Die Veröffentlichung der Ergebnisse der internationalen Schulleistungsstudie PISA hat in Deutschland eine außergewöhnlich große Resonanz gefunden. Dies hatte vermutlich mehrere Gründe. Entscheidend dürfte das relativ schlechte Abschneiden von Schülerinnen und Schülern in Deutschland gewesen sein, die in allen drei geprüften Kompetenzbereichen (Lesen, Mathematik, Naturwissenschaften) unterhalb des Durchschnittswerts der OECD-Länder lagen. Nachdem durch die Veröffentlichung der TIMS-Studie bereits deutlich geworden war, dass in Deutschland die Leistungen der Jugendlichen in Mathematik und
Naturwissenschaften niedriger sind als erwartet, gibt es nun auch entsprechende Ergebnisse für den Bereich Lesekompetenz. So wurde gezeigt, dass auch in weiteren zentralen Kompetenzbereichen Probleme bestehen. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, die besondere Bedeutung der Lesekompetenz in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken. Wir beschäftigen uns zunächst mit der Klärung dieses Begriffes, anschließend gehen wir näher auf die Ergebnisse der PISA- Studie ein und untersuchen die möglichen Ursachen und beenden unsere Arbeit mit verschiedenen Möglichkeiten bzw. Maßnahmen zur Förderung der Lesekompetenz in verschiedenen Fächern.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Lesekompetenz
- Begriffserklärung: Lesekompetenz (allgemein)
- Begriffserklärung: Lesekompetenz nach PISA
- Kompetenzstufen der Lesekompetenz
- Einteilung der Schüler in Kompetenzstufen
- Ergebnisse der Lesekompetenz von Schülerinnen und Schülern
- Leseverhalten
- Begriffserklärung: Leseverhalten
- Leseunterricht in der Grundschule (Sekundarstufe I)
- Außerschulisches Leseverhalten
- Einflussfaktoren und Bedingungen der Lesekompetenz
- Soziale Bedingungen
- Personale Einflussfaktoren
- Geschlechtsspezifische Einflussfaktoren
- Leseförderung
- Lesekompetenz als Anliegen aller Fächer
- Situiertes Lernen
- Lesestrategien
- Handlungsorientierter Unterricht
- Förderung der Lesefreude
- Lesefreude und Förderung der Lesekompetenz
- Resümee
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Lesekompetenz, einem zentralen Aspekt der Bildung. Ziel ist es, den Begriff der Lesekompetenz zu beleuchten, die Ergebnisse der PISA-Studie zu analysieren und schließlich verschiedene Möglichkeiten zur Förderung der Lesekompetenz in unterschiedlichen Fächern aufzuzeigen.
- Die Bedeutung der Lesekompetenz im Bildungssystem
- Die Ergebnisse der PISA-Studie und deren Bedeutung für die Lesekompetenz in Deutschland
- Faktoren, die die Lesekompetenz beeinflussen
- Methoden und Strategien zur Förderung der Lesekompetenz
- Die Rolle der Lesefreude im Prozess der Lesekompetenzentwicklung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema Lesekompetenz ein und beleuchtet die Bedeutung der PISA-Studie für die Diskussion um die Lesekompetenz in Deutschland. Kapitel 2 beschäftigt sich mit der Begriffsklärung von Lesekompetenz, sowohl allgemein als auch im Kontext der PISA-Studie. Die verschiedenen Dimensionen der Lesekompetenz, wie die kognitiven, motivationalen, emotionalen und sozialen Aspekte, werden in diesem Kapitel näher erläutert.
Kapitel 3 geht auf die Kompetenzstufen der Lesekompetenz ein und untersucht die Einteilung von Schülern in verschiedene Kompetenzstufen sowie die Ergebnisse der Lesekompetenz von Schülerinnen und Schülern.
Kapitel 4 befasst sich mit dem Leseverhalten und beleuchtet die verschiedenen Arten des Lesens, den Leseunterricht in der Grundschule und die Bedeutung des außerschulischen Leseverhaltens.
Kapitel 5 analysiert die verschiedenen Einflussfaktoren und Bedingungen der Lesekompetenz, wobei sowohl soziale Bedingungen als auch personale und geschlechtsspezifische Faktoren betrachtet werden.
Kapitel 6 widmet sich der Leseförderung und beleuchtet die Bedeutung der Lesekompetenz in allen Fächern, die Bedeutung des situierten Lernens und die Rolle von Lesestrategien und handlungsorientiertem Unterricht.
Schlüsselwörter
Lesekompetenz, PISA-Studie, Bildungssystem, Leseförderung, Leseunterricht, Einflussfaktoren, Leseverhalten, Kompetenzstufen, Lesemethoden, Lesestrategien, situiertes Lernen, Handlungsorientierung, Lesefreude.
Häufig gestellte Fragen
Wie definiert PISA die Lesekompetenz?
Lesekompetenz bedeutet nach PISA, geschriebene Texte zu verstehen, zu nutzen und über sie zu reflektieren, um eigene Ziele zu erreichen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Was sind die Ursachen für das schlechte Abschneiden deutscher Schüler bei PISA?
Als Ursachen gelten soziale Ungleichheit, mangelnde individuelle Förderung sowie Defizite im Leseunterricht und im außerschulischen Leseverhalten.
Welche Rolle spielt die Lesefreude für die Kompetenzentwicklung?
Lesefreude ist ein zentraler motivationaler Faktor; Kinder, die gerne lesen, lesen mehr und entwickeln dadurch automatisch eine höhere Lesekompetenz.
Was versteht man unter "Situiertem Lernen" bei der Leseförderung?
Es ist ein Lernansatz, bei dem das Lesen in lebensnahe und bedeutungsvolle Kontexte eingebettet wird, statt isolierte Texte ohne Anwendungsbezug zu bearbeiten.
Ist Leseförderung nur Aufgabe des Deutschunterrichts?
Nein, Lesekompetenz ist ein Anliegen aller Fächer, da das Verständnis von Sachtexten auch in Mathematik, Natur- und Sozialwissenschaften die Basis für Lernerfolg ist.
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- Angelique Scholtyssek (Author), 2005, Lesekompetenz. Leseförderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67747