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Geschehenslyrik: Sich in eine handelnde Figur versetzen

Titel: Geschehenslyrik: Sich in eine handelnde Figur versetzen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2002 , 15 Seiten

Autor:in: Susanne Hauk (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Einleitung

In Texten der Kategorie Geschehenslyrik werden menschliche Probleme in erzählender Art und Weise vorgetragen (H. Reger 1990, S. 72). In welcher Form und mit welchem Ziel man sich dabei in handelnde Personen versetzen kann, werde ich in dieser Hausarbeit darstellen. Das Hauptanliegen dabei ist, sich von der traditionellen Textinterpretation zu trennen, Alternativen kennen zu lernen und zu praktizieren. Damit soll ein offener Umgang zur Literatur geschaffen und den Schülern der Zugang erleichtert bzw. überhaupt erst ermöglicht werden.

Im ersten Kapitel werde ich Geschehenslyrik beschreiben und auf ihre Unterarten eingehen. Anschließend werde ich mich mit der Planung der Unterrichtsstunde auseinandersetzen und die Stunde mit der Seminarsitzung vergleichen. Danach werde ich vom Unterrichtsverlauf und den Ergebnissen berichten. Zum Abschluss beurteile ich meine Stunde anhand meiner zuvor gestellten Ziele und das Seminar.
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Konzept

2.1 Literaturvergleich

2.2 Gedichtauswahl

2.3 Handzettel für den Lehrer

3 Planung

3.1 Unterrichtsentwurf

3.2 Vergleich Seminar – Grundschulklasse

4 Bericht

4.1 Unterrichtsverlauf

4.2 Produktbeschreibung

5 Auswertung

5.1 Selbstbeurteilung

5.2 Seminarkritik

6 Literaturliste

7 Anhang

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, alternative, handlungs- und produktionsorientierte Ansätze zur traditionellen Textinterpretation in der Schule aufzuzeigen. Im Zentrum steht dabei die methodische Umsetzung der "Geschehenslyrik", bei der Schüler dazu angeregt werden, sich aktiv in handelnde Figuren zu versetzen, um einen offeneren Zugang zur Literatur zu finden.

  • Methoden der handlungs- und produktionsorientierten Literaturdidaktik
  • Einsatz von Geschehenslyrik im Grundschulunterricht
  • Planung und Durchführung von kreativen Unterrichtseinheiten
  • Rollenübernahme und Perspektivwechsel als Zugang zu Gedichten
  • Reflexion über die didaktische Eignung von Lyrik für die Primarstufe

Auszug aus dem Buch

2.1 Literaturvergleich

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, hat Geschehenslyrik die Funktion, menschliche Probleme – individuelle und gesellschaftliche – in erzählender Art und Weise vorzutragen. Sie kann die Absicht haben zu informieren, zu unterhalten, zu belustigen, zum Staunen anzuregen, aber auch zu belehren oder zu provozieren. Die Texte können ein Erlebnis beinhalten, eine fiktive Begebenheit, ein geschichtliches Ereignis oder eine historische Gestalt präsentieren. Im Rahmen der Kinderlyrik werden als Unterarten die Ballade, das Erzählgedicht und die Versfabel gezählt . (H. Reger 1990, S. 72)

Balladen werden durch Außergewöhnliches, Unglaubhaftes, Undurchschaubares bestimmt und sind formal durch lyrische, epische als auch dramatisch verdichtete Gestaltung gekennzeichnet. Beispiele für Balladen sind: Der Fischer (Goethe), Das Riesenspielzeug (Adelbert von Chamisso), Barbarossa (Friedrich Rückert), Der Handschuh (Schiller), Der Knabe im Moor (Annette von Droste-Hülshoff) und Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland (Fontane). (H. Reger 1990, S. 73)

Das Erzählgedicht entstand Ende des ersten und verstärkt nach dem zweiten Weltkrieg mit dem Ziel, balladenhafte und andere erzählerische Elemente für lyrische Texte zu verwenden, um der traditionellen Ballade entgegenzutreten. Somit wird das Erzählgedicht vom Epischen bestimmt und weist keine dramatische Zuspitzung auf. Kennzeichen moderner Erzählgedichte sind beispielsweise sachliche, präzise Darstellung, negative Helden, engagierte, anklagende Zeitbezogenheit. Beispiele für Erzählgedichte sind: Zehn kleine Negerlein (In: Enzensberger), Die Vogelhochzeit (In: Enzensberger), Angsthase – Pfeffernase (Jo Pestum), Blaukäppchen und der liebe Wolf (Jo Pestum), Fauler Zauber (Erich Kästner) und Ladislaus und Komkarlinchen (Peter Hacks). (H. Reger 1990, S. 73ff)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Themas Geschehenslyrik und Zielsetzung der Hausarbeit zur Erprobung handlungsorientierter Alternativen zur klassischen Textinterpretation.

2 Konzept: Theoretische Einordnung der Geschehenslyrik und Begründung der Auswahl des Gedichts "Die Sache mit den Klößen" für den praktischen Einsatz in einer 4. Klasse.

3 Planung: Detaillierter Unterrichtsentwurf inklusive didaktisch-methodischer Überlegungen sowie ein Vergleich zwischen den Anforderungen in der Seminarsitzung und dem Grundschulalltag.

4 Bericht: Darstellung des tatsächlichen Unterrichtsverlaufs und Beschreibung der von den Schülern erarbeiteten Produkte.

5 Auswertung: Selbstreflexion des Lehr-Lern-Prozesses anhand der vorab definierten Lernziele und kritische Betrachtung der durchgeführten Seminarsitzung.

6 Literaturliste: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und des verwendeten Rahmenplans.

7 Anhang: Bereitstellung der verwendeten Arbeitsmaterialien, namentlich des Gedichttextes und der konkreten Aufgabenstellungen für die Schülergruppen.

Schlüsselwörter

Geschehenslyrik, Literaturdidaktik, Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Erich Kästner, Die Sache mit den Klößen, Perspektivwechsel, Grundschule, Rollenspiel, Kreatives Schreiben, Unterrichtsentwurf, Literarisches Lernen, Produktorientierung, Ballade, Versfabel, Lernziel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Hausarbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Nutzung von Geschehenslyrik im Deutschunterricht der Grundschule, insbesondere mit dem Ansatz, Kinder dazu zu befähigen, sich in handelnde Figuren hineinzuversetzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Bestimmung von Geschehenslyrik, der praktischen Unterrichtsplanung sowie der handlungs- und produktionsorientierten Umsetzung im Unterricht.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Hauptziel ist es, Alternativen zur traditionellen, rein interpretativen Textarbeit zu erproben, um den Zugang zur Literatur für Schüler zu erleichtern und die Freude an Gedichten zu wecken.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine praxisorientierte Arbeit, die auf fachdidaktischer Literatur basiert und diese durch einen eigenen Unterrichtsentwurf sowie eine anschließende Evaluation und Reflexion in der Praxis anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Konzepterstellung (Literaturvergleich, Gedichtauswahl), die detaillierte Planung der Unterrichtsstunden sowie den Bericht über die praktische Durchführung und die abschließende Auswertung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernelemente sind Geschehenslyrik, handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht, Perspektivübernahme, Produktbeschreibung und methodische Differenzierung in der Grundschule.

Warum wurde das Gedicht "Die Sache mit den Klößen" von Erich Kästner gewählt?

Die Auswahl erfolgte aufgrund der altersgemäßen, leicht verständlichen Handlung und der vielfältigen Möglichkeiten, die das Gedicht für kreative Rollenspiele und produktive Aufgabenstellungen bietet.

Wie reagierten die Schüler auf die handlungsorientierten Aufgaben?

Laut der Auswertung der Autorin hatten die Kinder in allen Gruppen sehr viel Freude an der Bearbeitung und zeigten eine hohe Bereitschaft, sich kreativ in die verschiedenen Perspektiven einzubringen.

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Details

Titel
Geschehenslyrik: Sich in eine handelnde Figur versetzen
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Veranstaltung
HS Spielen mit Gedichten
Autor
Susanne Hauk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
15
Katalognummer
V65954
ISBN (eBook)
9783638587099
ISBN (Buch)
9783640860692
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschehenslyrik Sich Figur Spielen Gedichten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Susanne Hauk (Autor:in), 2002, Geschehenslyrik: Sich in eine handelnde Figur versetzen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65954
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Leseprobe aus  15  Seiten
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