Bei Investitionen im Ausland gilt es steuertechnisch allerhand zu berücksichtigen. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der Qualifikationsproblematik die sich ergibt, wenn Sachverhalte von verschiedenen Staaten unterschiedlich beurteilt werden. Hier treffen nationale Steuerrechtsvorschriften aufeinander. Weiter wird das Abkommensrecht in seinen Voraussetzungen und Wirkungen der Anwendung erläutert. Die Besteuerung von ausländischen Betriebstätten, Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften wird im Einzelnen dargestellt, wobei die Besteuerung im nationalen Recht mit der bei Bestehen eines Doppelbesteuerungsabkommens verglichen wird. Dabei wird im Rahmen der Besteuerung zwischen Wohnsitzstaat und Sitzstaat der inländischen Mitunternehmer und der ausländischen Gesellschaft, bzw. Betriebstätte unterschieden. Die Gewerbesteuer wird bei den Betrachtungen größtenteils außen vor gelassen, da eine der Gewerbesteuer ähnliche Abgabe in den wenigsten Ländern existiert. So ist die Wirkung einer inländischen Gewerbesteuer die, dass die Verlagerung von Betriebstätten ins Ausland gefördert wird.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Besteuerung ausländischer Betriebstätten
- Qualifikationsproblematik
- Durchführung der laufenden Besteuerung
- Besteuerung im Domizilstaat der Betriebstätte
- Besteuerung ausländischer Kapitalgesellschaften
- Qualifikationsproblematik
- Durchführung der laufenden Besteuerung
- Besteuerung im Domizilstaat der Tochterkapitalgesellschaft
- Besteuerung der inländischen Gesellschafter
- Besteuerung ausländischer Personengesellschaften
- Qualifikationsproblematik
- Durchführung der laufenden Besteuerung
- Besteuerung im Sitzstaat der Personengesellschaft
- Besteuerung der inländischen Mitunternehmer
- Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit der steuerlichen Behandlung deutscher Investitionen im Ausland, wobei der Fokus auf den Problemen liegt, die durch unterschiedliche nationale Rechtsvorschriften entstehen. Insbesondere wird die Qualifikationsproblematik erläutert, die sich ergibt, wenn Sachverhalte von verschiedenen Staaten unterschiedlich beurteilt werden. Darüber hinaus wird das Abkommensrecht in seinen Voraussetzungen und Wirkungen dargestellt.
- Qualifikationsproblematik bei der Besteuerung von ausländischen Betriebstätten, Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften
- Anwendung des Abkommensrechts im Zusammenhang mit der Besteuerung von ausländischen Investitionen
- Vergleich der Besteuerung im nationalen Recht mit der Besteuerung bei Bestehen eines Doppelbesteuerungsabkommens
- Unterscheidung der Besteuerung zwischen Wohnsitzstaat und Sitzstaat der inländischen Mitunternehmer und der ausländischen Gesellschaft bzw. Betriebstätte
- Betrachtung der steuerlichen Auswirkungen von Investitionen im Ausland auf inländische Unternehmen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Rahmen für die Arbeit dar und beschreibt die Bedeutung der steuerlichen Berücksichtigung von Investitionen im Ausland. Sie hebt die besondere Bedeutung der Qualifikationsproblematik im internationalen Steuerrecht hervor, die durch unterschiedliche Rechtsauffassungen verschiedener Staaten entsteht.
Das Kapitel "Besteuerung ausländischer Betriebstätten" behandelt die steuerlichen Besonderheiten, die sich bei Investitionen in Form von Betriebstätten im Ausland ergeben. Es wird die Qualifikationsproblematik erläutert, die sich aus unterschiedlichen Definitionen des Begriffs "Betriebstätte" im nationalen und internationalen Recht ergibt. Außerdem werden die Regeln für die Durchführung der laufenden Besteuerung im Domizilstaat der Betriebstätte im Detail dargestellt, wobei die Unterschiede zwischen dem nationalen Recht und dem Abkommensrecht herausgestellt werden.
Das Kapitel "Besteuerung ausländischer Kapitalgesellschaften" fokussiert auf die steuerlichen Aspekte von Investitionen in ausländische Kapitalgesellschaften. Die Qualifikationsproblematik bei der Besteuerung von Tochterkapitalgesellschaften im Ausland wird erläutert, sowie die Regelungen für die laufende Besteuerung im Domizilstaat der Tochterkapitalgesellschaft und die Besteuerung der inländischen Gesellschafter.
Das Kapitel "Besteuerung ausländischer Personengesellschaften" beschäftigt sich mit den steuerlichen Aspekten von Investitionen in ausländische Personengesellschaften. Hierbei werden die Qualifikationsproblematik und die Durchführung der laufenden Besteuerung im Sitzstaat der Personengesellschaft sowie die Besteuerung der inländischen Mitunternehmer behandelt.
Schlüsselwörter
Diese Arbeit befasst sich mit der Besteuerung deutscher Investitionen im Ausland, wobei die Schwerpunkte auf der Qualifikationsproblematik, dem Abkommensrecht, der Besteuerung von Betriebstätten, Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften, sowie dem Vergleich der Besteuerung im nationalen Recht mit der Besteuerung bei Bestehen eines Doppelbesteuerungsabkommens liegen. Wichtige Begriffe in diesem Zusammenhang sind Betriebstättenbegriff, Doppelbesteuerungsabkommen, OECD-Musterabkommen, UN-Modell, Quellenbesteuerung, beschränkte Steuerpflicht, wirtschaftliche Zugehörigkeit, Betriebstättenvorbehalt und Steuerkonflikte.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptziel dieser Arbeit zur Auslandsbesteuerung?
Die Arbeit analysiert die steuerliche Behandlung deutscher Investitionen im Ausland, wobei der Fokus auf der Qualifikationsproblematik und dem Vergleich zwischen nationalem Recht und Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) liegt.
Was versteht man unter der Qualifikationsproblematik im internationalen Steuerrecht?
Diese Problematik entsteht, wenn verschiedene Staaten denselben steuerlichen Sachverhalt aufgrund unterschiedlicher nationaler Rechtsvorschriften unterschiedlich beurteilen.
Wie werden ausländische Betriebsstätten besteuert?
Die Besteuerung erfolgt im Domizilstaat der Betriebsstätte, wobei die Arbeit die Unterschiede zwischen der Anwendung nationaler Regeln und den Vorgaben eines Doppelbesteuerungsabkommens aufzeigt.
Welche Rolle spielen Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) bei Investitionen?
DBA dienen dazu, eine doppelte steuerliche Belastung zu vermeiden, indem sie die Besteuerungsrechte zwischen dem Wohnsitzstaat des Investors und dem Sitzstaat der Investition aufteilen.
Warum wird die Gewerbesteuer in dieser Untersuchung weitgehend ignoriert?
Da eine der deutschen Gewerbesteuer ähnliche Abgabe in den wenigsten anderen Ländern existiert, wird sie außen vor gelassen. Die deutsche Gewerbesteuer fördert zudem oft die Verlagerung von Betriebsstätten ins Ausland.
Welche Rechtsformen werden in der Arbeit detailliert betrachtet?
Die Arbeit stellt die Besteuerung von ausländischen Betriebsstätten, Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften im Einzelnen dar.
- Quote paper
- Andreas Stein (Author), 2006, Die Besteuerung deutscher Investitionen im Ausland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65724