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Expertise - Die aktuellen Entwicklungen und der Stand in der Expertiseforschung mit Bezug auf den Leistungssport

Title: Expertise -  Die aktuellen Entwicklungen und der Stand in der Expertiseforschung mit Bezug auf den Leistungssport

Seminar Paper , 2006 , 20 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Christina Neeb (Author)

Sport - Sport Psychology
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„Sie sind ein Experte – wir sind es auch… jeder auf seinem Gebiet“ (www.experten-tricks.de). Dies
ist der Slogen eines Portals, in dem jeder der Expertenrat sucht fündig werden kann und gleichzeitig
seine eigenen „Weisheiten“ hinterlassen kann – auf welchem Gebiet auch immer.
Doch was ist ein Experte und was ist Expertise, was unterscheidet den Experten von anderen und
wie stellt sich Expertise da? Wie erlangt man Expertise, wo liegt die Grenze zwischen Novize und
Experte? Das alles sind Fragen, die in der folgenden Ausarbeitung geklärt werden sollen.
Neben dem allgemein gefassten zweiten Kapitel, der die Definition, die Abgrenzung von der
Hochbegabung, die Repräsentation sowie Expertise-Modelle und Expertiseforschung beinhaltet, ist
in Kapitel 3 der Übertrag auf den Sport das übergeordnete Thema. Hier soll unter anderem auf den
Unterschied zwischen Wissen und Können, den Anteil der kognitiven Leistungen bei Sportarten mit
situativen Anforderungen und auf die Voraussetzungen für Lernprozesse beim Expertiseerwerb
eingegangen werden.
Abschließen wird diese Ausarbeitung mit der Umsetzung im Kapitel „Handeln können“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Expertise

2.1 Definition von Expertise

2.2 Hochbegabung versus Expertise

2.3 Repräsentation von Expertise

2.3.1 Produktionssystemmodelle

2.3.2 Schemabasierte Modelle

2.3.3 Expertise als fallbasiertes Denken

1.4 Expertise-Forschung

3 Übertrag auf den Sport

3.1 Sportwissenschaftliche Definition

3.2 Expertise-Forschung im Sport

3.2.1 Wissen und Können

3.2.2 Kognitive Leistungen bei Sportarten mit situativen Anforderungen

3.2.3 Wahrnehmung und Antizipation

3.2.4 Voraussetzungen für Lernprozesse beim Expertiseerwerb

3.2.5 Handeln Können

4 Zusammenfassung

5 Eigene Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das wissenschaftliche Phänomen der Expertise, definiert deren Grundlagen sowie Abgrenzungen und analysiert, wie diese Erkenntnisse spezifisch auf den Bereich des Sports übertragen werden können, wobei insbesondere das Zusammenspiel von kognitivem Wissen und motorischem Können im Fokus steht.

  • Definition und Abgrenzung von Expertise und Hochbegabung
  • Kognitive Repräsentationsmodelle von Expertenwissen
  • Anwendung des Experten-Novize-Paradigmas im Sport
  • Rolle von Wahrnehmung, Antizipation und situativen Anforderungen
  • Bedeutung von deliberate practice und mentalen Vorstellungsprozessen

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Wissen und Können

Grundsätzlich werden im Sport zwei Positionen in Bezug auf die Beziehung von Wissen und Können unterschieden. Das erste und in Kapitel 2.3.1 (Produktionssystemmodelle) bereits vorgestellte Modell, ist das 3-Phasen Modell des Fertigkeitserwerbs nach Fitts und Posner (1967). Das zweite und im Bereich des Sports präferierte Modell geht davon aus, dass Fertigkeiten und Wissen sich erst im Verlauf des Lernprozesses entwickeln. Dies kann unterschiedlich schnell und zu unterschiedlichen Zeitpunkten geschehen, ist also unabhängig voneinander. Es existiert kein festes Lernstadienkonzept; beide Bereiche sind eigenständig (vgl. Munzert, J., 1995).

Prozedurales Wissen beschreibt hierbei explizierbares Wissen über Handlungsbedingungen und Handlungsvollzüge.

Es ist allerdings gerade im Sport oftmals nicht damit getan zu wissen, wie man handeln müsste, man benötigt gleichsam auch die motorischen und konditionellen Voraussetzungen um sein Wissen entsprechend nutzen zu können. Ein Schachspieler hat es dabei wesentlich einfacher. Er erkennt das „Muster“ und muss lediglich seine Hand und seinen Arm bewegen, um den entsprechenden Zug zu tätigen. Weiß ein Volleyballspieler bei einem Angriff allerdings was theoretisch zu tun wäre, kann sich aber nicht entsprechend bewegen, weil er zum Beispiel nie gelernt hat, wie man einen Hechtbagger ausführt, wird es höchst wahrscheinlich trotz seines Wissens nicht zur erfolgreichen Ballannahme kommen.

Können setzt sich hierbei also zusammen aus dem prozeduralen Wissen und der ausführungsbezogenen Fertigkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Expertise ein und skizziert den geplanten Aufbau der Arbeit von theoretischen Modellen bis hin zum Transfer in den Sport.

2 Expertise: Dieses Kapitel erläutert verschiedene Definitionsansätze von Expertise, grenzt diese von Hochbegabung ab und stellt psychologische Repräsentationsmodelle vor.

1.4 Expertise-Forschung: Es werden die zentralen Forschungsfelder der kognitiven Psychologie im Hinblick auf Expertenleistungen sowie die Problematik des Experte-Novize-Vergleichs behandelt.

3 Übertrag auf den Sport: Hier erfolgt die Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf sportwissenschaftliche Fragestellungen unter Berücksichtigung spezifischer Leistungsanforderungen.

3.1 Sportwissenschaftliche Definition: Es werden Kriterien zur Bestimmung von Expertise im Sport definiert und der Grad der Expertise anhand formaler Hilfsmittel diskutiert.

3.2 Expertise-Forschung im Sport: Dieses Kapitel beleuchtet den Experten-Anfänger-Vergleich im sportlichen Kontext und identifiziert Schwerpunkte wie kognitive Leistungen und Handlungssteuerung.

3.2.1 Wissen und Können: Es wird die Differenz zwischen theoretischem Wissen und praktischer motorischer Fertigkeitsausführung im Sport analysiert.

3.2.2 Kognitive Leistungen bei Sportarten mit situativen Anforderungen: Hier wird untersucht, wie Experten und Novizen in dynamischen, unstrukturierten Spielsituationen agieren.

3.2.3 Wahrnehmung und Antizipation: Das Kapitel befasst sich mit der Fähigkeit von Experten, durch Wahrnehmung von Vorsignalen schneller und präziser auf Spielereignisse zu reagieren.

3.2.4 Voraussetzungen für Lernprozesse beim Expertiseerwerb: Es werden die Unterschiede in Encodier-Strategien und Behaltensleistungen zwischen Experten und Novizen erörtert.

3.2.5 Handeln Können: Abschließend wird der Übergang von kognitiven hin zu automatisierten oder emotionalen Regulationssystemen für erfolgreiches Handeln beschrieben.

4 Zusammenfassung: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse über die zeitintensive Entwicklung von Expertise und die Bedeutung der Domänenspezifität zusammen.

5 Eigene Stellungnahme: Die Autorin reflektiert ihre persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema Expertise und den Transfer auf eigene sportliche Erfahrungen.

Schlüsselwörter

Expertise, Expertiseforschung, Experte-Novize-Paradigma, Sportwissenschaft, Wissen, Können, Kognitive Psychologie, Antizipation, Wahrnehmung, Deliberate Practice, motorisches Lernen, Fertigkeitserwerb, prozedurales Wissen, Handlungsregulation, Trainingsprozesse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem psychologischen Begriff der Expertise und analysiert, was einen Experten ausmacht und wie sich Expertise durch Training und Erfahrung entwickelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Expertise, den psychologischen Modellen zur Wissensrepräsentation und deren Anwendung auf die Sportwissenschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Expertenbegriff aus der allgemeinen Psychologie auf den Sport zu übertragen und zu klären, warum Wissen allein oft nicht für sportliche Spitzenleistungen ausreicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Literaturanalyse sowie den Vergleich von Modellen der kognitiven Psychologie und sportwissenschaftlichen Erkenntnissen zum Experten-Anfänger-Vergleich.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst allgemeine Definitionen und Modelle (Produktionssysteme, Schemata) erläutert, gefolgt von einer detaillierten Analyse sportrelevanter Aspekte wie Antizipation, Wahrnehmung und motorisches Handeln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Expertise, Experte-Novize-Paradigma, kognitive Leistungen, prozedurales Wissen, Antizipation und sportmotorisches Lernen.

Warum reicht im Sport theoretisches Wissen oft nicht aus?

Im Sport ist neben dem Wissen die motorische Umsetzung erforderlich; ohne entsprechende konditionelle und koordinative Voraussetzungen kann Wissen in einer dynamischen Situation nicht erfolgreich in Handeln übersetzt werden.

Wie unterscheidet sich das Handeln von Experten von dem der Novizen?

Während Novizen häufig kognitiv-reflektiv und langsam planen, greifen Experten auf ein automatisiertes oder emotional etikettiertes System zurück, das schnelle und intuitive Reaktionen ermöglicht.

Welche Rolle spielt die Zeit beim Erwerb von Expertise?

Die Arbeit verweist auf die 10-Jahres-Regel, die besagt, dass Expertise ein langfristiger Prozess ist, der intensives, zielgerichtetes Üben (deliberate practice) erfordert.

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Details

Title
Expertise - Die aktuellen Entwicklungen und der Stand in der Expertiseforschung mit Bezug auf den Leistungssport
College
Technical University of Darmstadt  (IfS Darmstadt)
Course
PS Psychologie des Leistungssports
Grade
1,5
Author
Christina Neeb (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V65941
ISBN (eBook)
9783638583633
ISBN (Book)
9783638937726
Language
German
Tags
Expertise Entwicklungen Stand Expertiseforschung Bezug Leistungssport Psychologie Leistungssports
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Neeb (Author), 2006, Expertise - Die aktuellen Entwicklungen und der Stand in der Expertiseforschung mit Bezug auf den Leistungssport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65941
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