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Peter Handkes 'Publikumsbeschimpfung' - Eine prägnante Beleuchtung des Sprechstücks

Title: Peter Handkes 'Publikumsbeschimpfung' - Eine prägnante Beleuchtung des Sprechstücks

Term Paper , 2005 , 9 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Marlen Vogel (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Peter Handke ist einer der bekanntesten postdramatischen Künstler. Mit seinem Sprechstück „Publikumsbeschimpfung“ legt er eine neuwertige Welt des modernen Theaters dar. Diese Arbeit wird sich mit der Aussage und der Intention des Stückes auseinandersetzen. Hierbei soll betrachtet werden, wie Handke eine völlig neue Art des Theater- „Spielens“ ins Leben ruft, indem er alle Synthetik und Künstlichkeit aus dem Raum verbannen will. Vordergründig wird dabei die Debüt- Inszenierung von Claus Peymann herangezogen, da kaum ein anderer Regisseur es geschafft hat, das „Schauspiel ohne Bilder“ so gelungen in Szene zu setzten und es außerdem schwierig ist, es überhaupt (gelungen) auf die Bühne zu bringen.

Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass auf Veranlassung des Autors selbst „Publikumsbeschimpfung“ seit einiger Zeit nicht mehr auf deutschen Bühnen aufgeführt wird. Dieses Stück spiegelt eine Mustervorstellung von der Welt des Theaters wider: Es soll bewusst machen, „was selbstverständliches Gesetz des Theaters und was die uneingestandenen Gesetze des Theater- und Kulturbetriebs sind“ (Grieshop, 1998. Seite 34).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zu Handke selbst

2.1. Kurzbiografie von Peter Handke

2.2. Peter Handke und seine Vorstellung von Theater: Publikumsbeschimpfung

3. Das Sprechstück „Publikumsbeschimpfung“

4. Schlussbemerkung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Peter Handkes Sprechstück „Publikumsbeschimpfung“ auseinander, um dessen Intention und die damit verbundene Neudefinition des modernen Theaters zu untersuchen. Im Zentrum der Forschungsfrage steht, wie Handke durch den Verzicht auf klassische Handlung und Bilder sowie die Einbeziehung des Publikums die traditionelle „vierte Wand“ aufzuheben versucht und das Sprechen selbst als handelnden Akt etabliert.

  • Analyse der sprachkritischen Ansätze Peter Handkes
  • Untersuchung der strukturellen Merkmale des „Schauspiels ohne Bilder“
  • Bedeutung der Aufführungspraxis durch Claus Peymann
  • Reflektion über das Verhältnis von Zuschauer und Theaterraum
  • Die Konstitution von Welt durch Sprache im Sprechstück

Auszug aus dem Buch

3. Das Sprechstück „Publikumsbeschimpfung“

Durch das Sprechstück wird deutlich, dass Handke Theater nicht mehr als bloße Schaubühne einer nachgeahmten Welt verstanden wissen will; er versucht, das Verhältnis zwischen Zuschauern und Schauspielern dahin zu verändern, dass das Publikum in die Handlung integriert wird. In Handkes Arbeit wird erkennbar, dass die sogenannte „vierte Wand“ – eine nicht sichtbare, doch stetig anwesende Trennung von Zuschauenden und Spielenden eliminiert werden soll, um den Zuschauer ins das theatralische Geschehen einzubeziehen.

Darüber hinaus will Handke mit „seiner“ Form von Theater erreichen, dass nicht mehr eine Linie zwischen Theater und „wirklicher Welt“ gezogen wird, sondern die Künstlichkeit, welche bislang im Theater vorherrschte, aufgehoben wird: „Die Bühne hier oben und der Zuschauerraum bilden eine Einheit, indem sie nicht mehr zwei Ebenen bilden“ (aus: „Publikumsbeschimpfung“, in: Handke, 1970. Seite 31).

Peter Handkes „Publikumsbeschimpfung“ wird nur als Vorrede ausgegeben, doch ist sie vielmehr, nämlich eine Auseinandersetzung mit dem Theater. Das Sprechstück ist aber kein Theaterstück im klassischen Sinn. Auf der Bühne finden sich keine Dekorationselemente, keine Requisiten, keine Beleuchtungseffekte, sondern nur vier Schauspieler. Die vier Sprecher bekommen keine konkreten Anweisungen für die Spielsituation: Sie tragen alltägliche Kleidung, bewegen sich frei auf der Bühne, ohne dabei einem Muster folgen zu müssen. Sie haben weiterhin die Freiheit, ihre Texte durcheinander sprechen zu können, dabei fallen sie sich gegenseitig ins Wort, es gibt also Überschneidungen und auch die Abfolge der Wortlaute ist nach Belieben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Zielsetzung der Arbeit, die sich mit der Intention und der neuen Theaterform in Handkes „Publikumsbeschimpfung“ befasst.

2. Zu Handke selbst: Ein Überblick über den Lebensweg des Autors sowie die Darstellung seiner theoretischen Grundhaltung gegenüber Literatur und Theater.

3. Das Sprechstück „Publikumsbeschimpfung“: Detaillierte Untersuchung der ästhetischen Mittel, der Absage an das klassische Schauspiel und der veränderten Zuschauerrolle.

4. Schlussbemerkung und Ausblick: Kritische Würdigung der Wirksamkeit von Handkes Ansatz und Reflexion über die prinzipielle Trennung von Bühne und Zuschauerraum.

Schlüsselwörter

Peter Handke, Publikumsbeschimpfung, Sprechstück, postdramatisches Theater, vierte Wand, Schauspiel ohne Bilder, Sprachkritik, Claus Peymann, Theaterästhetik, performatives Sprechen, avantgardistisches Theater, moderne Dramatik, Kommunikation, Zuschauerintegration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Hausarbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit dem Sprechstück „Publikumsbeschimpfung“ von Peter Handke und beleuchtet dessen innovative, postdramatische Theaterkonzeption.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Sprache und Wirklichkeit, die Aufhebung der Trennung zwischen Bühne und Zuschauer sowie die Kritik an traditionellen Theaterkonventionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, wie Handke durch den Verzicht auf klassische Handlung das Theater als „Schauspiel ohne Bilder“ neu definiert und die Zuschauer aktiv in das Geschehen einbezieht.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse des Primärtextes unter Berücksichtigung von Rezeptions- und Inszenierungshistorie, insbesondere der Uraufführung durch Claus Peymann.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biografische Einordnung Handkes, die Erläuterung seiner Theaterphilosophie und eine dezidierte Werkanalyse von „Publikumsbeschimpfung“.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Sprachkritik, vierte Wand, Sprechstück, postdramatisches Theater und die Konstitution von Welt durch Sprache.

Warum wird speziell die Inszenierung von Claus Peymann hervorgehoben?

Die Arbeit betont diese Inszenierung, da Peymann als einer der wenigen Regisseure die visionäre Kraft des „Schauspiels ohne Bilder“ erfolgreich auf die Bühne bringen konnte.

Ist die „vierte Wand“ bei Handke vollständig zu eliminieren?

Die Verfasserin kommt zu dem Schluss, dass die „vierte Wand“ trotz Handkes Absicht, sie aufzuheben, aufgrund der unvermeidbaren räumlichen Trennung zwischen Akteuren und Publikum nicht vollständig verschwinden kann.

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Details

Title
Peter Handkes 'Publikumsbeschimpfung' - Eine prägnante Beleuchtung des Sprechstücks
College
University of Erfurt  (Universität Erfurt)
Course
Dramatik und Postdramatik im deutschen Gegenwartstheater
Grade
1,7
Author
Marlen Vogel (Author)
Publication Year
2005
Pages
9
Catalog Number
V65931
ISBN (eBook)
9783638587853
ISBN (Book)
9783656774167
Language
German
Tags
Peter Handkes Publikumsbeschimpfung Eine Beleuchtung Sprechstücks Dramatik Postdramatik Gegenwartstheater
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marlen Vogel (Author), 2005, Peter Handkes 'Publikumsbeschimpfung' - Eine prägnante Beleuchtung des Sprechstücks, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65931
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