Die Demokratie hat sich weiterentwickelt. Sie hat sich, bedingt durch die Ausdehnung der europäischen Gemeinschaft und der Globalisierung, auf weitere internationale Ebenen ausgedehnt, die eine plebiszitäre Selbstbestimmung des Volkes immer schwieriger werden lässt.
Das für und wieder von Plebisziten ist unter anderem Gegenstand dieser Arbeit. Ist direkte Demokratie tatsächlich die Lösung für die vermeintliche Politikverdrossenheit in der Bundesrepublik Deutschland oder nur die Forderung einer manipulierenden Minderheit? Sind Plebiszite eine Alternative zur jetzigen repräsentativen Form der Volksherrschaft? Anhand von ausgewählten empirischen Beispielen beschäftigt sich diese Arbeit mit Demokratisierungsproblemen in der Bundesrepublik und in der Europäischen Union.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung:
- 2. Grundlagen für Plebiszite: Die Standpunkte einzelner Demokratietheorien...
- 2.1 Pluralistische Demokratietheorien ........
- 2.2 Partizipatorische Demokratietheorien
- 2.3 Direkte Demokratie
- 2.4 Plebiszite: Vor- und Nachteile, Verwendbarkeit..
- 3. Demokratie in der EU .....
- 3.1 Grundlagen einer europäischen Demokratie..
- 3.2 Demokratisierungsprobleme in der EU
- 4. Fazit .......
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Konzept der direkten Demokratie und ihren Vor- und Nachteilen im Vergleich zur repräsentativen Demokratie. Sie untersucht, ob Plebiszite eine geeignete Lösung für die Politikverdrossenheit in Deutschland darstellen und ob direkte Demokratie eine viable Alternative zur repräsentativen Form der Volksherrschaft sein kann. Die Arbeit analysiert zudem die Herausforderungen der Demokratisierung in der Europäischen Union.
- Direkte Demokratie und Plebiszite als Instrument der Bürgerbeteiligung
- Vor- und Nachteile von Plebisziten im Kontext der Politikverdrossenheit
- Vergleich von direkter und repräsentativer Demokratie
- Demokratisierungsprobleme in der Europäischen Union
- Theoretische Grundlagen der Demokratie und ihre Anwendbarkeit in der Praxis
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel befasst sich mit der Entstehung des modernen Demokratiekonzepts und beleuchtet die Rolle von Jean-Jacques Rousseau und seinen Lehren zur Volkssouveränität. Es stellt die Frage, ob die Demokratie in der heutigen Zeit ihren ursprünglichen Zweck erfüllt und beleuchtet die Herausforderungen, die durch die Globalisierung und die Ausweitung der europäischen Gemeinschaft entstehen. Das zweite Kapitel untersucht verschiedene Demokratietheorien, insbesondere den Pluralismus, die Partizipation und die direkte Demokratie. Es analysiert die Vor- und Nachteile von Plebisziten und diskutiert die Umsetzbarkeit von direkter Demokratie in der Praxis. Der dritte Kapitel konzentriert sich auf die Demokratie in der Europäischen Union und betrachtet die Grundlagen und Herausforderungen der Demokratisierung auf europäischer Ebene.
Schlüsselwörter
Direkte Demokratie, Plebiszit, Repräsentative Demokratie, Politikverdrossenheit, Bürgerbeteiligung, Europäische Union, Demokratisierung, Volkssouveränität, Pluralismus, Partizipation, Jean-Jacques Rousseau.
Häufig gestellte Fragen
Ist direkte Demokratie eine Lösung für Politikverdrossenheit?
Die Arbeit untersucht, ob Plebiszite Bürger stärker einbinden können, warnt aber auch davor, dass sie Instrumente einer manipulierenden Minderheit sein könnten.
Was sind die Vorteile von Plebisziten gegenüber repräsentativer Demokratie?
Plebiszite ermöglichen eine unmittelbare Selbstbestimmung des Volkes, während die repräsentative Form auf gewählte Abgeordnete setzt. Die Arbeit wägt die Verwendbarkeit beider Modelle ab.
Welche Rolle spielt Rousseau in der Demokratietheorie?
Jean-Jacques Rousseau lieferte mit seinen Lehren zur Volkssouveränität die theoretische Grundlage für moderne Konzepte der direkten Demokratie.
Warum ist direkte Demokratie in der EU schwierig umzusetzen?
Durch die Globalisierung und die Ausdehnung der EU auf viele internationale Ebenen wird eine plebiszitäre Selbstbestimmung organisatorisch und inhaltlich immer komplexer.
Was unterscheidet pluralistische von partizipatorischen Demokratietheorien?
Pluralistische Theorien betonen den Wettbewerb zwischen verschiedenen Gruppen, während partizipatorische Ansätze die aktive Teilhabe des Einzelnen am politischen Prozess in den Vordergrund stellen.
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- Katrin Schulze (Author), 2004, Demos contra Demokratie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67778