Zusatz für die praktische Anwendung, im Hinblick auf die neuen Medien, stelle ich noch das selbstgesteuerte Lernen am Computer vor.
2. Definition
Als Erstes ist festzuhalten, dass es keine einheitliche Definition von „selbstgesteuerten“ Lernen gibt.3 Deswegen werde ich mit der Begriffsklärung von Selbst beziehungsweise4 Selbstkonzept und Steuerung beginnen, um im Anschluss daran einen Definitionsversuch geben zu können.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. DEFINITION
2.1 Selbst und Selbstkonzept
2.2 Steuerung
2.3 Definitionsvorschlag
2.3.1 Konrad und Traub
2.4 Zentrale Merkmale selbstgesteuerten Lernens
3. BEDEUTSAMKEIT SELBSTGESTEUERTEN LERNENS
3.1 Die vier wichtigsten Gründe
3.2 Begründungen für selbstgesteuertes Lernen in Schule
3.2.1 Bildungsplan Baden-Württemberg
4. UMSETZUNGSMÖGLICHKEITEN AN SCHULEN
4.1 Unterrichtsmethoden für die Schule
4.2 Die vier Dimensionen des handlungsorientierten Unterrichts
4.3 Offener Unterricht nach Wallrabenstein
5. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE ZUR FÖRDERUNG VON SELBSTGESTEUERTEN LERNEN
6. SELBSTGESTEUERTES LERNEN AM COMPUTER
6.1 Besonderheiten beim Lernen mit dem Computer
6.2 Typen von Lernprogrammen
6.3 Einsatzformen in multimedialen Lernarrangements
6.4 Die Grenzen des Einsatzes von Lernprogrammen
6.5 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Konzept des selbstgesteuerten Lernens als zentrale pädagogische Strategie zur Förderung der Eigenverantwortung von Lernenden. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie Lernprozesse durch unterschiedliche Unterrichtsmethoden sowie den gezielten Einsatz digitaler Medien optimiert und unterstützt werden können.
- Theoretische Fundierung des Selbst- und Selbstkonzept-Begriffs
- Pädagogische Notwendigkeit und Begründung für selbstgesteuertes Lernen
- Praktische Umsetzungsmöglichkeiten durch offene Unterrichtsformen
- Rolle der Lehrkraft als Lernbegleiter und Berater
- Integration computergestützter Lernprogramme in den Lernprozess
Auszug aus dem Buch
3.1 Die vier wichtigsten Gründe
Damit das Konzept des selbstgesteuerten Lernens auf Dauer zum Erfolg führt, müssen den Anwesenden die vier (guten) Gründe für eine Realisierung klar und verständlich sein.
1. Bildungstheoretische Gründe
Die Schule, als Bildungsinstitut, ist unaufgebbar darum bemüht Lernprozesse die Individuen ermöglichen, ein aufgeklärtes und handlungsorientiertes Verhältnis abzugewinnen und gleichzeitig sich die Welt in ihren wichtigen Aspekten und Problemen aufzuschließen. Die in der Vergangenheit erarbeiteten Wissensbestände und Objektivationen in Kunst, Literatur, Musik, Sprachen u.a.m. können hierbei entscheidende Aufschlüsselungs- und Erklärungshilfe leisten.
Gegenüber einer reinen Vermittlungsdidaktik kommt es besonders darauf an, dass die Schule genügend Anlässe und Gelegenheiten bereitstellt, mit denen und in denen ein lernendes Individuum eigenen Interessen und Valenzen entwickeln kann, um das Lernen in die eigene Hand zu nehmen und um das eigene, sehr genuine Verhältnis zu den Problemen der Welt, das Wissen über sie und über menschliche Objektsituationen zu konstituieren.21
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Arbeit basiert auf einem Seminarreferat und führt in die theoretischen Grundlagen des selbstgesteuerten Lernens sowie dessen praktische Anwendung ein.
2. DEFINITION: Hier werden die zentralen Begriffe Selbst, Selbstkonzept und Steuerung geklärt, um eine fundierte Definition für selbstgesteuertes Lernen abzuleiten.
3. BEDEUTSAMKEIT SELBSTGESTEUERTEN LERNENS: Dieses Kapitel erläutert bildungs-, unterrichts- und lerntheoretische Gründe, die den Einsatz selbstgesteuerter Lernformen in Schulen rechtfertigen.
4. UMSETZUNGSMÖGLICHKEITEN AN SCHULEN: Es werden verschiedene Unterrichtsmethoden, wie etwa Freiarbeit oder Projektunterricht, vorgestellt, die zur Förderung der Selbstständigkeit beitragen.
5. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE ZUR FÖRDERUNG VON SELBSTGESTEUERTEN LERNEN: Das Kapitel definiert wesentliche Leitlinien, die den Erfolg selbstgesteuerter Lernphasen in Lehr-Lern-Situationen sicherstellen.
6. SELBSTGESTEUERTES LERNEN AM COMPUTER: Abschließend wird der Einsatz digitaler Medien als Ergänzung zum selbstgesteuerten Lernen analysiert, einschließlich der Chancen und Grenzen von Lernprogrammen.
Schlüsselwörter
selbstgesteuertes Lernen, Selbstkonzept, Steuerung, Unterrichtsmethoden, offener Unterricht, Freiarbeit, Projektunterricht, Handlungsorientierung, Schlüsselqualifikationen, Lernprogramme, Computerunterstütztes Lernen, Lernmotivation, Metakognition, Lernarrangements, Weiterbildungskultur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept des selbstgesteuerten Lernens, seiner theoretischen Herleitung und der praktischen Implementierung in den schulischen Alltag.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Selbststeuerung, pädagogische Begründungen, Umsetzungsmethoden wie Projektunterricht und den Einsatz moderner Lernmedien.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lernende befähigt werden können, Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess zu übernehmen und wie Lehrkräfte diesen Prozess unterstützen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Aufarbeitung, die auf Fachliteratur sowie ergänzenden Internetberichten basiert, um eine fundierte Übersicht zum Thema zu geben.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt neben der begrifflichen Klärung die Bedeutsamkeit für Schulen, methodische Umsetzungsstrategien und die Rolle von Computern bei selbstgesteuerten Lernprozessen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Selbstkonzept, Lernform, handlungsorientierter Unterricht, Schlüsselqualifikationen und computergestützte Lernprogramme.
Warum spielt die Rolle der Lehrkraft eine zentrale Rolle?
Selbstgesteuertes Lernen ersetzt den Lehrer nicht, sondern wandelt dessen Rolle hin zum Lernbegleiter, der den Prozess strukturiert und beratend zur Seite steht.
Welche Grenzen sieht die Autorin beim Lernen mit dem Computer?
Die Autorin hebt hervor, dass Computer zwar beim Faktenwissen helfen, aber soziale Interaktionen wie das Deuten von Mimik und Gestik nicht vollständig ersetzen können.
- Quote paper
- Stefanie Bratke (Author), 2006, Selbstgesteuertes Lernen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69323