In vielen norddeutschen Bundesländern wird bis heute noch Plattdeutsch gesprochen und seit einigen Jahren auch regelrecht gepflegt, was sogar dazu führte, dass sich auch wieder eine entsprechende Schriftsprache entwickelte und es Einzug in die Lehrpläne dieser Bundesländer nahm. Was aber ist dieses Plattdeutsche? Warum wird es nur in diesen Bundesländern gesprochen? Weshalb gab es bis vor einigen Jahre keine entsprechende Schriftsprache mehr. Dem will diese Ausarbeitung auf den Grund gehen. Es soll gezeigt werden, wie es zum Niedergang des Niederdeutschen kam und warum es sich aber bis heute noch als Platt gehalten hat.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Sprachpolitik – eine Begriffsbestimmung
- Der Sprachwandel vom Niederdeutschen zum Hochdeutschen in der zweiten Hälfte des 16. Jh. in Norddeutschland
- Das Niederdeutsche vor dem Sprachwandel
- Mögliche Ursachen des Sprachwandels
- Der Untergang der Hanse
- Das Erstarken der Territorialfürsten
- Die intellektuelle Modernisierung
- Die Reformation
- Die Schule
- Der Buchdruck
- Der dreiphasige sprachliche Ablösungsprozess
- Die hochdeutsche Sprachpolitik und ihre Folgen
- Das Niederdeutsche nach dem Sprachwandel
- Abschließende Gedanken
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
In dieser Ausarbeitung wird der Sprachwandel vom Niederdeutschen zum Hochdeutschen in der frühbürgerlichen Epoche als Beispiel für Sprachpolitik auf deutschem Boden untersucht. Der Fokus liegt dabei auf der Klärung des Begriffs Sprachpolitik, der Analyse der Ursachen, Auswirkungen und des Verlaufs dieses Wandels sowie der Bedeutung des Niederdeutschen vor und nach diesem Prozess.
- Definition von Sprachpolitik
- Die Ursachen des Sprachwandels vom Niederdeutschen zum Hochdeutschen
- Die Auswirkungen des Sprachwandels auf das Niederdeutsche
- Die Rolle der Sprachpolitik im Prozess des Sprachwandels
- Die Bedeutung des Niederdeutschen in der Gegenwart
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema Sprachpolitik ein und stellt den Sprachwandel vom Niederdeutschen zum Hochdeutschen als Beispiel für diese Art der sprachlichen Entwicklung in den Mittelpunkt. Das zweite Kapitel befasst sich mit der Definition von Sprachpolitik und beleuchtet verschiedene Aspekte dieses Begriffs.
Schlüsselwörter
Sprachpolitik, Sprachwandel, Niederdeutsch, Hochdeutsch, Frühbürgerliche Epoche, Hanse, Territorialfürsten, Reformation, Schule, Buchdruck, Sprachsoziologie, Diglossie, Sprachmischung.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Sprachpolitik im historischen Kontext?
Sprachpolitik umfasst alle Maßnahmen und Bestrebungen, die darauf abzielen, den Gebrauch, die Struktur oder den Status einer Sprache oder eines Dialekts innerhalb einer Gesellschaft zu beeinflussen oder zu steuern.
Warum verdrängte das Hochdeutsche das Niederdeutsche in Norddeutschland?
Der Sprachwandel in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde durch Faktoren wie den Untergang der Hanse, das Erstarken der Territorialfürsten, die Reformation (Luthers Bibelübersetzung) und die Einführung des Buchdrucks vorangetrieben.
Welche Rolle spielte die Hanse für die niederdeutsche Sprache?
Das Niederdeutsche war die Verkehrssprache der Hanse. Mit dem wirtschaftlichen und politischen Niedergang dieses Handelsbündnisses verlor auch die Sprache an überregionaler Bedeutung und Status.
Wie beeinflusste die Reformation den Sprachwandel?
Durch Martin Luthers hochdeutsche Bibelübersetzung wurde das Hochdeutsche zur Sprache der Religion und Bildung, was den Prestigeverlust des Niederdeutschen beschleunigte.
In welchem Zustand befindet sich das Niederdeutsche heute?
Heute wird Niederdeutsch (Plattdeutsch) als Regionalsprache gepflegt, in Lehrpläne aufgenommen und erlebt durch neue Schriftsprachansätze eine gewisse Renaissance, nachdem es lange Zeit nur mündlich tradiert wurde.
- Quote paper
- Susanne Elstner, geb. Spindler (Author), 2006, Sprachpolitik am Beispiel des Sprachwandels vom Niederdeutschen zum Hochdeutschen , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64636