Um einen Überblick über den Aufbau der vorliegenden Arbeit zu geben, soll im Folgenden kurz auf die einzelnen Abschnitte eingegangen werden.
Der Theorieteil umfasst den Entdeckungs-, Begründungs- und Untersuchungszusammenhang.
Der Entdeckungszusammenhang soll die Bedeutung und Weitflächigkeit des Phänomens Fußball-Weltmeisterschaft erklären. Er gibt Aufschluss über ihre Auswirkungen auf verschiedene Bereiche des öffentlichen Interesses. Damit sei der Anlass der Studie definiert und legitimiert.
Im Begründungszusammenhang soll der Kern der Untersuchung, die im Fußballkontext auftretende Gewalt, dargestellt werden. Dies geschieht auf den Ebenen ihrer Entstehung, ihren Auftretensformen, ihres Potentials im Hinblick auf die WM 2006 und der geplanten Reaktion auf sie, letzteres in Form der Vorstellung der Sicherheitskonzepte von Organisationskomitee (OK) und Sicherheitskräften. Diesen Komplex genau zu beleuchten schafft die Voraussetzung für die qualitative Analyse der Berichterstattung in den Printmedien.
Aufgabe, Stellung und das Potential der Printmedien wird im Untersuchungszusammenhang beschrieben. Da die Untersuchung im Grunde ein inhaltsanalytisches Forschungsdesign hat, soll auch die inhaltliche Orientierung der untersuchten Medien beschrieben werden.
Im Empirieteil wird die Artikulation der Gewalt und verwandter Aspekte während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 innerhalb der Berichterstattung in SZ, FAZ und Bildzeitung und WN quantitativ und qualitativ nach inhaltlichen Strukturen analysiert und ausgewertet.
Neben den interessanten Ergebnissen, die die Studie zu Tage fördert, enthält dieses Buch außerdem ein vollständiges Register aller Zeitungsartikel der untersuchten Medien, die Sicherheits- oder Gewaltaspekte behandeln.
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- I. Theorie
- 1. Entdeckungszusammenhang
- 1.1 Motto: Die Welt zu Gast bei Freunden
- 1.2 Erwartungen an die WM
- 1.2.1 Wirtschaftliche Faktoren
- 1.2.2 Gesellschaftspolitische Faktoren
- 1.3 Forschungsinteresse
- 2. Begründungszusammenhang
- 2.1 Theorien zur Entstehung von Gewalt
- 2.1.1 Der trieb- bzw. instinkttheoretische Ansatz
- 2.1.2 Die Frustrations-Aggressions-Hypothese
- 2.1.3 Der lerntheoretische Ansatz
- 2.2 Abgrenzung anlassbezogenen Gewaltformen
- 2.3 Hooliganismus
- 2.3.1 Soziale Faktoren
- 2.3.2 Persönliche Faktoren
- 2.3.3 Situative Faktoren
- 2.3.4 Einordnung, Organisation
- 2.3.5 Einschätzungen des Konfliktpotenzials bezüglich der WM 2006
- 2.4 Sicherheitsaspekte
- 2.1 Theorien zur Entstehung von Gewalt
- 3. Untersuchungszusammenhang
- 3.1 Die Funktion der Presse in der Gesellschaft
- 3.2 Nutzung und Verbreitung von Zeitungen
- 3.3 Zum Stand der Medienwirkungsforschung
- 3.3.1 Effekte von Gewaltdarstellungen in den Printmedien
- 3.3.2 Möglichkeiten der Darstellung
- 3.3.2.1 Fotos
- 3.4 Auswahl des Untersuchungsmaterials
- 3.4.1 Frankfurter Allgemeine Zeitung
- 3.4.2 Süddeutsche Zeitung
- 3.4.3 Bildzeitung
- 3.4.4 Westfälische Nachrichten
- 3.5 Hypothesenbildung
- II. Empirie
- 4. Methodik
- 4.1 Theorie der quantitativen Analyse
- 4.2 Theorie der qualitativen Analyse
- 4.3 Operationalisierung und Indikatoren
- 5. Die quantitative Analyse
- 5.1 Quantitative Analyse – FAZ
- 5.2 Quantitative Analyse – SZ
- 5.3 Quantitative Analyse – Bildzeitung
- 5.4 Quantitative Analyse – WN
- 6. Die qualitative Analyse
- 6.1 Qualitative Analyse – FAZ
- 6.2 Qualitative Analyse – SZ
- 6.3 Qualitative Analyse – Bildzeitung
- 6.4 Qualitative Analyse – WN
- 6.5 Ergebnis
- 6.5.1 Verifizierung/Falsifizierung der Hypothesen
- 6.5.2 Zusammenfassung
- 7. Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Wie wurde Gewalt während der WM 2006 in den Medien dargestellt?
Die Arbeit analysiert quantitativ und qualitativ die Berichterstattung in SZ, FAZ, Bild und WN hinsichtlich der Artikulation von Gewalt und Sicherheitsaspekten.
Welche Theorien zur Gewaltentstehung werden herangezogen?
Es werden der instinkttheoretische Ansatz, die Frustrations-Aggressions-Hypothese und der lerntheoretische Ansatz zur Erklärung von Gewalt im Fußballkontext genutzt.
Was ist Hooliganismus?
Hooliganismus wird als anlassbezogene Gewaltform untersucht, wobei soziale, persönliche und situative Faktoren sowie das Konfliktpotenzial bei Großereignissen beleuchtet werden.
Welche Rolle spielten Sicherheitskonzepte bei der WM 2006?
Die Arbeit stellt die Konzepte des Organisationskomitees (OK) und der Sicherheitskräfte vor, die darauf zielten, das Motto „Die Welt zu Gast bei Freunden“ friedlich umzusetzen.
Haben Medienberichte Auswirkungen auf die Realwahrnehmung von Gewalt?
Im Rahmen der Medienwirkungsforschung untersucht die Studie, wie Gewaltdarstellungen und Fotos in Printmedien die öffentliche Wahrnehmung der Sicherheit beeinflussen.
- 4. Methodik
- Quote paper
- Martin Steinbrink (Author), 2006, Gewalt und Sicherheit. Eine Untersuchung in den Printmedien während der FIFA-Weltmeisterschaft 2006, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67454