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Das Prinzip der kollektiven Sicherheit

Title: Das Prinzip der kollektiven Sicherheit

Term Paper , 2005 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christopher Schwarzkopf (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security
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Das System der Abschreckung zum Schutz vor Aggressionen von außen, bildete lange Zeit das Hauptelement der internationalen Sicherheit. Die äußere Sicherheit wurde völkerrechtlich allein den einzelnen Staaten überlassen, deren Souveränität unumstritten war und die Grundlage des politischen Handelns bildete. Jedoch konnte eine allgemeine, internationale Sicherheit auf diese Art und Weise nicht gewährleistet werden, wovon zahlreiche Kriege und bewaffnete Konflikte in der Geschichte zeugen.
Eine Alternative zu diesem, von deutlichen Mängeln und Problemen gekennzeichneten System, und gleichzeitig eine Abkehr von der Idee der vollkommenen staatlichen Souveränität, bildet das Prinzip der Kollektiven Sicherheit. Diese Hausarbeit soll erklären, was man unter diesem Prinzip zu verstehen hat und welcher Stellenwert ihm in der internationalen Politik beizumessen ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was heißt kollektive Sicherheit?

3. Der Völkerbund als erster Versuch der Kollektiven Sicherheit

3.1 Die Gründung des Völkerbundes

3.2. Warum der Völkerbund scheiterte

4. Die Vereinten Nationen als System kollektiver Sicherheit

4.1 Die Gründung der Vereinten Nationen

4.2 Die Aufgaben und Kompetenzen der Vereinten Nationen

4.2.1 Der Sicherheitsrat

5. Zwangsmaßnamen und ihre Probleme bei der Einleitung und Durchführung

5.1 Die UN – Sanktionspolitik

5.2. Die Möglichkeit militärischer Zwangmaßnamen

6. UN – Friedenseinsätze und das Konzept des Peacekeeping

6.1. Die „klassischen“ Friedenseinsätze der ersten Generation

6.2. Die zweite Generation der Friedensoperationen

6.3. Die „robusten“ Einsätze der dritten Generation

6.4. Die „vierte“ Generation der Friedenseinsätze

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Prinzip der kollektiven Sicherheit als Alternative zum klassischen System der Abschreckung. Dabei wird analysiert, inwieweit dieses Konzept durch den Völkerbund und später durch die Vereinten Nationen erfolgreich in der internationalen Politik umgesetzt werden konnte, welche strukturellen Mängel bestehen und warum es bei der Implementierung militärischer Zwangsmaßnahmen häufig zu Blockaden kommt.

  • Historische Entwicklung der kollektiven Sicherheit (Völkerbund vs. UN)
  • Die Rolle und Kompetenzen des UN-Sicherheitsrates
  • Wirksamkeit und Problematik der UN-Sanktionspolitik
  • Evolution der UN-Friedenseinsätze über vier Generationen
  • Die Divergenz zwischen nationalen Interessen und kollektivem Handeln

Auszug aus dem Buch

6.1. Die „klassischen“ Friedenseinsätze der ersten Generation

Bei den ersten Einsätzen der UN – Notstandstruppen waren die Mandate der Truppen darauf beschränkt, die zuvor von den Konfliktparteien ausgehandelten Waffenstillstände zu überwachen, und somit für die Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung zu sorgen.

Der Konsens der Konfliktparteien über den Einsatz der „Blauhelme“ bildete hierbei eine unbedingte Vorrausetzung, um eine gewisse Akzeptanz der Notstandstruppen zu gewährleisten und die Gefahr zu mindern, dass sie in Kampfhandlungen einbezogen wurden. Ein wichtiger Aspekt ist die Tatsache, dass die Friedenstruppen absolut unparteiisch sein mussten, sodass die Länder, welche die Truppen stellten, bewusst so ausgewählt wurden, dass der jeweilige Konflikt in keinem Zusammenhang mit ihren eigenen Interessen stand.

Die Truppen waren lediglich zum Selbstschutz leicht bewaffnet, konnten also nicht wirklich als Streitkräfte bezeichnet werden. Sie unterstanden zwar in dienstrechtlicher Hinsicht ihrem jeweiligem Land, fungierten jedoch im Einsatz als Nebenorgane der Vereinten Nationen.

Bei der Entsendung der Truppen konnten die truppenstellenden Staaten ihre Einheiten jederzeit wieder zurückziehen. Dieses „Prinzip der Freiwilligkeit“ hat sich bis heute gehalten. Im Gegensatz dazu wurden die weiteren Elemente der Friedenseinsätze mehrfach geändert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung des Prinzips der kollektiven Sicherheit als Alternative zur staatlichen Souveränität und Ankündigung der Analyse von Völkerbund und Vereinten Nationen.

2. Was heißt kollektive Sicherheit?: Erläuterung der theoretischen Kernelemente, wie der universale Geltungsanspruch von Rechtsnormen und das kollektive Vorgehen gegen Aggressoren.

3. Der Völkerbund als erster Versuch der Kollektiven Sicherheit: Untersuchung der Gründung im Jahr 1918 und der systemischen Schwächen, die zum Scheitern der Organisation führten.

4. Die Vereinten Nationen als System kollektiver Sicherheit: Analyse der UN-Strukturen, insbesondere der Rolle des Sicherheitsrates und der Veto-Problematik bei der Wahrung des Weltfriedens.

5. Zwangsmaßnamen und ihre Probleme bei der Einleitung und Durchführung: kritische Betrachtung der Sanktionspolitik und der Schwierigkeiten bei der Mobilisierung militärischer Mittel.

6. UN – Friedenseinsätze und das Konzept des Peacekeeping: Detaillierte historische Nachzeichnung der Entwicklung von Friedensmissionen von der ersten bis zur vierten Generation.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Unzulänglichkeiten des Systems kollektiver Sicherheit und der weiterhin dominanten Rolle nationaler Machtinteressen.

Schlüsselwörter

Kollektive Sicherheit, Völkerbund, Vereinte Nationen, UN-Charta, Sicherheitsrat, Friedenseinsätze, Peacekeeping, Blauhelme, Sanktionspolitik, Souveränität, Gewaltverbot, Konfliktbeilegung, internationale Sicherheit, Militärische Zwangsmaßnahmen, Abrüstung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Konzept der kollektiven Sicherheit, welches als Alternative zum klassischen, auf nationaler Abschreckung basierenden System internationaler Sicherheit entworfen wurde.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die historische Entwicklung vom Völkerbund hin zu den Vereinten Nationen, die Mechanismen der Konfliktbewältigung durch Sanktionen sowie die Entwicklung der verschiedenen Generationen von UN-Friedenseinsätzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu erklären, wie das System kollektiver Sicherheit definiert ist, welchen Stellenwert es einnimmt und warum es in der Praxis bisher nicht in ausreichendem Maße realisiert werden konnte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor führt eine politikwissenschaftliche Analyse durch, die auf der Auswertung von Fachliteratur, der UN-Charta sowie der Untersuchung historischer Fallbeispiele (wie Somalia, Ruanda oder Korea) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Völkerbundes, die Aufgaben und Kompetenzen der UN, die Problematik von Sanktionen sowie die Differenzierung der UN-Friedensoperationen in vier Entwicklungsphasen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind das Prinzip der kollektiven Sicherheit, der UN-Sicherheitsrat, die Friedenskonsolidierung, das Vetorecht und die strukturelle Nichtangriffsfähigkeit.

Was besagt die „Uniting for Peace“-Resolution?

Diese Resolution von 1950 war ein Versuch, die Handlungsfähigkeit der UN zu bewahren, indem Kompetenzen von der Generalversammlung genutzt wurden, wenn der Sicherheitsrat durch Veto-Blockaden gelähmt war.

Warum scheiterte der Völkerbund nach Ansicht des Autors?

Das Scheitern wird auf mangelnde Sanktionsmechanismen, den Nichtbeitritt bzw. zeitweiligen Austritt wichtiger Großmächte und die Bevorzugung nationaler Interessen gegenüber dem kollektiven Sicherheitsgedanken zurückgeführt.

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Details

Title
Das Prinzip der kollektiven Sicherheit
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Course
Globalisierung und Migration
Grade
1,3
Author
Christopher Schwarzkopf (Author)
Publication Year
2005
Pages
23
Catalog Number
V68407
ISBN (eBook)
9783638610001
ISBN (Book)
9783638875493
Language
German
Tags
Prinzip Sicherheit Globalisierung Migration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christopher Schwarzkopf (Author), 2005, Das Prinzip der kollektiven Sicherheit , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68407
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