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Die zehn Gebote

Title: Die zehn Gebote

Seminar Paper , 2002 , 24 Pages , Grade: 2,75

Autor:in: Sabine Schneider (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Wenn alles Leben auf der Welt, so kann auch unser Zusammenleben nur gedeihen, wenn wir unsere menschlichen Grundwerte achten, welche sich als ethische Grundregeln bewährt haben. Der Dekalog ist uns Menschen seit Jahrtausenden als Stützpfeiler sittlichen Lebens ins Herz geschrieben und daher natürlicher, bedeutsamer und unverzichtbarer Ausdruck unserer Beziehung untereinander und zu Gott. Eng verwandt zu diesen Grundwerten sind auch die von den Vereinten Nationen 1948 herausgegebenen Menschenrechte und die Menschenpflichten aus 1997. Viele Menschen wundern sich, warum sie im Leben letztlich unglücklich und erfolglos sind, keine Sinnerfüllung im Leben finden und auf der vergeblichen Suche danach durch das Leben irren oder seelisch und körperlich krank werden. Oft ist dies so, weil sie diese Grundwerte nicht achten, verhöhnen oder gar bewusst verletzen.
Konrad Adenauer formulierte einst: "Die Zehn Gebote sind deshalb so klar und eindeutig, weil sie nicht erst auf einer Konferenz beschlossen wurden." Und genau dieses Zitat bringt auf den Punkt, dass den Geboten keine weiteren Auslegungen beigefügt wurden. Doch genau solche Auslegungen sind zum Verständnis unverzichtbar. Deshalb werde ich in dieser Arbeit auf die einzelnen Gebote eingehen und versuchen zu erklären, was damit gemeint ist. Schon Luther formulierte in seinem kleinen Katechismus eine nähere Erläuterung zu den Geboten.
Die zehn Gebote sind Lebensregeln, die nicht nur im Judentum und Christentum eine fundamentale Rolle spielen. Sie kommen bei allen Völkern und Hochreligionen der Erde vor, sie wurden in vielen Jahrtausenden überliefert und erprobt. Sie verbergen sich in den Forderungen der französischen Revolution nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Sie verbergen sich im Völkerrecht. Sie gelten im Hinduismus, im Buddhismus, im Islam und im Konfuzianismus als Säulen der Gesellschaft. In allen religiösen Überlieferungen sind sie Garantien eines friedlichen Zusammenlebens und Wegweiser zu Gott. Doch haben diese Gebote in unserer modernen Gesellschaft noch Gültigkeit? Ist es überhaupt noch möglich in unserer Staatsform mit diesen Regeln (über)leben zu können? Oder ist es sogar nötig? Dies gilt es in weiteren Ausführungen der Arbeit zu ergründen. Dabei stellt sich die Frage: Was ist wirklich wichtig im Leben und wonach sollen wir uns richten? Nach der Kirche? Nach dem Gesetzbuch? Nach dem, was Eltern, Lehrer oder gar Medien sagen?
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Dekalog

2.1. Textversionen

2.1.1. Exodus

2.1.2. Deuteronomium

3. Die einzelnen Gebote

3.1. Das erste Gebot

3.2. Das zweite Gebot

3.3. Das dritte Gebot

3.4. Das vierte Gebot

3.5. Das fünfte Gebot

3.6. Das sechste Gebot

3.7. Das siebte Gebot

3.8. Das achte Gebot

3.9. Das neunte Gebot

3.10. Das zehnte Gebot

4. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Relevanz der Zehn Gebote als ethische Lebensregeln in der modernen Gesellschaft zu untersuchen und zu ergründen, ob eine Rückbesinnung auf diese Werte zur Bewältigung heutiger moralischer und gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen kann.

  • Historische Herleitung und textliche Überlieferung des Dekalogs.
  • Ethische Analyse der einzelnen Gebote im biblischen Kontext.
  • Übertragbarkeit der Gebote auf aktuelle gesellschaftliche und soziale Fragestellungen.
  • Reflexion über die Freiheit des Einzelnen und die Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft.
  • Die Rolle christlicher Werte als Fundament für ein friedliches Zusammenleben.

Auszug aus dem Buch

3.1. Das erste Gebot

Nach kirchlicher Auffassung enthält dieses Gebot für alle religiösen Menschen die Forderung, den Glauben an einen Gott zu bekennen, der zugleich Vater, Sohn und Geist ist. Darauf sollen wir unser Vertrauen setzen im Sinne von Glaube, Liebe und Hoffnung, als Ursprung und Ziel unseres Lebens. Wer in der Versuchung steht, sich und seine Arbeit zu verabsolutieren, findet hier eine wohltuende Grenze. Wer Angst vor der Zukunft oder große persönliche Probleme hat, kann in diesem Glauben Trost und Stärkung finden. Eine personifizierte Darstellung macht Gott für einfach denkende Menschen begreiflich. Dies war zu jener Zeit wichtig, da nur der Kirche die Bildung vorbehalten war. In Wahrheit ist diese Personifizierung falsch.

Das Leben eines jeden Menschen ist bestimmt von verschiedensten Werten, die angestrebt werden. Der höchste und oberste Wert sollte nun Gott sein und zwar nicht deshalb, weil Gott eben eifersüchtig ist, sondern weil der Mensch sonst seine Freiheit gefährdet. Je höher jemand etwas in der Hierarchie der Werte angesiedelt hat, desto mehr Aufmerksamkeit und Energie wird er darauf verwenden, dieses Ziel zu erreichen. Wenn hier nun Gott gegen einen anderen Wert ausgetauscht wird, dann kann es zu großen Einschränkungen der Freiheit und auch zum Verlust des gesamten Lebenssinns kommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von ethischen Grundwerten in einer modernen Gesellschaft und führt in die Fragestellung ein, ob die Zehn Gebote heute noch Gültigkeit und Orientierung bieten können.

2. Der Dekalog: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge der Zehn Gebote im Alten Testament und vergleicht die Textvarianten in Exodus und Deuteronomium.

3. Die einzelnen Gebote: Hier werden die zehn Gebote detailliert analysiert, ihre ethische Bedeutung erläutert und ihre Aktualität in Bezug auf das moderne Leben und soziale Verantwortung kritisch reflektiert.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Zehn Gebote als zeitlose Orientierungshilfe dienen können, um das Leben an Werten wie Mitmenschlichkeit und Gerechtigkeit auszurichten.

Schlüsselwörter

Zehn Gebote, Dekalog, Christliche Ethik, Moral, Lebensregeln, Freiheit, Verantwortung, Glaube, Gesellschaft, Werte, Menschrechte, Sabbat, Zusammenleben, Gewissen, Religion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den Zehn Geboten als ethischem Fundament und untersucht deren Bedeutung und Anwendbarkeit in der heutigen Zeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Auslegung der biblischen Gebote, deren historische Herkunft und die Reflexion über menschliche Werte, Freiheit und soziale Verantwortung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu ergründen, ob die Zehn Gebote in unserer modernen Staatsform noch als relevante Richtschnur für ein gelingendes Leben dienen können.

Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?

Die Autorin kombiniert eine theologische Analyse der Dekalog-Texte mit einer ethisch-philosophischen Betrachtung ihrer Anwendung in der heutigen Gesellschaft.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil wird jedes der zehn Gebote einzeln interpretiert und auf seine Bedeutung für das zwischenmenschliche Handeln, die persönliche Lebensgestaltung und die gesellschaftliche Ordnung hin geprüft.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ethik, Dekalog, Freiheit, christliche Tradition und soziale Verantwortung geprägt.

Inwiefern unterscheiden sich die Texte in Exodus und Deuteronomium?

Die Arbeit weist darauf hin, dass es neben wörtlichen Unterschieden insbesondere abweichende Begründungen gibt, etwa beim Sabbatgebot, das im einen Fall auf die Schöpfung und im anderen auf die Befreiung aus der ägyptischen Knechtschaft rekurriert.

Wie bewertet die Autorin das Verhältnis von Freiheit und Gebot?

Die Autorin argumentiert, dass die Gebote nicht als Einschränkung der Freiheit missverstanden werden sollten, sondern als Schutzmaßnahme dienen, um den Menschen vor einer Selbstversklavung an materielle oder egoistische Werte zu bewahren.

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Details

Title
Die zehn Gebote
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Institut für Philosophie)
Course
Grundwerte in der Perspektive christlicher Ethik
Grade
2,75
Author
Sabine Schneider (Author)
Publication Year
2002
Pages
24
Catalog Number
V6512
ISBN (eBook)
9783638140621
Language
German
Tags
Gebote Grundwerte Perspektive Ethik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Schneider (Author), 2002, Die zehn Gebote, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6512
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