In unserer modernen Informationsgesellschaft des ausgehenden 20. und gerade beginnenden 21. Jahrhunderts wächst die Informations- und Wissensmenge explosionsartig und unkontrolliert, wie eine Suche bei der Internet-Suchmaschine Google zum Stichwort „Knowledge Management“ mit über 706.000 Resultaten bei 2,07 Mrd. registrierten Webseiten eindrucksvoll zeigt. Diese Entwicklung bezeichnet man auch als „Wissensexplosion“ bzw. „Wissensinflation“, bei der der Prozeß der Wissensvermehrung im Grunde außer Kontrolle ist.
Heutzutage ist effektives und effizientes Wissensmanagement für viele Unternehmen zu einem entscheidenden strategischen Wettbewerbsfaktor geworden. Doch im Vergleich mit etablierten Ansätzen wie dem Finanzmanagement ist das Wissensmanagement noch immer unterentwickelt, es fehlen z. B. eine gemeinsame Sprache und klare Zielvorgaben. Außerdem wird Wissensmanagement immer noch relativ losgelöst von strategischen Absichten, Ideen und Konzepten betrachtet und bearbeitet, weil in den meisten Köpfen eine assoziative Kopplung mit Informationstechnologie besteht.
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es nun, die Auswirkungen eines strategischen, an den Unternehmenszielen ausgerichteten Wissensmanagements zu untersuchen, und erfolgversprechende Unternehmensstrategien zur optimalen Nutzung des vorhandenen Wissens zu erläutern.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Problemstellung und Zielsetzung
- Gang der Untersuchung
- Wissensmanagement als Folge des Strukturwandels zur Informations- und Wissensgesellschaft
- Die steigende Bedeutung der Ressource Wissen
- Grundlagen des Wissensmanagements
- Verbindung der Unternehmensstrategie mit Wissensmanagement
- Unterstützung strategischer Unternehmensziele durch Wissensmanagement
- Möglichkeiten der Wertsteigerung durch Wissensmanagement
- Kritische Würdigung der Unternehmensstrategien und der Wertschöpfungs-möglichkeiten
- Wertinnovation statt Wettbewerbsorientierung
- Die Strategie der Wertinnovation erfolgreicher Unternehmen
- Chancen und Risiken wissensintensiver Produkte und Dienste
- Veränderungen des strategischen Fokus
- Kritische Würdigung der Wertinnovation
- Resumée und Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit analysiert die strategischen Auswirkungen von Wissensmanagement in der modernen Informationsgesellschaft. Sie beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Wissen als Ressource, erklärt die Grundlagen des Wissensmanagements und untersucht, wie es in Unternehmensstrategien integriert werden kann. Ziel ist es, erfolgversprechende Strategien zur optimalen Nutzung des vorhandenen Wissens aufzuzeigen und deren Implikationen für Unternehmen in der Wissensgesellschaft zu erörtern.
- Steigende Bedeutung von Wissen als Ressource
- Integration von Wissensmanagement in Unternehmensstrategien
- Wertsteigerungsmöglichkeiten durch Wissensmanagement
- Wertinnovation als erfolgversprechende Unternehmensstrategie
- Veränderungen des strategischen Fokus durch wissensintensive Produkte und Dienste
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der wachsenden Wissensmenge in der heutigen Gesellschaft ein und erläutert die Bedeutung von effizientem Wissensmanagement für Unternehmen. Es wird die Zielsetzung der Arbeit vorgestellt, die strategischen Auswirkungen von Wissensmanagement zu untersuchen.
- Wissensmanagement als Folge des Strukturwandels: Dieses Kapitel beleuchtet den Wandel zur Informations- und Wissensgesellschaft und die damit verbundene steigende Bedeutung von Wissen als strategische Ressource. Es werden die Grundlagen des Wissensmanagements erläutert, die sich auf die optimale Nutzung und Weiterentwicklung von Wissen konzentrieren.
- Verbindung von Unternehmensstrategie und Wissensmanagement: Das Kapitel untersucht die Integration des Wissensmanagements in die Unternehmensstrategie, indem drei unternehmensübergreifende Strategien und ihre Unterstützung durch Wissensmanagement vorgestellt werden. Es beleuchtet die Verknüpfung dieser Strategien mit den Möglichkeiten der Wertsteigerung durch Wissensmanagement und analysiert die generellen strategischen Auswirkungen kritisch.
- Wertinnovation statt Wettbewerbsorientierung: Dieses Kapitel betrachtet die Wertinnovation als eine erfolgversprechende Unternehmensstrategie für die Wissensgesellschaft. Es werden die Chancen und Risiken wissensintensiver Produkte und Dienste erläutert, sowie die notwendigen Veränderungen des strategischen Fokus eines Unternehmens im Kontext der Wertinnovation.
Schlüsselwörter
Wissensmanagement, Informationsgesellschaft, Strukturwandel, Unternehmensstrategie, Wertsteigerung, Wertinnovation, wissensintensive Produkte und Dienste, strategischer Fokus, Ressourcen, Wettbewerbsvorteil, Effizienz, Effektivität.
Häufig gestellte Fragen zu Wissensmanagement
Was versteht man unter der „Wissensexplosion“?
Es beschreibt das explosionsartige und unkontrollierte Wachstum der verfügbaren Informationen und Wissensmengen im 21. Jahrhundert.
Warum ist Wissensmanagement ein strategischer Wettbewerbsfaktor?
In einer Wissensgesellschaft ist Wissen die wichtigste Ressource. Effektives Wissensmanagement hilft Unternehmen, dieses Kapital optimal zu nutzen und Innovationen voranzutreiben.
Was ist der Unterschied zwischen Wissensmanagement und IT?
Wissensmanagement wird oft fälschlicherweise nur mit Informationstechnologie gleichgesetzt. Tatsächlich umfasst es aber auch Strategie, Unternehmenskultur und organisatorisches Lernen.
Was bedeutet „Wertinnovation“?
Wertinnovation ist eine Strategie, bei der Unternehmen nicht nur versuchen, den Wettbewerb zu schlagen, sondern durch neuartige Angebote einen neuen Markt ohne Konkurrenz schaffen.
Wie hängen Unternehmensziele und Wissensmanagement zusammen?
Wissensmanagement sollte nie losgelöst betrachtet werden. Es muss direkt an den strategischen Zielen ausgerichtet sein, um die Wertschöpfung des Unternehmens zu steigern.
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- Dipl.-Kfm. Christian Funke (Author), 2002, Strategische Auswirkungen des Wissensmanagements, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6511