Die staats- und gesellschaftstheoretischen Schriften des Thomas Hobbes’ ( 1588 - 1679 ), allen voran der „Leviathan“ aus dem Jahre 1651, gelten als Klassiker der politischen Theorie und zählen noch heute zu den prägendsten und meistzitierten klassischen politischen Werken. Im folgenden soll die von Hobbes im „Leviathan“ in den Kapiteln 17 - 19 etablierte Lehre vom Staatsvertrag dargestellt werden, mit ihren speziellen Implikationen und der besonderen Rolle des „Souveräns“, dem „Leviathan“, dem Hobbes’ Werk seinen Titel verdankt. [...]
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Historische Grundlagen und Hobbes' Bild vom Menschen
- Hobbes' Theorie des Staatsvertrages
- Der Souverän – der Leviathan
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieses Referat befasst sich mit Thomas Hobbes' Staatsvertragstheorie, die im „Leviathan“ (Kapitel 17-19) dargelegt wird. Es werden die historischen Hintergründe, Hobbes' Menschenbild sowie die Funktionsweise des Staatsvertrags und die Rolle des Souveräns, des „Leviathan“, erörtert.
- Die historischen und gesellschaftlichen Bedingungen, die Hobbes' Denken prägten
- Hobbes' Menschenbild und seine „natürlichen Leidenschaften“
- Die Entstehung des Staates durch den Staatsvertrag
- Die absolute Macht des Souveräns und seine Rolle in der Sicherung des Friedens
- Die Implikationen von Hobbes' Theorie für die Gewaltenteilung
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt Thomas Hobbes und sein Werk „Leviathan“ vor, das als einflussreiches Werk der politischen Theorie gilt.
- Historische Grundlagen und Hobbes' Bild vom Menschen: In diesem Kapitel werden die historischen und gesellschaftlichen Einflüsse auf Hobbes' Denken beleuchtet, insbesondere der 30-jährige Krieg und die Bürgerkriege in England. Hobbes' pessimistisches Menschenbild, das von Egoismus, Konkurrenz und Machtsucht geprägt ist, wird vorgestellt.
- Hobbes' Theorie des Staatsvertrages: Dieses Kapitel erläutert Hobbes' Staatsvertragstheorie, die auf der Idee basiert, dass Menschen ihre natürlichen Rechte an einen Souverän abgeben, um Sicherheit und Frieden zu gewährleisten. Der Staat wird durch den Vertrag legitimiert und dient der Sicherung des Eigentums und der Lebenserhaltung.
- Der Souverän - der Leviathan: In diesem Kapitel wird die Rolle des Souveräns, des „Leviathan“, im Staat beleuchtet. Der Souverän besitzt absolute Macht und ist für die Sicherheit, die Rechtsprechung, die Gesetzgebung und die Verteidigung des Staates verantwortlich. Hobbes argumentiert gegen die Gewaltenteilung, da er sie als eine Quelle für Konflikte und Instabilität sieht.
Schlüsselwörter
Thomas Hobbes, Leviathan, Staatsvertrag, Naturzustand, natürliches Recht, Souverän, absolute Macht, Gewaltenteilung, Krieg aller gegen aller, Selbsterhaltung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der "Leviathan" bei Thomas Hobbes?
Der Leviathan ist ein Symbol für den souveränen Staat, der durch absolute Macht den Frieden sichert und die Bürger vor dem Naturzustand schützt.
Wie entsteht der Staat nach Hobbes' Theorie?
Der Staat entsteht durch einen Staatsvertrag, bei dem die Menschen ihre natürlichen Rechte auf einen Souverän übertragen, um Sicherheit zu gewinnen.
Welches Menschenbild prägt den "Leviathan"?
Hobbes vertritt ein eher pessimistisches Menschenbild, geprägt von Egoismus, Konkurrenz und dem "Krieg aller gegen alle" im Naturzustand.
Warum lehnt Hobbes die Gewaltenteilung ab?
Er sieht in der Teilung der Macht eine Quelle für Instabilität und Konflikte, die den inneren Frieden gefährden könnten.
Welche Aufgaben hat der Souverän?
Der Souverän ist allein verantwortlich für die Gesetzgebung, die Rechtsprechung, die Verteidigung und die allgemeine Sicherheit des Staates.
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- Roman Möhlmann (Author), 2003, Der Staatsvertrag bei Hobbes ( Leviathan §17- §19 ), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65398