Spätestens seit der Deregulierung des Versicherungsmarktes im Jahre 1994 entwickelte sich eine zuvor nicht bekannte Dynamik in der Versicherungsbranche. Kooperationen von Finanzdienstleistungsunternehmen sowie neue Versicherungsunternehmen sind entstanden. Besonders im Bereich der Distributionspolitik mit seinen unterschiedlichen Vertriebswegen eröffneten sich für die Assekuranzwirtschaft neue Chancen, aber auch Risiken. Auch die fortschreitende Technisierung, insbesondere die rasante Ausweitung des Internets, trug zu dieser Entwicklung bei.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Einordnung der Distributionspolitik
2.1. Grundlegende Begriffe
2.2. Ziele
2.3. Elemente
3. Traditionelle Vertriebswege
3.1. Unternehmenseigene Distributionsorgane
3.2. Unternehmensgebundene Absatzorgane
3.3. Unabhängige Absatzorgane
3.3.1. Mehrfirmen- (Mehrfach-)Vertreter
3.3.2. Versicherungsmakler
3.4. Sonderformen
3.4.1. Captive Broker
3.4.2. Vertriebsgesellschaft
4. Moderne Vertriebswege
4.1. Annexvertrieb
4.2. Allfinanz
4.2.1. Integriertes Modell
4.2.2. Beratungsbasiertes Modell
4.3. Direkter Vertrieb
4.4. Internetmarktplatz
5. Instrumente der Vertriebssteuerung
5.1. Provisionssystem
5.2. Bonussystem
5.3. Beratungshonorar
5.4. Incentive-Vergütung
6. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die traditionellen Vertriebswege der Versicherungsbranche den modernen Entwicklungen in der Distributionspolitik gegenüberzustellen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie sich die Marktveränderungen seit der Deregulierung 1994 auf die Wahl der Absatzorgane und die Steuerung der Vertriebssysteme auswirken.
- Einordnung der Distributionspolitik in das Marketing-Konzept
- Analyse traditioneller vs. moderner Vertriebswege
- Untersuchung von Instrumenten der Vertriebssteuerung wie Provisions- und Bonussystemen
- Evaluation von Zukunftstrends wie dem Multi-Kanal-Vertrieb und Allfinanz
Auszug aus dem Buch
3.1. Unternehmenseigene Distributionsorgane
Unternehmenseigene Distributionsorgane sind als Handelsvertreter damit betraut, „für einen anderen Unternehmer Geschäfte zu vermitteln oder in dessen Namen abzuschließen.“ Sie sind Angestellte des Versicherungskonzerns und bekommen ein fixes Gehalt, sowie Provisionszuschläge beim Abschluss eines Vertrages oder der Betreuung eines bestehenden Vertragsverhältnisses. Angestellte Mitarbeiter im Außendienst führen meist den Titel Inspektor oder/und Organisationsleiter. Sie haben v.a. die Aufgabe VM zu gewinnen und zu betreuen. Auch er führt gelegentlich Absatztätigkeiten aus.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Dynamik des Versicherungsmarktes seit der Deregulierung 1994 ein und umreißt die Struktur der Arbeit sowie das Ziel des Vergleichs traditioneller und moderner Vertriebsformen.
2. Einordnung der Distributionspolitik: Das Kapitel definiert den Begriff der Distributionspolitik im Kontext des Marketings und erläutert grundlegende Begriffe, Ziele und die Elemente eines Distributionssystems.
3. Traditionelle Vertriebswege: Hier werden die klassischen Absatzorgane, unterteilt in unternehmenseigene, unternehmensgebundene und unabhängige Formen, sowie spezielle Sonderformen detailliert betrachtet.
4. Moderne Vertriebswege: Dieses Kapitel behandelt zeitgemäße Ansätze wie den Annexvertrieb, Allfinanz-Modelle sowie den Direktvertrieb und Internet-Marktplätze, die durch die Technisierung an Bedeutung gewinnen.
5. Instrumente der Vertriebssteuerung: Hier werden verschiedene materielle Anreizsysteme wie Provisionssysteme, Boni, Beratungshonorare und Incentive-Vergütungen kritisch beleuchtet.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen, insbesondere im Hinblick auf den Multi-Kanal-Vertrieb und regulatorische Änderungen.
Schlüsselwörter
Distributionspolitik, Versicherungswirtschaft, Vertriebswege, Versicherungsvermittler, Versicherungsunternehmen, Marketing, Absatzorgane, Provision, Allfinanz, Direktvertrieb, Internet, Vertriebssteuerung, Versicherungsschutz, Deregulierung, Handelsvertreter
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die verschiedenen Möglichkeiten der Distributionspolitik in der Versicherungsbranche und untersucht, wie Versicherungsunternehmen ihre Produkte an den Kunden bringen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Struktur traditioneller Vertriebswege, das Aufkommen moderner digitaler und kooperativer Vertriebsformen sowie die Methoden der Vertriebssteuerung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Gegenüberstellung altbewährter und neuer Vertriebswege, um zu bewerten, wie sich die Branche angesichts technischer und regulatorischer Änderungen entwickelt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, Branchenpublikationen und gesetzlichen Grundlagen basiert, um die verschiedenen Vertriebsmodelle kritisch zu würdigen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Darstellung traditioneller und moderner Vertriebskanäle sowie die Erläuterung der materiellen Anreizsysteme zur Vertriebssteuerung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Distributionspolitik, Versicherungsvermittler, Provisionssysteme, Allfinanz und die Unterscheidung zwischen traditionellen und modernen Vertriebswegen.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen Vermittlertypen eine Rolle?
Da verschiedene Vermittler (z.B. Ausschließlichkeitsvertreter vs. Makler) unterschiedliche rechtliche Bindungen und Interessenkonflikte haben, beeinflusst dies die Beratung des Kunden und das Vertrauensverhältnis.
Welchen Einfluss hat das Internet auf den Vertrieb?
Das Internet ermöglicht neue, direktere Absatzwege und transparente Marktvergleiche, wodurch der Druck auf klassische Strukturen und die Beratungsqualität zunimmt.
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- Anonym (Author), 2006, Distributionspolitik in der Versicherungswirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67136